Vertrauen in engen Beziehungen

Vertrauen in engen Beziehungen, zusammengefasst von:

Holmes, J. G., & Rempel, J. K. (1989): Trust in close relationships. In: C. Hendrick (Ed.), Close relationships; Review of Personality and social psychology (Vol. 10, pp.187-220). Newbury Park, CA: Sage Publications

Vertrauen in engen Beziehungen

Vertrauen in engen Beziehungennimmt seinen Ursprung in der Dialektik zwischen den Hoffnungen und den Ängsten der Menschen.

Der ambivalente Zustand verleitet Menschen dazu, das Verhalten des Partners / der Partnerin zu bewerten und nach Zeichnen zu suchen, die möglicherweise das Gefühl der Unsicherheit minimieren können.

Als Folge, erreichen einige ihren Sicherheitslevel, andere dagegen werden von Zweifeln genagt, die möglicherweise aus den vergangenen, wohl unverarbeiteten, Beziehungen stammen.

Deutsch (1973) definiert das Vertrauen als Gewissheit, dass man eher das Gewünschte von dem Partner erhält als das Gefürchtete (S. 149).

Diese Erwartungen können verschiedener Natur sein – vom „guten Morgen Kuss“ bis zur motivationalen Orientierung wie zum Beispiel „unsterbliche Liebe“.

Um das Vertrauen zu gewinnen müssen Partner als solche wahrgenommen werden, die motiviert sind eigene Interessen zugunsten der Bedürfnisse des oder der Anderen zurückzustellen, insbesondere dann, wenn das Gegenüber am meisten darauf angewiesen ist.

Zusammenfassend, reflektiert das Vertrauen in engen Beziehungen die Erwartungen der Menschen, dass sie mit der Fürsorge der Partner unter Berücksichtigung seiner / ihrer Bedürfnisse rechnen können – und zwar jetzt und in der Zukunft. (Holmes, Rempel, 1989, S. 188)

Einfluss persönlicher Neigungen und Erwartungen auf das Vertrauen in engen Beziehungen

Wissenschaftler sind sich einig, dass das Vertrauen unter anderem von angeborenen Neigungen der Menschen (so genannten Dispositionen) beeinflusst wird (Hazan, Shaver, 1987). Einige Menschen fangen schneller und leichter dem Gegenüber zu vertrauen; und die Anderen werden nie völlig frei von Zweifeln. Die Ursache kann in ihrer Kindheit liegen sowie in Erwartungen, die sie an eine Beziehung haben.

Oft wird fälschlicherweise angenommen, dass das Vertrauen mit der Intensität der gezeigten Liebe und der gegenseitigen Abhängigkeit korreliert. Aber dem ist nicht so: Holmes hat schon im Jahr 1987 nachgewiesen, dass das Vertrauen sogar negativ mit beiden dieser Variablen korreliert.

Es korreliert dagegen positiv mit dem Wunsch nach einer relativen Autonomie in der Beziehung.

Mit anderen Worten: Menschen, die den Motiven der Anderen misstrauen, haben oft eine unrealistisch enge Erwartungshaltung und provozieren erst recht die Reaktionen, die sie befürchten. (Holmes, Rempel, 1989, S. 190)

Welche Informationen über den Partner sind für Vertrauensbildung relevant?

Der Prozess der Vertrauensbildung kann als Prozess der Reduktion der Unsicherheit beschrieben werden.

Rempel, Holmes und Zanna (1985) schlagen vor, dass die Eigenschaften des Partners oder der Partnerin, die am meisten Relevanz für Vertrauensbildung haben, sind seine oder ihre Vorhersehbarkeit, Zuverlässigkeit und Bindung.
Allerdings können auch besonders tugendhafte Partner scheitern, das Vertrauen zu gewinnen. Das Entscheidende ist, dass der Partner oder die Partnerin nicht deswegen vertrauensvoll handelt, weil er oder sie nett ist, sondern weil die andere Person ihm oder ihr wichtig ist. Mit anderen Worten, wird der Fokus auf die Besonderheit dieser einen Verbindung gelegt.

Vertrauen in engen Beziehungen in der Verliebtheitsphase

Am Anfang einer Beziehung ist das Vertrauen nicht viel mehr als ein Ausdruck der Hoffnung.

Larzelere und Huston (1980) berichten, dass das Vertrauen in der Anfangsphase einer Beziehung stark mit dem Gefühl der Verliebtheit korreliert, welches das Paar erlebt.

Die Hypothese lautet deswegen, dass das Vertrauen dann wächst, wenn die Person sich mit eigenen Zweifeln und Sorgen wegen der wachsenden emotionalen Abhängigkeit auseinandersetzt und damit zurechtkommt.  

Mit der weiteren Entwicklung der Beziehung nehmen Paare wahr, dass sie desto mehr verlieren können, je mehr sie in die Beziehung investieren. Sie versuchen ihre Unsicherheit dadurch zu reduzieren, dass sie das Verhalten des Partners oder der Partnerin beobachten und beurteilen.

Das Gefühl der Sicherheit in einer Beziehung

Kelley und Thibaut (1978) definieren die Bildung des Vertrauens als den Austausch von Botschaften, die die Unsicherheit reduzieren und die Sicherheit darüber erhöhen, dass die Beziehung fortdauern wird. Das Vertrauen in Partner/in erhöht sich dann, wenn er oder sie bereit ist einige seiner oder ihrer Interessen zugunsten des oder der Anderen zurückzustellen.

Auf diese Weise wächst das Vertrauen in einer Aufwärtsspirale, geankert in der Wahrnehmung von Gleichgewicht in der gegenseitigen Anerkennung.

Die Angst vor Zurückweisung ist hier das Gegengewicht zu der wachsenden Hoffnung. Die Sehnsucht nach Anerkennung wechselt sich mit der vorübergehenden Erleichterung und dem Sicherheitsgefühl ab. Diese spiralförmige Entwicklung nährt die Leidenschaft.

Besonders wichtig für die Entwicklung einer Beziehung ist es, dass beide eine gleich starke Abhängigkeit entwickeln:

Nicht vollständig erwiderte Liebe ist wahrscheinlich die genaueste Vorhersage für gescheiterte Beziehungen.

Menschen, die der Liebe ihrer Partner nicht sicher waren, berichteten, dass sie ebenfalls nicht sicher ihrer Liebe sind, obwohl sie zugaben, dass die Abhängigkeit von dem Partner groß war.

Andererseits, gingen die Äußerungen der Liebe bei erfolgreichen Paaren Hand in Hand mit dem Gefühl der Sicherheit einher. Die gleiche emotionale Investition scheint das Mittel zu sein sich gegen das Risiko zu versichern.

Im Anfangsstadium einer Beziehung korreliert das Gefühl des fairen Austausches mit der Zufriedenheit mit der Beziehung stark.

In späteren Stadien der langfristigen stabilen Beziehungen investieren Partner in die Beziehung gerne auch dann, wenn das Investment nicht gleich ist. Sie erwarten dabei nicht etwas Gleichwertiges zurück zu erhalten.

Zusammenzufassend, reflektiert das Gefühl des Vertrauens am Anfang einer Beziehung die Zuversicht der Partner, dass beide das Gleiche empfinden.

Fortgeschrittene Beziehungen

Mit dem Fortschreiten einer Beziehung lernen Menschen, dass ihre Interessen und Vorlieben manchmal auseinanderliegen. Interessenskonflikte entstehen nicht nur auf der Verhaltensebene, sondern sogar öfter auf der Ebene der Lebenseinstellungen und Überzeugungen.  Es wird, zum Beispiel, nicht so sehr darum gestritten, welcher Film angeschaltet wird, sondern vielmehr darum, welche Werte dieser Film vertritt.

Während negative Aspekte in den Fokus rücken, werden die Kosten von der weiteren Investition in die Beziehung erneut berechnet. Die Paare wiegen die Kosten von Kompromissen gegen die vermutete Zieleerreichung in der Beziehung. Es wird die Frage gestellt, ob man in der „richtigen“ Beziehung ist.

Die Entscheidung, mit der Beziehung fortzufahren, hängt also von der subjektiven Zukunftseinschätzung eines jeden einzelnen ab.

In dieser Zeit beginnt das Vertrauen in engen Beziehungen sich von der Liebe abzukoppeln. Dion und Dion (1976) haben herausgefunden, dass es nur eine sehr schwache Korrelation zwischen der Liebe und dem Vertrauen in dieser Phase einer Beziehung besteht.

Welche Qualitäten sind für die Bildung des Vertrauens in einer fortgeschrittenen Beziehung relevant?

Wenn Menschen Bedenken über eigene Verletzlichkeit und Abhängigkeit zum Ausdruck bringen, dann sind die Empathie und die Verantwortung die entscheidenden Qualitäten des Partners oder der Partnerin, die das Vertrauen in ihn oder sie, sowie in die Zukunft der Beziehung stärken. Zusätzlich, die Kosten, die der Partner oder die Partnerin auf sich nimmt, um dem oder der Anderen Kompromissbereitschaft zu zeigen, sind relevant.

Wenn das Paar es schafft, die Anpassungen an ihr Lebensstyle und ihre Bedürfnisse vorzunehmen, wird es sehr wahrscheinlich das Gefühl entwickeln eine sehr spezielle Beziehung zu erschaffen.

Das Paradox ist es nämlich, dass man zuerst das Vertrauen schenken muss, auch wenn dies das Risiko bedeutet, um eine vertrauensvolle Beziehung zu erschaffen.

Drei Arten von Verantwortung  

Nicht jede Art von Verantwortung ist dafür geeignet das Vertrauen zu wecken und zu steigern. Besonders wichtig scheint die Motivation des Partners oder der Partnerin zu sein, warum er oder sie sich für diese Beziehung entscheidet. Diese Motivation bedient sich bestimmter Ressourcen, die Menschen erhoffen in ihrer Beziehung zu finden. Rempel, Holmes und Zanny (1985) unterscheiden zwischen drei Arten von Ressourcen.

  • Extrinsische Ressourcen, solche wie Geld und Status.
  • Instrumentale Ressourcen, solche wie das Äußere, das Intellekt, die soziale Kompetenz, aber auch die Unterstützung, die Freundschaft und die Anerkennung.

Der allgemein als unangenehm empfundener Gedanke ist, dass der Partner oder die Partnerin in die Beziehung investieren könnte, weil er oder sie sich aus dieser Beziehung gewisse Vorteile verspricht.

  • Die Motivation des Partners oder der Partnerin, die am meisten der Bildung von Vertrauen beiträgt, ist daher die Intrinsische Motivation.

Intrinsische Motivation formt den Begriff der „wahren Liebe“ in unserer Kultur und bedeutet, dass die Liebe von sich aus schon belohnend ist. Man kümmert sich um den Anderen ohne sichtbaren bzw. wahrnehmbaren Grund, sondern weil man einfach das Bedürfnis verspürt dies zu tun.

Rempel, Holmes und Zanna (1985) haben in einer Studie herausgefunden, dass das Vertrauen stark mit dem Glauben der Partner korreliert, dass das Gegenüber von der intrinsischen Motivation geleitet ist (r=.52). Jedoch nicht von der instrumentalen Motivation (r=.17) und schon gar nicht von der extrinsischen Motivation (r=-.03).

Allerdings haben Menschen meist instrumentale Gründe genannt, wenn es darum ging zu erklären, warum ihr Partner oder ihre Partnerin ihnen vertraut (r=0,41). Die höchste Bedeutung wurde solchen Qualitäten wie die Unterstützung und die Anerkennung geschenkt.

Im Unterschied zum Vertrauen, wurden die Liebe und die Zufriedenheit mit instrumentalen Motiven assoziiert (r=.52). (Holmes, Rempel, 1989, S. 203)

Quelle: https://www.researchgate.net/publication/232565690_Trust_in_Close_Relationships

Vertrauen in engen Beziehungen. Eine Frau und ein Mann im Alter von ca. 50 Jahren umarmen sich und sehen glücklich aus.

Lies mehr über Vertrauen in engen Beziehungn im Artikel “Seitensprung und Vertrauensbruch in Beziehungen”: https://swetlanascoaching.com/seitensprung-und-vertrauensbruch-in-beziehungen/

Vertrauen in Beziehungen testen

Vertrauen testen in einer Beziehung, damit Du weißt, woran Du bist. Frau und Mann stehen zusammen, glücklich, lächeln sich an.

Wenn Du viele negativen Beziehungen hinter Dir hattest, kannst Du möglicherweise nicht ohne Weiteres Deinem Partner vertrauen. Das ist völlig in Ordnung und Du bist nicht allein mit Deinem Problem. Das Vertrauen in Beziehungen kannst Du leicht testen, indem Du Deinen neuen Partner oder Deine neue Partnerin ab und zu spielerisch auf die Probe stellst.

Die Studie von Rempel, Holmes und Zanna (1985) belegt, dass der Vertrauensvorschuss zwischen den Partnern zwar eine notwenige Voraussetzung für eine erfüllte Beziehung ist, aber sehr wohl Risiken bergen kann. Wenn Du in Deinen vergangenen Beziehungen betrogen wurdest, bist Du ein „gebranntes Kind“ und bist vorsichtig, wenn es um den Vertrauensvorschuss geht. Das kann ich gut verstehen.


Lies über Seitensprung und Vertrauensbruch im Artikel “Seitensprung und Vertrauensbruch in Beziehungen”


Woher erfährst Du insbesondere am Anfang einer Beziehung, dass Dein Partner oder Deine Partnerin zu Dir steht und nicht aus Bequemlichkeit oder einem anderen falschen Grund bei Dir ist?

Indem Du ihn oder sie testest!

Mit folgenden Tipps kannst Du Vertrauen in Beziehungen testen

Sag hin und wieder Nein zu etwas, was ihm oder ihr mittelwichtig ist.

Wenn er oder sie Deine Meinung nicht respektiert, sich komisch verhält und sogar laut wird, weißt Du, dass er oder sie nicht bereit ist, Deine Perspektive zu sehen. Das ist ein Zeichen dafür, dass es ihm oder ihr Respekt Dir gegenüber fehlt. Es wäre auf jeden Fall viel zu früh diesem Menschen Dein volles Vertrauen zu schenken.

Bitte ihn oder sie hin und wieder in Eure Beziehung zu „investieren“.

Die Investition kann materiell, immateriell, oder beides sein. Wenn er oder sie nicht bereit ist das zu tun, weißt Du ebenfalls, woran Du bist. Der Vertrauensvorschuss wäre in diesem Fall viel zu früh. Bremse Dich selbst ab, investiere weder zu viele Gefühle noch viel Zeit in diese Person.  

Schätze Deine Zeit.

Man braucht keine Jahre um zu verstehen, ob man eine Beziehung als solche und eine Beziehung speziell mit Dir haben möchte. Deine Zeit ist limitiert und Du solltest sie in niemanden investieren, der diese Zeit nicht schätzt.

Nach spätestens 2 Wochen nach dem Kennenlernen solltest Du wissen, ob er oder sie eine Beziehung generell haben möchte. Nach spätestens 3 Monaten solltest Du wissen, ob er oder sie eine Beziehung mit Dir haben möchte.

Die Antworten auf solche grundlegenden Fragen wie, zum Beispiel, Kinder – ja oder nein, Wohnort – Stadt oder Land, wissen Menschen lange bevor sie sich kennenlernen. Das gehört zum persönlichen Lebensentwurf dazu.

Suche Dir also einen Menschen, der einen ähnlichen Lebensentwurf hat wie Du.  

Mehr über die Untreue in Beziehungen und darüber, wie Du das Vertrauen in Deiner Beziehung aufbaust, findest Du in folgenden Artikeln.

Vertrauen in einer Beziehung aufbauen

Im Artikel “Seitensprung und Vertrauensbruch in Beziehungen” schreibe ich über Untreue, Seitensprung und Vertrauensbruch in Beziehungen und wie wichtig es ist, Vertrauen in einer Beziehung aufzubauen.

Im vorliegenden Artikel geht es um die Prävention von Untreue. Mit anderen Worten geht es hier darum, wie Du ein dauerhaftes Vertrauen in Deiner Beziehung aufbauen kannst.

Prävention von Untreue in Beziehungen

Vertrauen in einer Beziehung aufzubauen ist möglich, wenn man bewusst einige Regel beachtet. Ein glückliches Paar auf dem Hintergrund des Meeres. Mann und Frau umarmen sich und lächeln sich an.

Um Vertrauen in einer Beziehung aufzubauen, ist es für das Paar wichtig sowohl die Gesamtbeziehung zu unterstützen als auch die Bedürfnisse jeden Einzelnen.

Mit folgenden Tipps baust Du Vertrauen in Deiner Beziehung auf

Wissenschaftler Campbell und Stanton betonen in ihrer Studie, dass das Vertrauen auf zwei Grundpfeilern beruht. Einerseits, das Vertrauen in die Beziehung als solche. Und andererseits das Vertrauen in die Person an Deiner Seite.

Gewöhne Dir die Verhaltensweisen, die die Beziehung als solche unterstützen. Stelle Deine Beziehung niemals in Frage

In einem Streit sagen wir manchmal Sachen, die besser nie gesagt werden sollten. Man kann sich dafür entschuldigen, aber man kann das nicht ungeschehen machen.

Konkrete Tipps, die Du Dich am besten in einem Streit verhältst, findest Du im Artikel “Wie verhältst Du Dich in einem Streit?”

Unabhängig davon, wie der Streit verläuft, mach jedoch niemals diesen Kardinalfehler:

Stell Deine Beziehung niemals in Frage. Fängst Du einmal damit an, wird es schwer, die Beziehung wieder stabil und sicher zu machen. Du gibst damit Deinem Partner oder Deiner Partnerin das Gefühl der Unsicherheit und öffnest unbewusst die Türe für die Untreue

Sprich immer positiv von Deinem Partner oder Deiner Partnerin, auch in seine oder ihre Abwesenheit

Wir alle wollen in unserer Beziehung sicher und gut aufgehoben fühlen. Das kann man nur dann, wenn man weiß, dass der Partner oder die Partnerin einem immer den Rücken hält.

Das heißt, unabhängig davon was passiert ist, sprich niemals schlecht von Deinem Partner oder Deiner Partnerin. Insbesondere nicht in seiner oder ihrer Abwesenheit. Die Untreue beginnt nicht etwa im Bett mit jemand anderem. Die Untreue beginnt damit, dass man anfängt über den Partner oder die Partnerin hinter dem Rücken zu lästern.

Sprich über Deine Gefühle aus der Ich-Perspektive

Niemand von uns kann Gedanken lesen. Also liegt es an Dir mitzuteilen, was Du Dir wünschst und was Dir Freude bereiten würde. Sag das Deinem Partner oder Deiner Partnerin aus der Ich-Perspektive.

Es muss ihm oder ihr klar sein, dass es Dein persönlicher Wunsch ist. Sei nicht unverbindlich, sondern bekenne Dich zu Deinen Wünschen. Zum Beispiel: Nicht “Man schenkt Frauen Blumen am Valentinstag”. Sondern “Ich würde mich freuen, von Dir die Blumen zum Valentinstag zu erhalten, auch wenn ich weiß, dass Du diesen Tag nicht ernst nimmst. Es geht nicht um diesen Tag, sondern um meine und deine Gefühle.

Denke allerdings daran, dass dies eine Bitte ist. Das bedeutet, dass Dein Partner oder Deine Partnerin das Recht hat, die Bitte evtl. nicht zu erfüllen. Wenn das der Fall ist, liegt es an Dir das zu akzeptieren. Du kannst niemanden zu etwas zwingen. Die Fähigkeit jedoch Deinem Partner oder Deiner Partnerin eine Wahlfreiheit zu überlassen, zeigt Dich in einem positiven Licht und hebt Dich wesentlich von der Menge anderer Frauen und Männer ab.

Achte auf Dein Wohlbefinden

Menschen, die eine entspannte Körpersprache zeigen, vermitteln dem Partner oder der Partnerin ebenfalls das Gefühl der Entspannung und der Leichtigkeit. Deswegen achte auf Deine Bedürfnisse. Und warte nicht darauf, dass es Deiner besseren Hälfte auffällt, dass Du etwas brauchst. Mach stattdessen selbst Dein Leben so angenehm wie Du es möchtest. Niemand trägt die Verantwortung für Dein Glück außer Du selbst.

Zeige Liebe und Fürsorge

Kleine Aufmerksamkeiten zwischendurch zeigen dem Partner oder der Partnerin, dass Du an ihn oder sie denkst. Mache Dir zur Gewohnheit zumindest täglich einmal Deine Liebe und Fürsorge zum Ausdruck zu bringen.

Sei offen: Zeige mehr von Deiner wahren Persönlichkeit

Gerade am Anfang einer Beziehung neigen wir dazu uns von einer besten Seite zu zeigen. Das Dumme daran ist, dass die beste Seite aus Deiner Perspektive nicht unbedingt die beste Seite aus der Perspektive Deines Partners oder Deiner Partnerin ist. Verstelle Dich also nicht, zeige das, was Dich ausmacht.

Zum Beispiel, eine Kundin von mir liebt Tiere. Und Tiere nehmen einen großen Platz in ihrem Leben ein. Wenn man mit ihr aber spricht, kommt man selten auf das Thema. Es sei denn, man spricht es rein zufällig an. Der Grund dafür ist: sie glaubt, dass das Thema Tiere für andere langweilig ist. Dem ist es aber nicht so.

Sprich also ruhig mehr von Deinen Interessen. Denn vielleicht werden gerade die gemeinsamen Interessen Euch als Paar zusammenschweißen.

Wenn Du möchtest, dass Dein Partner oder Deine Partnerin Dich so liebt wie Du bist, sei bereit Dich so zu zeigen, wie Du bist, wenn Du allein wärst.  

Zeige einen großartigen Sinn für Humor

Es gibt nichts, was so sehr verbindet, wie das gemeinsame Lachen. Wenn Du und Dein Partner oder Deine Partnerin den gleichen Humor hast, wächst das Vertrauen in Eurer Beziehung ganz automatisch.

Erfahre mehr über Vertrauen in Artikeln “Untreue in Beziehungen” und “Vertrauen testen”.

Seitensprung und Vertrauensbruch in Beziehungen

Seitensprung stellt für die meisten Paare einen enormen Vertrauensbruch dar, den man nicht ohne Weiteres reparieren kann.

Die Grundlagen des Vertrauens in Beziehungen
Vertrauen ist notwendig in einer Beziehung. Seitensprung und Vertrauensbruch können eine Beziehung irreparabel beschädigen. Mann und Frau umarmen sich, Berge sind im Hintergrund zu sehen.

Wissenschaftler Rempel, Holmes und Zanna (1985) beschäftigten sich mit dem Thema Vertrauen in engen Beziehungen. Sie gehen in ihrem Modell davon aus, dass das Vertrauen in drei Komponente zerlegt werden kann.  

Laut der wissenschaftlichen Studie sind diese Komponente die Vorhersehbarkeit („predictability“), Verlässlichkeit („dependability“) und der Glaube an den Anderen („faith“). Aus der Studie folgt, dass diese Kompenente in ihrer Kombination Menschen dazu bringen, dem Partner einen enormen Vertrauensvorschuss zu gewähren.

Als Vertrauensvorschuss (“leap of faith”) definieren die Wissenschaftler daher den Glauben daran, dass der Partner oder die Partnerin sich auch in der Zukunft liebevoll verhalten wird. Genau der Glaube gibt uns in einer Beziehung die emotionale Sicherheit.[4]

Folge zur Studie von Rempel, Holmes und Zanna (1985) unter:

Wechselwirkung zwischen dem Vertrauen und der Bindung in einer romantischen Beziehung

Die Wissenschaftler Lorne Campbell und Sarah CE Stanton[5] haben die Forschung über das Vertrauen zusammengefasst. Dieses gesammeltes Wissen haben sie in ihrem Artikel „Adult attachment and trust in romantic relationships“ (2019) veröffentlicht.

In ihrer Studie betonen die Wissenschaftler die gegenseitige Wechselwirkung von der Bindung in einer romantischen Beziehung und dem Vertrauen.

Diese gegenseitige Wechselwirkung hat daher das Potenzial beiden Partnern entweder das Gefühl der Sicherheit zu geben oder der Unsicherheit innerhalb der Beziehung beizutragen.

Zum Beispiel, kann eine Verbesserung des Vertrauens zwischen Partnern zur Verbesserung der Bindung und der Intimität zwischen ihnen beitragen. Und die Verbesserung der Bindung (durch Fürsorge, Aufmerksamkeit, Intimität) im Gegenzug kann zum Vertrauen führen.

Schlussfolgernd fließen die Änderungen in der Bindung und dem Vertrauen in einander über.

Sie beeinflussen somit die Qualität, die Konfliktresistenz und letztendlich den Erfolg von Beziehungen.

Vertrauensbruch durch Seitensprung als Indikator einer Fehlinvestition in eine Beziehung

Wenn das Vertrauen und die Bindung eine Beziehung erst möglich machen, macht der Vertrauensvorschuss einen Sinn. Er stellt also eine soziale Investition dar. Der Vertrauensvorschuss bringt die Hoffnung beider Partner zum Ausdruck, dass ihre Beziehung in der Zukunft bestehen wird.

Die Konsequenzen von Vertrauensvorschuss sind jedoch weitreichend:

Denn beide Partner erklären sich bereit einen sehr großen Teil ihres Lebens miteinander zu teilen. Dazu gehören Ihr physisches und psychisches Wohlbefinden, ihre Kinder, ihre Träume und Pläne für die Zukunft, ihr Hab und Gut,  Immobilien, Finanzen, Rente, sowie die Intention bei Krankheiten und finanziellen Sorgen einander zu unterstützen.

Daher bedeutet der Vertrauensvorschuss auch ein extremes Risiko, falls das Vertrauen gebrochen wird.

Es geht also bei einem Seitensprung um viel mehr als nur sexueller Beziehung zu einer anderen Person. Der Vertrauensbruch durch Seitensprung in einer Liebesbeziehung stellt für den oder die betrogene Person einen Indikator dar, dass er oder sie möglicherweise eine jahrelange soziale Fehlinvestition getätigt hatte.

Lies weitere Artikel zum Thema Vertrauensbruch und Seitensprung, Untreue in den Beziehungen, wie Du Vertrauen aufbauen und Vertrauen testen kannst.

Wann lohnt es sich zum Coaching zu gehen?

Frau steht auf der Leiter und schreibt mögliche Probleme auf, die im Coaching behandelt werden können.

Das Coaching wird immer populärer, aber was bedeutet das Coaching genau? 

Ist das dasselbe wie eine Therapie oder gibt es Unterschiede? Und wenn ja, dann welche? 

Bei welchen Problemen kann es hilfreich sein zu einem Coach zu gehen?

Wie suchst Du für Dich einen Coach aus, dem Du vertrauen kannst? 

Du bist überzeugt, dass das Coaching Dir helfen wird und Du hast einen Coach für Dich gefunden, aber sein oder ihr Preis ist Dir viel zu hoch. Wenn Du in einer solchen Situation bist, welche Möglichkeiten kannst Du in Erwägung ziehen?  

Folgende Infographic wird Dir helfen die Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden. 

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen! 

Wenn Du dennoch weitere Fragen hast, kontaktiere mich gerne via
Email: swetlana@swetlanascoaching.com

Wenn Du bereit bist, eine Online-Session kostenlos auszuprobieren, buche sie gleich bequem auf meinem Kalender: www.calendly.com/swetlana-reder

Informiere Dich über mich, meinen Hintergrund und darüber, was Du von der Zusammenarbeit mit mir ewarten kannst.

Mein Ziel ist das Wissen, welches ich mir im Laufe meiner eigenen persönlichen Entwicklung angeeignet habe, weiterzugeben.

Vor allem aber will ich Dir helfen, endlich Deine Probleme, mit denen auch ich im Laufe meines Lebens konfrontert wurde, zu bewältigen.

Trennungen verhindern mit der einfachen Regel

Mit dieser Beziehungsregel kannst Du Trennungen verhindern.

Mann und Frau diskutieren, vielleicht streiten.

In den letzten Newslettern habe ich Frauen und Männer aufgerufen mir ihre Fragen zu stellen und ihre Gedanken über Beziehungen austauschen.
Vielen Dank für Eure Zuschriften!

Ein besonders schmerzliches Thema ist das Thema Trennungen. Woran liegt es, wenn Menschen sich trennen? Wer trägt die Schuld? Und das wichtigste: Wie können wir Trennungen verhindern?

Folgende Konversation entstand zum Thema Trennungen. Mit Erlaubnis veröffentliche ich sie mit der Hoffnung, dass andere Leserinnern und Leser vielleicht etwas daraus mitnehmen können, um ihre Beziehungen liebevoller zu gestalten und Trennungen zu verhindern.


Der Brief der Leserin

Liebe Swetlana,
[…] Mein Kommunikationsstil hat wahrscheinlich zu meiner “gescheiterten” Ehe beigetragen – oder vielleicht sollte ich die Inkompatibilität unserer Kommunikationsstile sagen. (Es war eine 16-jährige Beziehung, aus der meine 2 Kinder hervorgingen.) Ich neige dazu, unkompliziert zu sein, denke schnell und bin entschlossen. Ich bin konfrontativ, was bedeutet, dass ich, wenn ich das Gefühl habe, dass es ein Problem gibt, es sofort ansprechen und darüber diskutieren möchte. Mein Ex denkt gerne über Entscheidungen nach. Er neigt dazu, in Diskussionen ein bisschen tangential zu sein – man sollte in der Lage sein, zwischen den Zeilen zu lesen. Und er ist absolut nicht konfrontativ. Im Nachhinein verstehe ich, dass er sich fast angegriffen gefühlt haben muss, wenn ich ihn konfrontierte und gleich sofort über etwas sprechen wollte. Meine Intention war jedoch nur ein Problem zu lösen. Er brauchte auch mehr Zeit für die Bearbeitung – und ich dachte, er vermeide nur Diskussionen. Ich denke, in diesem Fall war keiner falsch, nur anders.


Kommunikationsstil – Grund für Trennungen?

Liebe Katrin (Name geändert)
Vielen Dank für Deine Offenheit. Deine Geschichte ist ein typische Geschichte von Missverständnissen zwischen zwei liebenden Menschen.

Das tut mir wirklich leid.

Ich glaube nicht, dass Ihr beide “inkompatibel” wart. Wirklich – denkst Du, zwei Menschen mit Deinem Charakter wären kompatibler gewesen? Gemeint sind zwei unkomplizierte konfrontative Personen, die ihre Probleme sofort lösen möchten? Wenn Du mich fragst, würde es einen Krieg bedeuten! 😊

Oder zwei Personen wie Dein Ex-Mann: Diese würden eine Entscheidung überhaupt nie treffen können! 😊

Nein, Ihr habt sehr gut zusammengepasst. Und 16 Jahre Beziehung sind ein Beweis dafür. Wenn die Beziehung 16 Jahre gedauert hatte, so schlecht konnte sie nicht gewesen sein.

Warum Menschen schlecht über die Ex-Beziehungen denken?

Weißt du, ich habe in München Kulturwissenschaften studiert. Und ich werde nie eine Geschichte vergessen, die uns unser Professor einmal über das kollektive Gedächtnis von Menschen erzählt hat.

Es ging um Bulgarien. Am 3. März feiern Bulgaren ihren Nationalen Tag der Freiheit. Am 3. März 1878 unterzeichneten Russland und das Osmanische Reich in San Stefano bei Istanbul einen Vorfriedensvertrag, der als Grundlage für die Neugründung des bulgarischen Staates diente.

Eine bekannte Tatsache ist, dass die Besetzung mehr als 500 Jahre dauerte. All diese Jahre blieben im kollektiven Gedächtnis der bulgarischen Bevölkerung wie… na ja…. Besetzung, was bedeutete: schlechtes Leben, keine Möglichkeit, eigene Religion zu praktizieren, hohe Abgaben, usw.

In Wahrheit brachten die Osmanen Bulgarien neues Wissen und neuen Lebensstyle, neue Erfindungen, eine Vielzahl neuer Lebensmittel, einen höheren Standard von Medizin, Kultur und eine viel bessere wirtschaftliche Lage. Erst in den letzten Jahrzehnten haben sie den Fehler gemacht, sich wie Besatzer zu verhalten und das bulgarische Volk zu unterdrücken, ihre Religion zu verbieten, Steuern zu erhöhen usw. Nur in den letzten Jahrzehnten …

Und sobald sie es taten, begannen Menschen, Widerstand zu leisten, und bald gelang es ihnen, ihre Freiheit wiederzuerlangen.

“Wenn die Besetzung so lange dauerte“, sagte unser Professor, “können Sie sicher sein, dass es nicht so schlimm war, wie die Überlieferung erzählt. Die Menschen tolerieren viel, aber nur für kurze Zeit. Sobald sie einen Grund haben, Widerstand zu leisten, werden sie es tun. In den ganzen 500 Jahren profitierten die Bulgaren von der Besetzung durch die Osmanen, deshalb tolerierten sie dies. Aber die letzten Jahre waren schlecht und das kollektive Gedächtnis der Menschen spiegelt nur diese letzten Ereignisse wider – nicht die ganze Zeit. “

Woran erinnern wir uns wirklich, wenn wir an unsere Trennung denken?
Ein Paar sitzt auf der Bank und sieht sich nicht an. Streit?

Nach meiner eigenen Trennung begann ich Psychologie zu studieren. Ich musste einfach verstehen, wie es passieren konnte, dass unsere Liebe, die wir beide als so selten wie einmal in tausend Jahren betrachteten, plötzlich zu einem Schmerz wurde? Er sagte schreckliche Dinge zu mir, unter allen, dass 10 Jahre mit mir verlorene Jahre waren. Kann es wirklich möglich sein? Alle 10 Jahre?

Nein! Sagen die Forscher! 😊

Die Wissenschaftler, die menschliches Gehirn untersuchen, haben herausgefunden, dass wir uns nicht gerade detailiert an Ereignisse erinnern. Wir erinnern uns nur daran, was wir zuletzt über diese Ereignisse gedacht haben.

Denk einmal darüber nach:

Wir erinnern uns nur an unsere eigenen Gedanken über Ereignisse, die wir zuletzt gedacht haben. Nicht an Ereignisse selbst.

Wenn Deine Beziehung beendet wurde, hattest Du wahrscheinlich schlechte Gedanken darüber. Du musstest Dir erklären, warum das passiert ist. Diese negativen Gedanken haben einen guten Zweck: womöglich haben sie Dir geholfen, den Liebeskummer zu überwinden. Aber gleichzeitig haben sie schlechte Erinnerungen an Deine Beziehung im Ganzen erschaffen – in allen 16 Jahren.

Ich hoffe, ich könnte erklären, warum Menschen (fast) immer schlecht über ihre früheren Beziehungen denken – nicht, weil die ganze Zeit zusammen schlecht war, sondern weil die letzte Zeit zusammen schlecht war und diese Zeit in Erinnerung blieb.

Misstrauen – der wahre Trennungsgrund

Auch lies: “Warum ist das Vertrauen eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Leben?”

Also, was ist der wahre Grund für meine Trennung und höchstwahrscheinlich auch für Deine?

Es war keine „Inkompatibilität“. Du hast den wahren Grund in Deiner Nachricht sogar erwähnt, als Du über Intentionen sprachst.

Menschen kommen zusammen und haben unterschiedliche Vorstellungen, unterschiedliche Glaubensätze darüber, wie eine Beziehung zu sein hat, oder?

Und zu Beginn der Beziehung tolerieren wir unterschiedliche Glaubensätze. Warum? Weil wir nicht einmal davon ausgehen, dass unser Partner schlechte Intention in Bezug auf uns haben kann.  

Probleme entstehen, wenn wir anfangen der guten Intention unseres Partners misstrauen:

Wenn er oder sie müde ist, vermuten wir mangelndes Interesse, wenn er oder sie versucht, ein Problem herauszufinden, wir vermuten Aggression, wenn er oder sie versucht, Zeit in ein eigenes professionelles Projekt zu investieren, wir vermuten die Absicht uns zu verlassen, usw. .

Wie geht es anders?

Wenn ich etwas in all den Jahren gelernt habe, dann Folgendes:

Regel Nr. 1 für eine glückliche und erfolgreiche Beziehung: Die Intention zählt!

Die Intention zählt!

Mann und Frau sind glücklich, lächeln einander an, halten Hände.

Ich würde mich freuen, wenn diese Botschaft Dir hilft Deine neue Beziehung zu erhalten. Gib diese Botschaft an Deine Freundinnen und Freunde weiter, an alle Frauen und Männer, die eine liebevolle Beziehung ein Leben lang behalten wollen.

Trennungen sind kein Schicksal, das uns aus irgendeinem unerklärlichen Grund passiert. Wir können sie verhindern. Und wir können lernen fürsorglicher und liebevoller mit einander umgehen zu können.

Liebe Grüße,

Swetlana

Mann und Frau umarmen sich innig und sind glücklich zusammen.

Gibt es heutzutage besonders viele Narzissten?

Narzisst, Betrüger

Das Thema Narzissmus in so sehr in Medien und wohl auch in Köpfen der Menschen präsent, dass viele das Gefühl haben, dass es heutzutage besonders viele Narzissten gibt.
Ist das so? Oder sind die Medien für den Eindruck verantwortlich?

Es gibt in der Gesellschaft 4% Menschen, die NPS haben.

Wenn wir das Gefühl haben, dass es viele Narzissten in unserer Gesellschaft gibt, dann ist es Medien zu verdanken.

Oft fragen mich meine Kundinnen, ob ihr Ex-Partner womöglich ein Narzisst sei. „Ich kenne den nicht, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, dass er es ist und das ist auch nicht die Frage, die wir behandeln werden. Die Frage ist: Was kannst Du Konkretes tun, damit es Dir besser geht?“, – sage ich dann.

Die meisten Trennungen sind schmerzlich. Es wird einem nicht besser gehen, wenn man sich selbst einredet, Opfer von Narzissmus geworden zu sein. Na ja: kurzfristig vielleicht schon, denn die Schuldfrage wäre dann ja geklärt und man müsste nicht mehr nachdenken, was man selbst in der Beziehung falsch gemacht hat. Man ist ja nur ein Opfer… Nur langfristig hilft das nicht, denn dieselben Fehler werden immer und immer wieder gemacht – mit anderen Partnern. Und das erklärt auch das Phänomen, warum s.g. „Opfer“ immer wieder auf s.g. „Narzissten“ treffen. Es liegt nämlich an ihnen selbst.

Und womit soll dieses Opfer besser sein als der Täter, wenn es Hass- und Rachegefühle hat und diese öffentlich auslebt? Ich frage mich wirklich, wie viele Menschen mit NPS sich als Opfer öffentlich darstellen…

Das “hartnäckige” Schubladendenken der Menschen

Was erschreckend ist, dass Menschen in die Schubladen gesteckt werden:  „Menschen SIND dies oder jenes“.
Was gern vergessen wird, ist, dass Menschen sich entwickeln – und sie tun das tatsächlich sehr gern. Oder glaubt jemand hier, dass er oder sie eine durch und durch negative Persönlichkeit HAT und sich niemals ändern kann? 😊

Immer wieder muss ich an die Assoziation mit der Hexenjagd im Mittelalter und der frühen Neuzeit denken.[1]
Auch die Hexen und die Hexer WAREN etwas. Auch gab es viele „Opfer“, die die s.g. „Hexen“ und „Hexer“ öffentlich beschuldigt und bestrafft haben. Auch gab es Menschen, die versucht haben, das Phänomen zu verstehen. Bis es so weit war, mussten Tausende von Menschen auf den Scheiterhaufen sterben.

Schauplatz in Verona, auf dem die Hexen und Hexer zur Schau gestellt wurden
Verona, Schauplatz
Negative Gefühle sind normal… für eine kurze Zeit

Ich kann die Gefühle der „Opfer“ gut nachvollziehen. Auch mich erfüllte Schmerz und Hass, als ich verstand, wie sehr ich manipuliert wurde.

Der Hass tat mir aber nicht gut. Ich habe mal einen Spruch gehört, dass der Hass wie der Ratengift sei, den man trinkt und hofft, dass die Rate stirbt. Genau so ging es mir damals.

Ich musste mich gegen dieses hässliche Gefühl wehren. Ich sah, dass es mich und meine Gesundheit ruiniert. Ich musste lernen eigene Gedanken zu ordnen und diese zu kontrollieren – weg von „Ich bin ein armes Opfer – es geht mir schlecht“ hin zu „Was habe ich dagegen getan? Warum war es überhaupt möglich? Wie kann ich mich in der Zukunft dagegen schützen? Und wie kann ich eine liebevolle Person bleiben und trotzdem widerstandsfähig und nicht zerbrechlich sein?“ Und außerdem: „Wie kann ich diese Erfahrung nutzen, so dass etwas Ähnliches weder mir noch Menschen um mich herum wieder passieren kann?“

Glaubt mir: es ist eine harte Arbeit gewesen – mehrere Jahre lang – bis ich mein Selbstbewusstsein wieder zurückhatte und bis ich wusste, dass ich mit jedem/r – auch mit Menschen mit NPS – erfolgreich kommunizieren kann.

Mein Glück hängt nur von mir allein ab. Mein Selbstwert hängt allein davon ab, was ich von mir selbst denke. Ich genieße dieses Gefühl total und fühle mich mächtig: Wie eine Königin in meinem Königreich – in meiner inneren Welt.

Was wird einem Opfer wirklich helfen

Es wird „Opfern“ von Narzissmus nicht geholfen, wenn man sie bemitleidet und ihnen in allem Recht gibt.

Es wird ihnen nur geholfen, wenn man ihnen beibringt stark zu sein und ihren Selbstwert von nichts und niemanden abhängig zu machen.

Starke Persönlichkeiten können niemals Opfer von jemandem werden. Selbst wenn die Situation ungünstig ist, werden sie wissen, was ihnen guttut und auf der Basis dieses Wissens entsprechende Entscheidungen treffen.

Sie werden sich niemals aufopfern. Denn das ist genau, was die Opfer von Narzissten tun: Sie opfern sich selbst auf und machen es den manipulativen Persönlichkeiten all zu leicht sie auszunutzen. Dann wachen sie auf und fühlen sich in ihren Erwartungen betrogen. Das waren aber ihre Erwartungen, nicht die Erwartungen des Anderen.  

Die eigentliche Frage, die wir eingehen sollten, ist nicht „Warum gibt es heutzutage so viele Narzissten?“, sondern „Was kann ich für mein glückliches und erfülltes Leben tun?“

Unser Schicksal ist nicht etwas, was einfach über uns „einbricht“. Wir kreieren es tatsächlich durch unsere Denkweisen und Entscheidungen. Jeder – wirklich jeder – verdient es eine gute Meinung von sich selbst zu haben – Menschen, die jemals „Opfer“ waren und Menschen, die jemals „Täter“ waren – wir haben immer die Chance, unser Leben zu verändern und das Beste daraus zu machen.
Auf meinem Blog habe ich eine Geschichte von Jorge Bucay geteilt: „Der wahre Wert des Rings“. Ich liebe diese Geschichte und ich glaube, dass sie beiden Seiten etwas bringen kann.

Viel Spaß beim Lesen!

Frau findet Freiheit. Sie geht auf die Blumenwiese

[i] https://lexikon.stangl.eu/307/narzissmus/

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Inquisition

Über interne Referenz – “Der wahre Wert des Rings”

Jorge Bucay hat wunderbare Geschichten gesammelt und geschrieben – Geschichten, die zum Nachdenken bewegen. “Der wahre Wert des Rings” ist eine Metapher, die Dir helfen wird Deine interne Referenz aufzubauen.

Was ist denn eine interne Referenz und warum ist sie so wichtig?

Interne vs. externe Referenz

Interne vs. Externe Referenz ist die Quelle Deiner Meinung über Dich selbst. 

Es gibt Menschen, die die Bestätigung anderer Menschen brauchen, um zu wissen, dass sie in etwas richtig gut sind. Diese Menschen haben eine starke externe Referenz.

Menschen, die von sich aus wissen, was sie gut und was sie nicht gut können, haben eine starke interne Referenz.

Starke interne Referenz ist extrem wichtig, denn sie macht Dich frei von auferlegten Autoritäten, unabhängig von den Meinungen der Masse, selbstbewusst und sicher in Bezug auf eigene Entscheidungen.

Der Psychologe Viktor Emil Frankl (1905 – 1997), selbst der Überlebende von Holocaust, hat festgestellt, dass die Gefangenen mit einer starken internen Referenz in der Lage waren, ihre Selbstwirksamkeit, Selbstbestimmtheit und ihre Wahlmöglichkeiten aufrechtzuerhalten, obwohl ihr Leben in einem Konzentrationslager offensichtlich höchstgradig fremdbestimmt war. Als Folge hatten diese Gefangenen bessere Überlebenschancen als alle anderen.

Auch Krebspatienten, die trotz der Ankündigung des nahen Todes überlebt haben, erweisen eine starke Interne Referenz auf. Diese Interne Refrenz trieb sie an nach alternativen Heilungsmöglichkeiten zu suchen, anstatt passiv den Urteil der Experten zu akzeptieren.

In der Kommunikation mit schwierigen Menschen hilft Dir Deine starke interne Referenz Deine Meinung zu vertreten. Dadurch, dass Du entspannt und gelassen bleibt, findest Du bessere Argumente, zeigst Dich auf der Höhe der Situation und erreichst letztendlich Dein Verhandlungsziel leichter.

Mehr dazu lies in meinem Artikel “Achtsame Kommunikation”.

Die Metapher “Der wahre Wert des Rings” wird Dir helfen, Deine interne Referenz aufzubauen. Du bist wertvoll, und niemand kann darüber besser urteilen als Du selbst.

Geniesse die Geschichte und erzähle sie weiter.

Der wahre Wert des Rings

Auszug aus “Komm, ich erzähle dir eine Geschichte” von Jorge Bucay
Ein Mann stellt sich selbst stark vor. Er hat eine starke interne Referenz.

„Meister, ich bin gekommen, weil ich mich so wertlos fühle, dass ich überhaupt nichts mit mir anzufangen weiss. Man sagt, ich sei ein Nichtsnutz, was ich anstelle, mache ich falsch, ich sei ungeschickt und dumm dazu. Meister, wie kann ich ein besserer Mensch werden? Was kann ich tun, damit die Leute eine höhere Meinung von mir haben?“

Ohne ihn anzuschauen, sagte der Meister: „Es tut mir sehr leid, mein Junge, aber ich kann dir nicht helfen, weil ich zuerst mein eigenes Problem lösen muss. Vielleicht danach…“

Er machte eine Pause und fügte dann hinzu: „Wenn du zuerst mir helfen würdest, könnte ich meine Sachen schneller zu Ende bringen und mich im Anschluss eventuell deines Problems annehmen.“ 

„S…sehr gerne Meister“, stotterte der junge Mann und spürte, wie er wieder einmal zurückgesetzt und seine Bedürfnisse hintangestellt wurden.

„Also gut“, fuhr der Meister fort. Er zog einen Ring vom kleinen Finger seiner linken Hand, gab ihn dem Jungen und sagte: „Nimm das Pferd, das draussen bereitsteht, und reite zum Markt. Ich muss diesen Ring verkaufen, weil ich eine Schuld zu begleichen habe. Du musst unbedingt den bestmöglichen Preis dafür erzielen, und verkaufe ihn auf keinen Fall für weniger als ein Goldstück. Geh und kehre so rasch wie möglich mit dem Goldstück zurück.“

Der Junge nahm den Ring und machte sich auf den Weg. Kaum auf dem Markt angekommen, pries er ihn den Händlern an, die ihn mit einigem Interesse begutachteten, bis der Junge den verlangten Preis nannte. Als er das Goldstück ins Spiel brachte, lachten einige, die anderen wandten sich gleich ab, und nur ein einziger alter Mann war höflich genug, ihm zu erklären, dass ein Goldstück viel zu wertvoll sei, um es gegen einen Ring einzutauschen. Entgegenkommend bot ihm jemand ein Silberstück dazu an, dazu einen Kupferbecher, aber der Junge hatte die Anweisung, nicht weniger als ein Goldstück zu akzeptieren, und lehnte das Angebot ab.

Nachdem er das Schmuckstück jedem einzelnen Marktbesucher gezeigt hatte, der seinen Weg kreuzte – und das waren nicht weniger als hundert -, stieg er, von seinem Misserfolg niedergeschlagen, auf sein Pferd und kehrte zurück.

Wie sehr wünschte sich der Junge, ein Goldstück zu besitzen, um es dem Meister zu überreichen und ihn von seinen Sorgen zu befreien, damit der ihn mit Rat und Tat zur Seite stehen konnte.

Er betrat das Zimmer.

„Meister“, sagte er, „es tut mir leid. Das, worum du mich gebeten hast, kann ich unmöglich leisten. Vielleicht hätte ich zwei oder drei Silberstücke dafür bekommen können, aber es ist mir nicht gelungen, jemanden über den wahren Wert des Ringes hinwegzutäuschen.“

„Was du sagst, ist sehr wichtig, mein junger Freund“, antwortete der Meister mit einem Lächeln. „Wir müssen zuerst den wahren Wert des Rings in Erfahrung bringen. Steig wieder auf dein Pferd und reite zum Schmuckhändler. Wer könnte den Wert des Rings besser einschätzen als er? Sag ihm, dass du den Ring verkaufen möchtest, und frag ihn, wie viel er dir dafür gibt. Aber was immer er dir dafür bietet: Du verkaufst ihn nicht. Kehre mit dem Ring hierher zurück.“

Und erneut machte sich der Junge auf den Weg. Der Schmuckhändler untersuchte den Ring im Licht einer Öllampe, er besah ihn durch seine Lupe, wog ihn und sagte: „Mein Junge, richte dem Meister aus, wenn er jetzt gleich verkaufen will, kann ich ihm nicht mehr als achtundfünfzig Goldstücke für seinen Ring geben.“

„Achtundfünfzig Goldstücke?“ rief der Junge aus.

„Ja“, antwortete der Schmuckhändler. „Ich weiss, dass man mit etwas Geduld sicherlich bis zu siebzig Goldstücke dafür bekommen kann, aber wenn es ein Notverkauf ist…“

Aufgewühlt eilte der Junge in das Haus des Meisters zurück und erzählte ihm, was geschehen war.

„Setz dich“, sagte der Meister, nachdem er ihn angehört hatte.

„Du bist wie dieser Ring: ein Schmuckstück, kostbar und einzigartig. Und genau wie bei diesem Ring kann deinen wahren Wert nur ein Fachmann erkennen. Warum irrst du also durch dein Leben und erwartest, dass jeder x-Beliebige um deinen Wert weiss?“

Und noch während er dies sagte, streifte er sich den Ring wieder über den kleinen Finger der linken Hand.

Quelle: “Komm, ich erzähl dir eine Geschichte” von Jorge Bucay

Warum es sich lohnt an der Ehe festzuhalten?

Laut einer Umfrage wünschen sich 99% der Menschen eine lebenslange Ehe. Selbst wenn sie viele schlechte Erfahrungen hatten, mehrere Enttäuschungen und einen unsicheren Beziehungsstatus, geben sie an, dass eine lebenslange Ehe eine idealtypische Ehe für sie ist.

Teste Dich selbst: Hast Du Bindungsanst?

Die Statistiken sind ernüchternder: 40% der Erstehen werden geschieden, 60% der Zweitehen und 80% der Drittehen. Eine zweite Heirat ist also der Triumph der Hoffnung über die Erfahrung:

Ohne auf Statistiken Rücksicht zu nehmen, hoffen neue Paare, dass es diesmal klappen wird, dass ihre Ehe diesmal standhalten wird.

Und sie haben Recht. Eine Befragung der Scheidungskinder hat ergeben, dass die Kinder kaum etwas davon mitbekommen, dass ihre Eltern unglücklich in ihrer Beziehung sind, aber sehr wohl, dass sie sich trennen. Die Legitimation einer Scheidung dadurch, dass es für Kinder angeblich besser sei, getrennte Eltern zu haben, ist einfach Selbstbetrug. Kinder leiden definitiv mehr unter der Trennung der Eltern als darunter, dass ihre Eltern streiten.

Es lohnt sich also, an der Ehe zu arbeiten und in die Ehe Zeit, Kraft und Seele zu investieren.

Und ich sehe da sehr positiv – aus folgendem Grund:
Noch nie zuvor waren Menschen so interessiert an der Psychologie der Beziehungen gewesen. Noch nie zuvor haben sie so viel an sich selbst gearbeitet. Noch nie zuvor gab es so viele Menschen, die eine professionale Beratung auf dem Gebiet der Beziehungen angeboten haben. Das Angebot ist immer dort, wo die Nachfrage ist: Noch nie zuvor haben Menschen so viel über Ehe und Beziehungen gelernt.

Eine Ehe sollte so lange dauern, wie lange sie hält. Und man sollte nichts unversucht lassen, damit sie hält. Zum Glück, ist die Forschung auf unserer Seite.

Wie Du den Richtigen findest und Dich nicht in den Falschen verliebst, lies im weiteren Beitrag:

Kann ein Narzisst geheilt werden?

Kann ein Narzisst geheilt werden?

Ein Narzisst bzw. eine Narzisstin kann nicht geheilt werden, jedenfalls ist das eine offizielle wissenschaftliche Meinung. (Vergleiche: https://lexikon.stangl.eu/307/narzissmus/ )


Es gibt allerdings Ereignisse im Leben, welche jeden Menschen – darunter auch Narzissten – komplett verändern können. Es sind immer traumatische Ereignisse, solche wie Krieg, Verlust oder Gefahr. Die Art der Veränderung hängt von der jeweiligen Person ab.

Die Veränderung einer anderen Person hängt allerdings nicht von Dir ab!

Wenn Du erhoffst, dass eine Person, die Dir immer und immer wieder weh tut, sich irgendwann durch Deine grenzenlose Liebe ändert, wirst Du enttäuscht werden. Ein Narzisst bzw. eine Narzisstin kann mit Alter an Einsicht und Erfahrung gewinnen und ruhiger werden. Er oder sie kann sich nur aus eigener Kraft verändern. Alles andere wird nicht funktionieren.

Die einzige Möglichkeit für Dich ist diese Person zu verlassen und ihr die Möglichkeit zu geben sich selbst zu verändern.

Die Möglichkeit liegt im sogenannten post-traumatischen Wachstum. Das passiert, zum Beispiel, wenn Partner, nachdem sie eine toxische Beziehung geführt haben, sich trennen, ein eigenes Leben aufbauen, aus eigenen Fehlern lernen, wachsen und bewusst positive Kommunikation sowie positive Verhaltensweisen zu ihrer täglichen Gewohnheit machen.

Solche Verhaltensweisen basieren auf Toleranz und Offenheit und auf einer positiven Sicht auf drei folgende Aspekte:

  • Eigene Person
  • Den/die Partner/in
  • Die Welt um sie herum

Menschen, die prinzipiell mehr Positives in ihrem Leben sehen, leben glücklicher, unbeschwerter und ziehen automatisch glückliche und positive Menschen in ihr Leben. Unser alltägliches Leben besteht aus einer Reihe an Gewohnheiten – gleichermassen den positiven und den negativen Gewohnheiten. Narzissten sind nicht von Grund auf böre. Sie sind gefangen in ihren schlechten Gewohnheiten. Die Gewohnheiten zu verändern ist schwierig, aber nicht unmöglich. Jeder Mensch kann das. Aus diesem Grund spricht prinzipiell nichts dagegen, dass auch ein Narzisst oder eine Narzisstin eine postive Sichtweise erlernen und in sein / ihr Leben

Wie haben die Forscher das herausgefunden? Sie haben einfach Frauen untersucht, die in glücklichen langfristigen Beziehungen gelebt haben. Genau diese drei Aspekte fielen in ihrem Verhalten auf.

Dein Risiko:

Die Rechnung geht nicht auf und Du verlierst die Person, von der wir gerade sprechen, für immer.

Deine Chancen:

  • Du selbst wirst glücklicher und zufriedener
  • Du wirst erfolgreicher, weil Du keine Angst mehr haben wirst Fehler zu machen
  • Du wirst selbstbewusster
  • Du wirst beliebter
  • Es wird Dir irgendwann mal nicht mehr darum gehen diese eine Person zu „retten“

Wenn Du sie nach einigen Jahren wieder triffst, wirst Du genau sagen können, ob eine neue Beziehung mit ihr diesmal funktionieren würde oder nicht. Du wirst Dich nicht mehr vom „brillanten Auftritt“ dieser Person blenden lassen, sondern Du wirst genau wissen, auf welche Charaktereigenschaften Du diesmal achten musst. Du wirst wissen, ob diese eine Person für eine neue Beziehung bereit ist oder nicht.  Und dann kannst Du entscheiden: Hat Eure Liebe alle Änderungen überdauert und ist immer noch da?

Ich weiß, dass das möglich ist. Ich weiß, dass Menschen auch nach 10, 20 und sogar 30 Jahren Trennung zueinander finden. Auch einst schwierige, toxische Menschen. Möglich ist es, Garantie gibt es nicht.

Was Du eines Tages aber verstehen wirst, ist, dass diese Trennung auch Dein post-traumatisches Wachstum ausgelöst hatte und dass es nicht umsonst war. Du wirst dankbar sein, dass Du lernen konntest, wie eine glückliche und erfüllte Beziehung geht. Du wirst Menschen treffen, die Dich als eine Bereicherung für ihr Leben sehen werden. Du wirst von ihnen Wertschätzung und Fürsorge erfahren. Und Du wirst entdecken, dass Du nichts dafür tun musst, um geliebt zu sein: Du bist Grund genug – einfach weil es Dich gibt und genau wie Du gerade bist…

Wie Du Dich erst gar nicht in den Falschen verliebst, lies hier: Wie verliebst Du Dich nicht in den Falschen?