Vertrauen in engen Beziehungen

Vertrauen in engen Beziehungen, zusammengefasst von:

Holmes, J. G., & Rempel, J. K. (1989): Trust in close relationships. In: C. Hendrick (Ed.), Close relationships; Review of Personality and social psychology (Vol. 10, pp.187-220). Newbury Park, CA: Sage Publications

Vertrauen in engen Beziehungen

Vertrauen in engen Beziehungennimmt seinen Ursprung in der Dialektik zwischen den Hoffnungen und den Ängsten der Menschen.

Der ambivalente Zustand verleitet Menschen dazu, das Verhalten des Partners / der Partnerin zu bewerten und nach Zeichnen zu suchen, die möglicherweise das Gefühl der Unsicherheit minimieren können.

Als Folge, erreichen einige ihren Sicherheitslevel, andere dagegen werden von Zweifeln genagt, die möglicherweise aus den vergangenen, wohl unverarbeiteten, Beziehungen stammen.

Deutsch (1973) definiert das Vertrauen als Gewissheit, dass man eher das Gewünschte von dem Partner erhält als das Gefürchtete (S. 149).

Diese Erwartungen können verschiedener Natur sein – vom „guten Morgen Kuss“ bis zur motivationalen Orientierung wie zum Beispiel „unsterbliche Liebe“.

Um das Vertrauen zu gewinnen müssen Partner als solche wahrgenommen werden, die motiviert sind eigene Interessen zugunsten der Bedürfnisse des oder der Anderen zurückzustellen, insbesondere dann, wenn das Gegenüber am meisten darauf angewiesen ist.

Zusammenfassend, reflektiert das Vertrauen in engen Beziehungen die Erwartungen der Menschen, dass sie mit der Fürsorge der Partner unter Berücksichtigung seiner / ihrer Bedürfnisse rechnen können – und zwar jetzt und in der Zukunft. (Holmes, Rempel, 1989, S. 188)

Einfluss persönlicher Neigungen und Erwartungen auf das Vertrauen in engen Beziehungen

Wissenschaftler sind sich einig, dass das Vertrauen unter anderem von angeborenen Neigungen der Menschen (so genannten Dispositionen) beeinflusst wird (Hazan, Shaver, 1987). Einige Menschen fangen schneller und leichter dem Gegenüber zu vertrauen; und die Anderen werden nie völlig frei von Zweifeln. Die Ursache kann in ihrer Kindheit liegen sowie in Erwartungen, die sie an eine Beziehung haben.

Oft wird fälschlicherweise angenommen, dass das Vertrauen mit der Intensität der gezeigten Liebe und der gegenseitigen Abhängigkeit korreliert. Aber dem ist nicht so: Holmes hat schon im Jahr 1987 nachgewiesen, dass das Vertrauen sogar negativ mit beiden dieser Variablen korreliert.

Es korreliert dagegen positiv mit dem Wunsch nach einer relativen Autonomie in der Beziehung.

Mit anderen Worten: Menschen, die den Motiven der Anderen misstrauen, haben oft eine unrealistisch enge Erwartungshaltung und provozieren erst recht die Reaktionen, die sie befürchten. (Holmes, Rempel, 1989, S. 190)

Welche Informationen über den Partner sind für Vertrauensbildung relevant?

Der Prozess der Vertrauensbildung kann als Prozess der Reduktion der Unsicherheit beschrieben werden.

Rempel, Holmes und Zanna (1985) schlagen vor, dass die Eigenschaften des Partners oder der Partnerin, die am meisten Relevanz für Vertrauensbildung haben, sind seine oder ihre Vorhersehbarkeit, Zuverlässigkeit und Bindung.
Allerdings können auch besonders tugendhafte Partner scheitern, das Vertrauen zu gewinnen. Das Entscheidende ist, dass der Partner oder die Partnerin nicht deswegen vertrauensvoll handelt, weil er oder sie nett ist, sondern weil die andere Person ihm oder ihr wichtig ist. Mit anderen Worten, wird der Fokus auf die Besonderheit dieser einen Verbindung gelegt.

Vertrauen in engen Beziehungen in der Verliebtheitsphase

Am Anfang einer Beziehung ist das Vertrauen nicht viel mehr als ein Ausdruck der Hoffnung.

Larzelere und Huston (1980) berichten, dass das Vertrauen in der Anfangsphase einer Beziehung stark mit dem Gefühl der Verliebtheit korreliert, welches das Paar erlebt.

Die Hypothese lautet deswegen, dass das Vertrauen dann wächst, wenn die Person sich mit eigenen Zweifeln und Sorgen wegen der wachsenden emotionalen Abhängigkeit auseinandersetzt und damit zurechtkommt.  

Mit der weiteren Entwicklung der Beziehung nehmen Paare wahr, dass sie desto mehr verlieren können, je mehr sie in die Beziehung investieren. Sie versuchen ihre Unsicherheit dadurch zu reduzieren, dass sie das Verhalten des Partners oder der Partnerin beobachten und beurteilen.

Das Gefühl der Sicherheit in einer Beziehung

Kelley und Thibaut (1978) definieren die Bildung des Vertrauens als den Austausch von Botschaften, die die Unsicherheit reduzieren und die Sicherheit darüber erhöhen, dass die Beziehung fortdauern wird. Das Vertrauen in Partner/in erhöht sich dann, wenn er oder sie bereit ist einige seiner oder ihrer Interessen zugunsten des oder der Anderen zurückzustellen.

Auf diese Weise wächst das Vertrauen in einer Aufwärtsspirale, geankert in der Wahrnehmung von Gleichgewicht in der gegenseitigen Anerkennung.

Die Angst vor Zurückweisung ist hier das Gegengewicht zu der wachsenden Hoffnung. Die Sehnsucht nach Anerkennung wechselt sich mit der vorübergehenden Erleichterung und dem Sicherheitsgefühl ab. Diese spiralförmige Entwicklung nährt die Leidenschaft.

Besonders wichtig für die Entwicklung einer Beziehung ist es, dass beide eine gleich starke Abhängigkeit entwickeln:

Nicht vollständig erwiderte Liebe ist wahrscheinlich die genaueste Vorhersage für gescheiterte Beziehungen.

Menschen, die der Liebe ihrer Partner nicht sicher waren, berichteten, dass sie ebenfalls nicht sicher ihrer Liebe sind, obwohl sie zugaben, dass die Abhängigkeit von dem Partner groß war.

Andererseits, gingen die Äußerungen der Liebe bei erfolgreichen Paaren Hand in Hand mit dem Gefühl der Sicherheit einher. Die gleiche emotionale Investition scheint das Mittel zu sein sich gegen das Risiko zu versichern.

Im Anfangsstadium einer Beziehung korreliert das Gefühl des fairen Austausches mit der Zufriedenheit mit der Beziehung stark.

In späteren Stadien der langfristigen stabilen Beziehungen investieren Partner in die Beziehung gerne auch dann, wenn das Investment nicht gleich ist. Sie erwarten dabei nicht etwas Gleichwertiges zurück zu erhalten.

Zusammenzufassend, reflektiert das Gefühl des Vertrauens am Anfang einer Beziehung die Zuversicht der Partner, dass beide das Gleiche empfinden.

Fortgeschrittene Beziehungen

Mit dem Fortschreiten einer Beziehung lernen Menschen, dass ihre Interessen und Vorlieben manchmal auseinanderliegen. Interessenskonflikte entstehen nicht nur auf der Verhaltensebene, sondern sogar öfter auf der Ebene der Lebenseinstellungen und Überzeugungen.  Es wird, zum Beispiel, nicht so sehr darum gestritten, welcher Film angeschaltet wird, sondern vielmehr darum, welche Werte dieser Film vertritt.

Während negative Aspekte in den Fokus rücken, werden die Kosten von der weiteren Investition in die Beziehung erneut berechnet. Die Paare wiegen die Kosten von Kompromissen gegen die vermutete Zieleerreichung in der Beziehung. Es wird die Frage gestellt, ob man in der „richtigen“ Beziehung ist.

Die Entscheidung, mit der Beziehung fortzufahren, hängt also von der subjektiven Zukunftseinschätzung eines jeden einzelnen ab.

In dieser Zeit beginnt das Vertrauen in engen Beziehungen sich von der Liebe abzukoppeln. Dion und Dion (1976) haben herausgefunden, dass es nur eine sehr schwache Korrelation zwischen der Liebe und dem Vertrauen in dieser Phase einer Beziehung besteht.

Welche Qualitäten sind für die Bildung des Vertrauens in einer fortgeschrittenen Beziehung relevant?

Wenn Menschen Bedenken über eigene Verletzlichkeit und Abhängigkeit zum Ausdruck bringen, dann sind die Empathie und die Verantwortung die entscheidenden Qualitäten des Partners oder der Partnerin, die das Vertrauen in ihn oder sie, sowie in die Zukunft der Beziehung stärken. Zusätzlich, die Kosten, die der Partner oder die Partnerin auf sich nimmt, um dem oder der Anderen Kompromissbereitschaft zu zeigen, sind relevant.

Wenn das Paar es schafft, die Anpassungen an ihr Lebensstyle und ihre Bedürfnisse vorzunehmen, wird es sehr wahrscheinlich das Gefühl entwickeln eine sehr spezielle Beziehung zu erschaffen.

Das Paradox ist es nämlich, dass man zuerst das Vertrauen schenken muss, auch wenn dies das Risiko bedeutet, um eine vertrauensvolle Beziehung zu erschaffen.

Drei Arten von Verantwortung  

Nicht jede Art von Verantwortung ist dafür geeignet das Vertrauen zu wecken und zu steigern. Besonders wichtig scheint die Motivation des Partners oder der Partnerin zu sein, warum er oder sie sich für diese Beziehung entscheidet. Diese Motivation bedient sich bestimmter Ressourcen, die Menschen erhoffen in ihrer Beziehung zu finden. Rempel, Holmes und Zanny (1985) unterscheiden zwischen drei Arten von Ressourcen.

  • Extrinsische Ressourcen, solche wie Geld und Status.
  • Instrumentale Ressourcen, solche wie das Äußere, das Intellekt, die soziale Kompetenz, aber auch die Unterstützung, die Freundschaft und die Anerkennung.

Der allgemein als unangenehm empfundener Gedanke ist, dass der Partner oder die Partnerin in die Beziehung investieren könnte, weil er oder sie sich aus dieser Beziehung gewisse Vorteile verspricht.

  • Die Motivation des Partners oder der Partnerin, die am meisten der Bildung von Vertrauen beiträgt, ist daher die Intrinsische Motivation.

Intrinsische Motivation formt den Begriff der „wahren Liebe“ in unserer Kultur und bedeutet, dass die Liebe von sich aus schon belohnend ist. Man kümmert sich um den Anderen ohne sichtbaren bzw. wahrnehmbaren Grund, sondern weil man einfach das Bedürfnis verspürt dies zu tun.

Rempel, Holmes und Zanna (1985) haben in einer Studie herausgefunden, dass das Vertrauen stark mit dem Glauben der Partner korreliert, dass das Gegenüber von der intrinsischen Motivation geleitet ist (r=.52). Jedoch nicht von der instrumentalen Motivation (r=.17) und schon gar nicht von der extrinsischen Motivation (r=-.03).

Allerdings haben Menschen meist instrumentale Gründe genannt, wenn es darum ging zu erklären, warum ihr Partner oder ihre Partnerin ihnen vertraut (r=0,41). Die höchste Bedeutung wurde solchen Qualitäten wie die Unterstützung und die Anerkennung geschenkt.

Im Unterschied zum Vertrauen, wurden die Liebe und die Zufriedenheit mit instrumentalen Motiven assoziiert (r=.52). (Holmes, Rempel, 1989, S. 203)

Quelle: https://www.researchgate.net/publication/232565690_Trust_in_Close_Relationships

Vertrauen in engen Beziehungen. Eine Frau und ein Mann im Alter von ca. 50 Jahren umarmen sich und sehen glücklich aus.

Lies mehr über Vertrauen in engen Beziehungn im Artikel “Seitensprung und Vertrauensbruch in Beziehungen”: https://swetlanascoaching.com/seitensprung-und-vertrauensbruch-in-beziehungen/

Vertrauen in Beziehungen testen

Vertrauen testen in einer Beziehung, damit Du weißt, woran Du bist. Frau und Mann stehen zusammen, glücklich, lächeln sich an.

Wenn Du viele negativen Beziehungen hinter Dir hattest, kannst Du möglicherweise nicht ohne Weiteres Deinem Partner vertrauen. Das ist völlig in Ordnung und Du bist nicht allein mit Deinem Problem. Das Vertrauen in Beziehungen kannst Du leicht testen, indem Du Deinen neuen Partner oder Deine neue Partnerin ab und zu spielerisch auf die Probe stellst.

Die Studie von Rempel, Holmes und Zanna (1985) belegt, dass der Vertrauensvorschuss zwischen den Partnern zwar eine notwenige Voraussetzung für eine erfüllte Beziehung ist, aber sehr wohl Risiken bergen kann. Wenn Du in Deinen vergangenen Beziehungen betrogen wurdest, bist Du ein „gebranntes Kind“ und bist vorsichtig, wenn es um den Vertrauensvorschuss geht. Das kann ich gut verstehen.


Lies über Seitensprung und Vertrauensbruch im Artikel “Seitensprung und Vertrauensbruch in Beziehungen”


Woher erfährst Du insbesondere am Anfang einer Beziehung, dass Dein Partner oder Deine Partnerin zu Dir steht und nicht aus Bequemlichkeit oder einem anderen falschen Grund bei Dir ist?

Indem Du ihn oder sie testest!

Mit folgenden Tipps kannst Du Vertrauen in Beziehungen testen

Sag hin und wieder Nein zu etwas, was ihm oder ihr mittelwichtig ist.

Wenn er oder sie Deine Meinung nicht respektiert, sich komisch verhält und sogar laut wird, weißt Du, dass er oder sie nicht bereit ist, Deine Perspektive zu sehen. Das ist ein Zeichen dafür, dass es ihm oder ihr Respekt Dir gegenüber fehlt. Es wäre auf jeden Fall viel zu früh diesem Menschen Dein volles Vertrauen zu schenken.

Bitte ihn oder sie hin und wieder in Eure Beziehung zu „investieren“.

Die Investition kann materiell, immateriell, oder beides sein. Wenn er oder sie nicht bereit ist das zu tun, weißt Du ebenfalls, woran Du bist. Der Vertrauensvorschuss wäre in diesem Fall viel zu früh. Bremse Dich selbst ab, investiere weder zu viele Gefühle noch viel Zeit in diese Person.  

Schätze Deine Zeit.

Man braucht keine Jahre um zu verstehen, ob man eine Beziehung als solche und eine Beziehung speziell mit Dir haben möchte. Deine Zeit ist limitiert und Du solltest sie in niemanden investieren, der diese Zeit nicht schätzt.

Nach spätestens 2 Wochen nach dem Kennenlernen solltest Du wissen, ob er oder sie eine Beziehung generell haben möchte. Nach spätestens 3 Monaten solltest Du wissen, ob er oder sie eine Beziehung mit Dir haben möchte.

Die Antworten auf solche grundlegenden Fragen wie, zum Beispiel, Kinder – ja oder nein, Wohnort – Stadt oder Land, wissen Menschen lange bevor sie sich kennenlernen. Das gehört zum persönlichen Lebensentwurf dazu.

Suche Dir also einen Menschen, der einen ähnlichen Lebensentwurf hat wie Du.  

Mehr über die Untreue in Beziehungen und darüber, wie Du das Vertrauen in Deiner Beziehung aufbaust, findest Du in folgenden Artikeln.

Vertrauen in einer Beziehung aufbauen

Im Artikel “Seitensprung und Vertrauensbruch in Beziehungen” schreibe ich über Untreue, Seitensprung und Vertrauensbruch in Beziehungen und wie wichtig es ist, Vertrauen in einer Beziehung aufzubauen.

Im vorliegenden Artikel geht es um die Prävention von Untreue. Mit anderen Worten geht es hier darum, wie Du ein dauerhaftes Vertrauen in Deiner Beziehung aufbauen kannst.

Prävention von Untreue in Beziehungen

Vertrauen in einer Beziehung aufzubauen ist möglich, wenn man bewusst einige Regel beachtet. Ein glückliches Paar auf dem Hintergrund des Meeres. Mann und Frau umarmen sich und lächeln sich an.

Um Vertrauen in einer Beziehung aufzubauen, ist es für das Paar wichtig sowohl die Gesamtbeziehung zu unterstützen als auch die Bedürfnisse jeden Einzelnen.

Mit folgenden Tipps baust Du Vertrauen in Deiner Beziehung auf

Wissenschaftler Campbell und Stanton betonen in ihrer Studie, dass das Vertrauen auf zwei Grundpfeilern beruht. Einerseits, das Vertrauen in die Beziehung als solche. Und andererseits das Vertrauen in die Person an Deiner Seite.

Gewöhne Dir die Verhaltensweisen, die die Beziehung als solche unterstützen. Stelle Deine Beziehung niemals in Frage

In einem Streit sagen wir manchmal Sachen, die besser nie gesagt werden sollten. Man kann sich dafür entschuldigen, aber man kann das nicht ungeschehen machen.

Konkrete Tipps, die Du Dich am besten in einem Streit verhältst, findest Du im Artikel “Wie verhältst Du Dich in einem Streit?”

Unabhängig davon, wie der Streit verläuft, mach jedoch niemals diesen Kardinalfehler:

Stell Deine Beziehung niemals in Frage. Fängst Du einmal damit an, wird es schwer, die Beziehung wieder stabil und sicher zu machen. Du gibst damit Deinem Partner oder Deiner Partnerin das Gefühl der Unsicherheit und öffnest unbewusst die Türe für die Untreue

Sprich immer positiv von Deinem Partner oder Deiner Partnerin, auch in seine oder ihre Abwesenheit

Wir alle wollen in unserer Beziehung sicher und gut aufgehoben fühlen. Das kann man nur dann, wenn man weiß, dass der Partner oder die Partnerin einem immer den Rücken hält.

Das heißt, unabhängig davon was passiert ist, sprich niemals schlecht von Deinem Partner oder Deiner Partnerin. Insbesondere nicht in seiner oder ihrer Abwesenheit. Die Untreue beginnt nicht etwa im Bett mit jemand anderem. Die Untreue beginnt damit, dass man anfängt über den Partner oder die Partnerin hinter dem Rücken zu lästern.

Sprich über Deine Gefühle aus der Ich-Perspektive

Niemand von uns kann Gedanken lesen. Also liegt es an Dir mitzuteilen, was Du Dir wünschst und was Dir Freude bereiten würde. Sag das Deinem Partner oder Deiner Partnerin aus der Ich-Perspektive.

Es muss ihm oder ihr klar sein, dass es Dein persönlicher Wunsch ist. Sei nicht unverbindlich, sondern bekenne Dich zu Deinen Wünschen. Zum Beispiel: Nicht “Man schenkt Frauen Blumen am Valentinstag”. Sondern “Ich würde mich freuen, von Dir die Blumen zum Valentinstag zu erhalten, auch wenn ich weiß, dass Du diesen Tag nicht ernst nimmst. Es geht nicht um diesen Tag, sondern um meine und deine Gefühle.

Denke allerdings daran, dass dies eine Bitte ist. Das bedeutet, dass Dein Partner oder Deine Partnerin das Recht hat, die Bitte evtl. nicht zu erfüllen. Wenn das der Fall ist, liegt es an Dir das zu akzeptieren. Du kannst niemanden zu etwas zwingen. Die Fähigkeit jedoch Deinem Partner oder Deiner Partnerin eine Wahlfreiheit zu überlassen, zeigt Dich in einem positiven Licht und hebt Dich wesentlich von der Menge anderer Frauen und Männer ab.

Achte auf Dein Wohlbefinden

Menschen, die eine entspannte Körpersprache zeigen, vermitteln dem Partner oder der Partnerin ebenfalls das Gefühl der Entspannung und der Leichtigkeit. Deswegen achte auf Deine Bedürfnisse. Und warte nicht darauf, dass es Deiner besseren Hälfte auffällt, dass Du etwas brauchst. Mach stattdessen selbst Dein Leben so angenehm wie Du es möchtest. Niemand trägt die Verantwortung für Dein Glück außer Du selbst.

Zeige Liebe und Fürsorge

Kleine Aufmerksamkeiten zwischendurch zeigen dem Partner oder der Partnerin, dass Du an ihn oder sie denkst. Mache Dir zur Gewohnheit zumindest täglich einmal Deine Liebe und Fürsorge zum Ausdruck zu bringen.

Sei offen: Zeige mehr von Deiner wahren Persönlichkeit

Gerade am Anfang einer Beziehung neigen wir dazu uns von einer besten Seite zu zeigen. Das Dumme daran ist, dass die beste Seite aus Deiner Perspektive nicht unbedingt die beste Seite aus der Perspektive Deines Partners oder Deiner Partnerin ist. Verstelle Dich also nicht, zeige das, was Dich ausmacht.

Zum Beispiel, eine Kundin von mir liebt Tiere. Und Tiere nehmen einen großen Platz in ihrem Leben ein. Wenn man mit ihr aber spricht, kommt man selten auf das Thema. Es sei denn, man spricht es rein zufällig an. Der Grund dafür ist: sie glaubt, dass das Thema Tiere für andere langweilig ist. Dem ist es aber nicht so.

Sprich also ruhig mehr von Deinen Interessen. Denn vielleicht werden gerade die gemeinsamen Interessen Euch als Paar zusammenschweißen.

Wenn Du möchtest, dass Dein Partner oder Deine Partnerin Dich so liebt wie Du bist, sei bereit Dich so zu zeigen, wie Du bist, wenn Du allein wärst.  

Zeige einen großartigen Sinn für Humor

Es gibt nichts, was so sehr verbindet, wie das gemeinsame Lachen. Wenn Du und Dein Partner oder Deine Partnerin den gleichen Humor hast, wächst das Vertrauen in Eurer Beziehung ganz automatisch.

Erfahre mehr über Vertrauen in Artikeln “Untreue in Beziehungen” und “Vertrauen testen”.

Seitensprung und Vertrauensbruch in Beziehungen

Seitensprung stellt für die meisten Paare einen enormen Vertrauensbruch dar, den man nicht ohne Weiteres reparieren kann.

Die Grundlagen des Vertrauens in Beziehungen
Vertrauen ist notwendig in einer Beziehung. Seitensprung und Vertrauensbruch können eine Beziehung irreparabel beschädigen. Mann und Frau umarmen sich, Berge sind im Hintergrund zu sehen.

Wissenschaftler Rempel, Holmes und Zanna (1985) beschäftigten sich mit dem Thema Vertrauen in engen Beziehungen. Sie gehen in ihrem Modell davon aus, dass das Vertrauen in drei Komponente zerlegt werden kann.  

Laut der wissenschaftlichen Studie sind diese Komponente die Vorhersehbarkeit („predictability“), Verlässlichkeit („dependability“) und der Glaube an den Anderen („faith“). Aus der Studie folgt, dass diese Kompenente in ihrer Kombination Menschen dazu bringen, dem Partner einen enormen Vertrauensvorschuss zu gewähren.

Als Vertrauensvorschuss (“leap of faith”) definieren die Wissenschaftler daher den Glauben daran, dass der Partner oder die Partnerin sich auch in der Zukunft liebevoll verhalten wird. Genau der Glaube gibt uns in einer Beziehung die emotionale Sicherheit.[4]

Folge zur Studie von Rempel, Holmes und Zanna (1985) unter:

Wechselwirkung zwischen dem Vertrauen und der Bindung in einer romantischen Beziehung

Die Wissenschaftler Lorne Campbell und Sarah CE Stanton[5] haben die Forschung über das Vertrauen zusammengefasst. Dieses gesammeltes Wissen haben sie in ihrem Artikel „Adult attachment and trust in romantic relationships“ (2019) veröffentlicht.

In ihrer Studie betonen die Wissenschaftler die gegenseitige Wechselwirkung von der Bindung in einer romantischen Beziehung und dem Vertrauen.

Diese gegenseitige Wechselwirkung hat daher das Potenzial beiden Partnern entweder das Gefühl der Sicherheit zu geben oder der Unsicherheit innerhalb der Beziehung beizutragen.

Zum Beispiel, kann eine Verbesserung des Vertrauens zwischen Partnern zur Verbesserung der Bindung und der Intimität zwischen ihnen beitragen. Und die Verbesserung der Bindung (durch Fürsorge, Aufmerksamkeit, Intimität) im Gegenzug kann zum Vertrauen führen.

Schlussfolgernd fließen die Änderungen in der Bindung und dem Vertrauen in einander über.

Sie beeinflussen somit die Qualität, die Konfliktresistenz und letztendlich den Erfolg von Beziehungen.

Vertrauensbruch durch Seitensprung als Indikator einer Fehlinvestition in eine Beziehung

Wenn das Vertrauen und die Bindung eine Beziehung erst möglich machen, macht der Vertrauensvorschuss einen Sinn. Er stellt also eine soziale Investition dar. Der Vertrauensvorschuss bringt die Hoffnung beider Partner zum Ausdruck, dass ihre Beziehung in der Zukunft bestehen wird.

Die Konsequenzen von Vertrauensvorschuss sind jedoch weitreichend:

Denn beide Partner erklären sich bereit einen sehr großen Teil ihres Lebens miteinander zu teilen. Dazu gehören Ihr physisches und psychisches Wohlbefinden, ihre Kinder, ihre Träume und Pläne für die Zukunft, ihr Hab und Gut,  Immobilien, Finanzen, Rente, sowie die Intention bei Krankheiten und finanziellen Sorgen einander zu unterstützen.

Daher bedeutet der Vertrauensvorschuss auch ein extremes Risiko, falls das Vertrauen gebrochen wird.

Es geht also bei einem Seitensprung um viel mehr als nur sexueller Beziehung zu einer anderen Person. Der Vertrauensbruch durch Seitensprung in einer Liebesbeziehung stellt für den oder die betrogene Person einen Indikator dar, dass er oder sie möglicherweise eine jahrelange soziale Fehlinvestition getätigt hatte.

Lies weitere Artikel zum Thema Vertrauensbruch und Seitensprung, Untreue in den Beziehungen, wie Du Vertrauen aufbauen und Vertrauen testen kannst.

Trennungen verhindern mit der einfachen Regel

Mit dieser Beziehungsregel kannst Du Trennungen verhindern.

Mann und Frau diskutieren, vielleicht streiten.

In den letzten Newslettern habe ich Frauen und Männer aufgerufen mir ihre Fragen zu stellen und ihre Gedanken über Beziehungen austauschen.
Vielen Dank für Eure Zuschriften!

Ein besonders schmerzliches Thema ist das Thema Trennungen. Woran liegt es, wenn Menschen sich trennen? Wer trägt die Schuld? Und das wichtigste: Wie können wir Trennungen verhindern?

Folgende Konversation entstand zum Thema Trennungen. Mit Erlaubnis veröffentliche ich sie mit der Hoffnung, dass andere Leserinnern und Leser vielleicht etwas daraus mitnehmen können, um ihre Beziehungen liebevoller zu gestalten und Trennungen zu verhindern.


Der Brief der Leserin

Liebe Swetlana,
[…] Mein Kommunikationsstil hat wahrscheinlich zu meiner “gescheiterten” Ehe beigetragen – oder vielleicht sollte ich die Inkompatibilität unserer Kommunikationsstile sagen. (Es war eine 16-jährige Beziehung, aus der meine 2 Kinder hervorgingen.) Ich neige dazu, unkompliziert zu sein, denke schnell und bin entschlossen. Ich bin konfrontativ, was bedeutet, dass ich, wenn ich das Gefühl habe, dass es ein Problem gibt, es sofort ansprechen und darüber diskutieren möchte. Mein Ex denkt gerne über Entscheidungen nach. Er neigt dazu, in Diskussionen ein bisschen tangential zu sein – man sollte in der Lage sein, zwischen den Zeilen zu lesen. Und er ist absolut nicht konfrontativ. Im Nachhinein verstehe ich, dass er sich fast angegriffen gefühlt haben muss, wenn ich ihn konfrontierte und gleich sofort über etwas sprechen wollte. Meine Intention war jedoch nur ein Problem zu lösen. Er brauchte auch mehr Zeit für die Bearbeitung – und ich dachte, er vermeide nur Diskussionen. Ich denke, in diesem Fall war keiner falsch, nur anders.


Kommunikationsstil – Grund für Trennungen?

Liebe Katrin (Name geändert)
Vielen Dank für Deine Offenheit. Deine Geschichte ist ein typische Geschichte von Missverständnissen zwischen zwei liebenden Menschen.

Das tut mir wirklich leid.

Ich glaube nicht, dass Ihr beide “inkompatibel” wart. Wirklich – denkst Du, zwei Menschen mit Deinem Charakter wären kompatibler gewesen? Gemeint sind zwei unkomplizierte konfrontative Personen, die ihre Probleme sofort lösen möchten? Wenn Du mich fragst, würde es einen Krieg bedeuten! 😊

Oder zwei Personen wie Dein Ex-Mann: Diese würden eine Entscheidung überhaupt nie treffen können! 😊

Nein, Ihr habt sehr gut zusammengepasst. Und 16 Jahre Beziehung sind ein Beweis dafür. Wenn die Beziehung 16 Jahre gedauert hatte, so schlecht konnte sie nicht gewesen sein.

Warum Menschen schlecht über die Ex-Beziehungen denken?

Weißt du, ich habe in München Kulturwissenschaften studiert. Und ich werde nie eine Geschichte vergessen, die uns unser Professor einmal über das kollektive Gedächtnis von Menschen erzählt hat.

Es ging um Bulgarien. Am 3. März feiern Bulgaren ihren Nationalen Tag der Freiheit. Am 3. März 1878 unterzeichneten Russland und das Osmanische Reich in San Stefano bei Istanbul einen Vorfriedensvertrag, der als Grundlage für die Neugründung des bulgarischen Staates diente.

Eine bekannte Tatsache ist, dass die Besetzung mehr als 500 Jahre dauerte. All diese Jahre blieben im kollektiven Gedächtnis der bulgarischen Bevölkerung wie… na ja…. Besetzung, was bedeutete: schlechtes Leben, keine Möglichkeit, eigene Religion zu praktizieren, hohe Abgaben, usw.

In Wahrheit brachten die Osmanen Bulgarien neues Wissen und neuen Lebensstyle, neue Erfindungen, eine Vielzahl neuer Lebensmittel, einen höheren Standard von Medizin, Kultur und eine viel bessere wirtschaftliche Lage. Erst in den letzten Jahrzehnten haben sie den Fehler gemacht, sich wie Besatzer zu verhalten und das bulgarische Volk zu unterdrücken, ihre Religion zu verbieten, Steuern zu erhöhen usw. Nur in den letzten Jahrzehnten …

Und sobald sie es taten, begannen Menschen, Widerstand zu leisten, und bald gelang es ihnen, ihre Freiheit wiederzuerlangen.

“Wenn die Besetzung so lange dauerte“, sagte unser Professor, “können Sie sicher sein, dass es nicht so schlimm war, wie die Überlieferung erzählt. Die Menschen tolerieren viel, aber nur für kurze Zeit. Sobald sie einen Grund haben, Widerstand zu leisten, werden sie es tun. In den ganzen 500 Jahren profitierten die Bulgaren von der Besetzung durch die Osmanen, deshalb tolerierten sie dies. Aber die letzten Jahre waren schlecht und das kollektive Gedächtnis der Menschen spiegelt nur diese letzten Ereignisse wider – nicht die ganze Zeit. “

Woran erinnern wir uns wirklich, wenn wir an unsere Trennung denken?
Ein Paar sitzt auf der Bank und sieht sich nicht an. Streit?

Nach meiner eigenen Trennung begann ich Psychologie zu studieren. Ich musste einfach verstehen, wie es passieren konnte, dass unsere Liebe, die wir beide als so selten wie einmal in tausend Jahren betrachteten, plötzlich zu einem Schmerz wurde? Er sagte schreckliche Dinge zu mir, unter allen, dass 10 Jahre mit mir verlorene Jahre waren. Kann es wirklich möglich sein? Alle 10 Jahre?

Nein! Sagen die Forscher! 😊

Die Wissenschaftler, die menschliches Gehirn untersuchen, haben herausgefunden, dass wir uns nicht gerade detailiert an Ereignisse erinnern. Wir erinnern uns nur daran, was wir zuletzt über diese Ereignisse gedacht haben.

Denk einmal darüber nach:

Wir erinnern uns nur an unsere eigenen Gedanken über Ereignisse, die wir zuletzt gedacht haben. Nicht an Ereignisse selbst.

Wenn Deine Beziehung beendet wurde, hattest Du wahrscheinlich schlechte Gedanken darüber. Du musstest Dir erklären, warum das passiert ist. Diese negativen Gedanken haben einen guten Zweck: womöglich haben sie Dir geholfen, den Liebeskummer zu überwinden. Aber gleichzeitig haben sie schlechte Erinnerungen an Deine Beziehung im Ganzen erschaffen – in allen 16 Jahren.

Ich hoffe, ich könnte erklären, warum Menschen (fast) immer schlecht über ihre früheren Beziehungen denken – nicht, weil die ganze Zeit zusammen schlecht war, sondern weil die letzte Zeit zusammen schlecht war und diese Zeit in Erinnerung blieb.

Misstrauen – der wahre Trennungsgrund

Auch lies: “Warum ist das Vertrauen eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Leben?”

Also, was ist der wahre Grund für meine Trennung und höchstwahrscheinlich auch für Deine?

Es war keine „Inkompatibilität“. Du hast den wahren Grund in Deiner Nachricht sogar erwähnt, als Du über Intentionen sprachst.

Menschen kommen zusammen und haben unterschiedliche Vorstellungen, unterschiedliche Glaubensätze darüber, wie eine Beziehung zu sein hat, oder?

Und zu Beginn der Beziehung tolerieren wir unterschiedliche Glaubensätze. Warum? Weil wir nicht einmal davon ausgehen, dass unser Partner schlechte Intention in Bezug auf uns haben kann.  

Probleme entstehen, wenn wir anfangen der guten Intention unseres Partners misstrauen:

Wenn er oder sie müde ist, vermuten wir mangelndes Interesse, wenn er oder sie versucht, ein Problem herauszufinden, wir vermuten Aggression, wenn er oder sie versucht, Zeit in ein eigenes professionelles Projekt zu investieren, wir vermuten die Absicht uns zu verlassen, usw. .

Wie geht es anders?

Wenn ich etwas in all den Jahren gelernt habe, dann Folgendes:

Regel Nr. 1 für eine glückliche und erfolgreiche Beziehung: Die Intention zählt!

Die Intention zählt!

Mann und Frau sind glücklich, lächeln einander an, halten Hände.

Ich würde mich freuen, wenn diese Botschaft Dir hilft Deine neue Beziehung zu erhalten. Gib diese Botschaft an Deine Freundinnen und Freunde weiter, an alle Frauen und Männer, die eine liebevolle Beziehung ein Leben lang behalten wollen.

Trennungen sind kein Schicksal, das uns aus irgendeinem unerklärlichen Grund passiert. Wir können sie verhindern. Und wir können lernen fürsorglicher und liebevoller mit einander umgehen zu können.

Liebe Grüße,

Swetlana

Mann und Frau umarmen sich innig und sind glücklich zusammen.

Warum es sich lohnt an der Ehe festzuhalten?

Laut einer Umfrage wünschen sich 99% der Menschen eine lebenslange Ehe. Selbst wenn sie viele schlechte Erfahrungen hatten, mehrere Enttäuschungen und einen unsicheren Beziehungsstatus, geben sie an, dass eine lebenslange Ehe eine idealtypische Ehe für sie ist.

Teste Dich selbst: Hast Du Bindungsanst?

Die Statistiken sind ernüchternder: 40% der Erstehen werden geschieden, 60% der Zweitehen und 80% der Drittehen. Eine zweite Heirat ist also der Triumph der Hoffnung über die Erfahrung:

Ohne auf Statistiken Rücksicht zu nehmen, hoffen neue Paare, dass es diesmal klappen wird, dass ihre Ehe diesmal standhalten wird.

Und sie haben Recht. Eine Befragung der Scheidungskinder hat ergeben, dass die Kinder kaum etwas davon mitbekommen, dass ihre Eltern unglücklich in ihrer Beziehung sind, aber sehr wohl, dass sie sich trennen. Die Legitimation einer Scheidung dadurch, dass es für Kinder angeblich besser sei, getrennte Eltern zu haben, ist einfach Selbstbetrug. Kinder leiden definitiv mehr unter der Trennung der Eltern als darunter, dass ihre Eltern streiten.

Es lohnt sich also, an der Ehe zu arbeiten und in die Ehe Zeit, Kraft und Seele zu investieren.

Und ich sehe da sehr positiv – aus folgendem Grund:
Noch nie zuvor waren Menschen so interessiert an der Psychologie der Beziehungen gewesen. Noch nie zuvor haben sie so viel an sich selbst gearbeitet. Noch nie zuvor gab es so viele Menschen, die eine professionale Beratung auf dem Gebiet der Beziehungen angeboten haben. Das Angebot ist immer dort, wo die Nachfrage ist: Noch nie zuvor haben Menschen so viel über Ehe und Beziehungen gelernt.

Eine Ehe sollte so lange dauern, wie lange sie hält. Und man sollte nichts unversucht lassen, damit sie hält. Zum Glück, ist die Forschung auf unserer Seite.

Wie Du den Richtigen findest und Dich nicht in den Falschen verliebst, lies im weiteren Beitrag:

Untreue in Beziehungen

Ein zerrissenes Foto eines Paars. Womöglich würde es nach einer Untreue zerrissen.

Die Untreue gehört zu den schwerst belastenden Problemen in Beziehungen.[1] Sie ist mehr als ein Vertrauensbruch, denn die Betrogenen empfinden die Untreue als eine der schwersten psychischen Belastungen in ihrem Leben. Als Folge übertragen sie unbewusst ihre negative Erfahrung auf weitere Partner, belasten damit ihre neuen Beziehungen, und haben Schwierigkeiten sich emotional zu öffnen und zu binden – manche von ihnen ein Leben lang.

Folgen von Untreue für die Betrogenen

Aus einer wissenschaftlichen Befragung [2] geht hervor, dass die Betroffenen oft unter posttraumatischen Belastungsstörungen wie Depressionen, Angstattacken oder Herzrhythmusstörungen leiden. Diese Befragung umfasste 3334 heterosexuellen Männern und Frauen (jeweils 34 % und 66 %), deren Partner fremdgegangen waren, und ist somit repräsentativ und aussagekräftig.

Diese Studie ergab außerdem, dass ein Seitensprung nur in seltenen Fällen ein One-Night-Stand war. In zwei Drittel Fällen dauerten die Affären länger als einen Monat an.[3] Die Situationen, bei welchen eine Affäire noch nicht beendet war, als die Betrogenen davon erfuhren, belasteten die Betroffenen am schlimmsten und hinterliessen die schwersten Folgen.

Erklärungen von Untreue aus der evolutionären Perspektive

Es wurde mehrfach versucht die Untreue wissenschaftlich zu erklären. Einige Autoren wie Robin Baker und Christopher Ryan erklären die Untreue als Bestreben eigene Gene zu streuen und an möglichst mehrere Personen weiterzugeben.

Kann das wirklich eine ausreichende Entschuldigung dafür sein angesichts der schlimmen Folgenden für den Partner bzw. die Partnerin? Wohl nicht, und die Wissenschaftler erklären warum.

Die Entwicklung des menschlichen Gehirns

Die Entwicklung der Menschen im Laufe der Evolution stellte eine Reihe der wichtigen Anpassungen an die sich verändernde Umwelt dar.

Am deutlichsten kann man diese Entwicklung am Beispiel unseres Gehirns beobachten. Laut der neuesten Studien der Neurowissenschaft, sind die früher entwickelten Teile des Gehirns diejenige, die auch bei Tieren vorhanden sind. Das sind Teile, die vor allem für unsere Sinneswahrnehmung zuständig sind.

Es ist witzig zu beobachten, dass manche Gehirnteile bei uns im Vergleich zu Tieren fast schon unterentwickelt wirken. Als Beispiel vergleiche den Riechkolben bei einem Menschen und einer Ratte. Menschlichen Riechkolben kann man kaum erkennen, wogegen Ratten über einen sehr gut ausgeprägten Riechkolben verfügen und wohl aus diesem Grund “Experten” im Riechen sind.

Gehirn der Menschen vs. Gehirne der Tiere

Genau das Gegenteil gilt für Teile des Gehirns, die wir für Sprache und Kognition nutzen. Diese Teile haben sich viel später in der Evolution herausgebildet. Und doch nehmen sie einen Löwenanteil des Gehirns bei uns ein. Diese Teile müssen also sehr wichtig für unser Überleben und unsere evolutionäre Entwicklung gewesen sein. Und tatsächlich sind das genau die Teile, die für so etwas zuständig sind wie Sprache, soziales Verhalten, Erklärungen über die Welt und unsere eigene Bedeutung in dieser Welt; die Vorstellungen und die semantischen Begriffe.

Darunter fallen auch die Ideen über Vertrauen, Ehe, Familie, etc.

Vertrauen und Bindung als soziale Investition

In unserem Kulturkreis sind nur monogame Partnerschaften sozial akzeptiert. Wenn wir also eine Beziehung eingehen, dann geben wir dem Partner oder der Partnerin einen extremen Vertrauensvorschuss. Denn ab diesem Punkt teilen wir mit ihm oder ihr unser ganzes Leben: Unser physisches und psychisches Wohlbefinden, unsere Träume und die Pläne für die Zukunft, unser Hab und Gut, unser Haus, unsere Kinder, unsere Finanzen, unsere Rente, auch unser Versprechen bei Krankheiten und finanziellen Sorgen einander zu unterstützen. Mit anderen Worten, gehen wir ein extremes Risiko ein, indem wir uns exklusiv für diesen einen Partner oder diese einen Partnerin entscheiden und ihm oder ihr unser Vertrauen schenken.

Die Wissenschaftler haben den Begriff eines Vertrauensvorsprungs (“leap of faith”) als den Glauben definiert, dass der Partner oder die Partnerin sich weiterhin liebevoll verhalten wird, und zwar unanhängig davon, was in der Zukunft passiert. Genau das gibt uns emotionale Sicherheit in einer Beziehung .[4]

Es geht also bei einem Seitensprung um so viel mehr als nur Sex. Der Seitensprung in einer Liebesbeziehung zeigt dem oder der Betrogenen, dass er oder sie eine grundlegend falsche jahrelange soziale Investition getätigt hatte, indem er oder sie sich selbst, das eigene Wohlbefinden und die eigenen Kinder dem oder der Falschen anvertraut hatte. Und das ist bitter.

Wir sind soziale Wesen und haben nur als Gruppe in dieser Welt überleben können. Einerseits haben wir gelernt, dass das Vertrauen eine Voraussetzung für das Zusammenleben ist. Andererseits versuchen wir stätig unsere Chancen auf ein besseres Leben zu ergreifen. Wenn jemand mit der Situation nicht zufrieden ist und einen Betrug plant, hat er oder sie eine schwere Entscheidung zu treffen, nämlich darüber, was mehr aufwiegt – die vermuteten Vorteile oder die möglichen Risiken, wenn die Untreue auffliegt.

Sind Menschen generell auf die Untreue ausgelegt?

Ich halte die Frage nach einer generellen Untreue der Menschen für extrem wichtig. Vor allem darum, weil diese Frage zwei gleichermaßen populäre wie gefährliche Glaubensätze offenlegt – Glaubensätze, die die Menschen einsam und misstrauisch anderen Menschen gegenüber machen können. Ich finde, dass diese zwei Glaubensätze dafür verantwortlich sind, dass Menschen in unserer Gesellschaft trotz der vielen Kommunikationsmöglichkeiten vereinsamen und an sich selbst und anderen zweifeln. Ich halte das für eine gefährliche Entwicklung. Das muss so nicht bleiben…

Zwei populäre und gefährliche Glaubensätze

Diese zwei – aus meiner Sicht, falsche – Glaubensätze sind:

  1. Menschen SIND etwas [zum Beispiel: treu, untreu, ehrlich, unehrlich, etc.]
  2. Das, was Menschen TUN (zum Beispiel: das Betrügen oder das Fremdgehen) ist aus der Natur der Menschen zu erklären und nicht aus den Umständen
Worauf sind Menschen „ausgelegt“ und worauf sind wir „nicht ausgelegt“?
Ein Paar ist glücklich beim Essen. Ein Mann und eine Frau lächeln einander zu.

Menschen sind überhaupt nur auf wenige Dinge „ausgelegt“. Wir sind ausgelegt etwas zu essen, zu trinken und zu atmen (logisch: sonst sterben wir); wir sind darauf ausgelegt, Kleidung zu tragen (wir haben ja kein Fell mehr und es ist doch manchmal kalt) und wir sind darauf ausgelegt soziale Lebewesen zu sein. Wir kommunizieren sehr gern, wir sind neugierig, wir lieben Klatsch und Tratsch und wir wollen gern wissen, wer was mit wem macht – und all das hat einen evolutionären Grund. Wir sind zu dem geworden, was wir sind, weil wir uns um unser Überleben kümmern (Essen, Trinken, Atmen) und weil wir neugierig und sozial sind.
Was nicht ausgelegt ist, ist:

  • Was wir genau essen, trinken oder atmen
  • Welche Kleidung genau wir tragen
  • Wofür genau wir neugierig sind

Das heißt, unsere Vorlieben und Abneigungen, unsere Entscheidungen, Werte, Lebensentwürfe, unsere Wünsche und Pläne, unsere Ziele, unser Selbstbild, Menschenbild und Weltbild sind nicht „ausgelegt“.

All das ist das Produkt unserer bewussten und unbewussten Entscheidungen.

Entscheidungsfreiheit der Menschen

Das heißt, im Falle einer Beziehung entscheiden wir uns jedes Mal aufs Neue, wie wir uns zu verhalten haben. Es ist klar, dass wir manchmal aus Bequemlichkeit in Mustern handeln. Aber diese Muster sind nicht etwas, was wir nicht jederzeit ändern könnten.

Als Beispiel, weißt Du genau, dass Du gleich sofort aufstehen und zum Sport gehen, Dir danach eine gesunde Mahlzeit zubereiten und dasselbe jeden Tag wiederholen konntest. Du macht das alles womöglich nicht, weil Dir die richtige Motivation fehlt, aber können tust Du schon!

Ob Du das tust oder nicht, ist Deine Entscheidung. Das bedeutet, dass Du Dich jeden Tag aufs Neue entscheidest, ob Du zum Sport gehst, Dich gesund ernährst oder eben nicht.

Lerne, wovon Deine Beziehung profitiert

Wir lernen im Laufe des Lebens kontinuierlich. Manchmal ist uns das Lernen bewusst, aber in den meisten Fällen ist es uns absolut unbewusst. Und dennoch je mehr Du von etwas lernst, je mehr Du Dich mit etwas beschäftigst, desto besser wirst Du darin. Ist das nicht so?

Die Beziehungen sind da keine Ausnahme. Es ist mir bewusst, dass ich gerade angesichts der so vielen Trennungen eine unpopuläre Meinung vertrete, aber ich bin fest davon überzeugt, dass eine gesunde Beziehung kein Zufall ist, sondern kreiert werden kann, wenn man sich bewusst dafür entscheidet.

Mehr als das:

Eine gesunde Beziehung wird mit jedem Jahr immer schöner und die Sexualität in dieser Beziehung immer erfüllender.

Niemand kennt Dich so gut, wie Dein/e langjährige/r Partner/in. Und niemand weiß, was Dir (auch im Bett) gefällt und was nicht. Niemand kann Dich so berühren wie Dein/e langjährige/r Partner/in, Dir genau die richtigen Worte ins Ohr flüstern und Dich küssen wie sie oder er…

Und das erklärt auch das Phänomen, warum Ex-Partner so oft Sehnsucht nach einander haben. Die Kommunikation funktioniert nicht und die Beziehung liegt in Trümmern, aber die Sehnsucht ist trotzdem da und sorgt dafür, dass der oder die Nächste nach demselben Muster ausgesucht wird.

Ist Dir schon aufgefallen, dass Menschen sich immer wieder eine/n Partner/in aussuchen, der/die dem/der Ex in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich ist?

Eigentlich sind Menschen auf die Treue „ausgelegt“, nicht aufs „Betrügen“.

Eine innige Umarmung, die eine Untreue nicht vermuten lässt.
Wie ist dann die Untreue zu erklären?

Es gibt viele Ursachen für die Untreue, aber wenige Gründe.

Die Untreue ist eigentlich erst dann möglich, wenn die Beziehung nicht funktioniert. Die Untreue ist nicht per se schlecht, sie ist einfach nur ein Indikator dafür, dass etwas in der Beziehung schiefgelaufen ist.

Mit anderen Worten: Die dritte Person ist nicht wichtig, denn um sie geht es gar nicht. Es geht nach wie vor um zwei Menschen, die miteinander eine Beziehung führen und auf die eine oder andere Weise signalisieren, dass es ihnen in dieser Beziehung nicht gut geht.

Die Untreue ist ein verzweifelter Versuch, eine festgefahrene negative Situation zu verändern.

Was genau kann in Beziehungen schieflaufen?

Erinnerst Du Dich daran, worauf Menschen „ausgelegt“ sind? Essen, Trinken, Luft, Kleidung und unser soziales Leben sind Artefakten, die wir essentiell brauchen, um zu überleben.

Eine Beziehung läuft schief dann, wenn sie die Betroffenen so sehr eingrenzt und unter Druck setzt, dass etwas von diesen essenziell wichtigen Dingen nicht mehr ausgeübt werden kann.

Das klingt seltsam, aber jene von Euch, die eine toxische Beziehung erlebt haben, wissen, wovon ich rede:

Eine ungesunde Beziehung ist nicht bloß ein Begriff. Eine solche Beziehung macht Menschen tatsächlich auch körperlich krank. Sie nimmt Luft zum Atmen, sie isoliert sozial und macht einsam, sie produziert eine Reihe von Essstörungen, Allergien, Essensunverträglichkeiten und psychosomatischen Beschwerden.  

Was gehört zu einer gesunden Beziehung

Das Paradox: Keiner der Partner plant so etwas von Beginn an! Jeder, wirklich JEDER! – kommt in die Beziehung mit einer guten Intention und will den/die Andere/n glücklich machen!

Die Sache ist die, dass Menschen verlernt haben zu kommunizieren!

Menschen kommen in eine Beziehung mit einer bestimmten Vorstellung darüber, wie diese Beziehung auszusehen hat. Wenn beide Partner sich an ihrer eigenen Vorstellung festhalten und nicht bereit sind flexibel zu sein und dazuzulernen, wenn jede/r von ihnen die gute Intention des/der Anderen übersieht, dann hat die Beziehung ein Problem.

Die Untreue ist der Versuch, eine andere Vorstellung von einer Beziehung zu finden – eine, die besser zu der eigenen passen würde.

Weil Menschen glauben, dass wir etwas SIND, glauben sie auch, dass diese Vorstellung nicht veränderbar ist.  Und so scheint erst einmal logisch, dass eine andere Person gesucht werden muss… Und der Kreislauf startet neu…  

Welche alternativen Lösungen sind anstatt der Untreue und der Trennung möglich?
Menschen sitzen an Tischen in einem Restaurant. Woran erkennst Du die verheiratete Paare? Daran, dass sie nicht miteinander reden. Der Kommunikationsmangel kann zur Untreue führen.

Woran erkennst Du in einem Restaurant Paare, die verheiratet sind?

Richtig! Sie sprechen nicht miteinander.

Bei einigen mag das daran liegen, dass sie sich schon gut kennen. Sie kommunizieren ohne viel sagen zu müssen.

Bei anderen liegt das daran, dass sie aufgegeben haben etwas zu sagen, weil alles, was sie sagen, zum Streit führt und umgedreht und missinterpretiert wird.

Wenn Deine Beziehung sich nicht gut anfühlt, wenn Du Dich eingeengt fühlst, wenn Du Dich permanent rechtfertigen musst, bedeutet das noch lange nicht, dass Du fremdgehen oder Dich trennen musst, um wieder verstanden zu werden.

Das bedeutet nur, dass Deine Kommunikation in der Partnerschaft verbessert werden muss.

Starte Änderungen im eigenen Kommunikationsverhalten, nicht im Verhalten Deines Partners oder Deiner Partnerin

Immer wieder sehe ich, wie kleine Änderungen in der eigenen Person Wunder in der Paar-Beziehung bewirken.

Wenn ich manchmal um eine Prognose über eine bestimmte Beziehung gebeten werde, weigere ich mich mittlerweile etwas zu sagen, denn ich habe schon Beziehungen erlebt, die auf die erste Sicht keine Chance auf Bestehen hatten, weil die zwei so erbittert wirkten und scheinbar unmittelbar vor dem Beziehungsende standen. Und dennoch nach einem halben Jahr konnte man das Paar nicht mehr erkennen – so glücklich zusammen, so in sich geruht und ihrer Zukunft sicher.  

Es geht nichts über eine gute Kommunikation und eine Vision Deiner erfolgreichen Beziehung.

Weißt Du, vielleicht wäre es einfacher zu sagen, dass Menschen darauf ausgelegt sind, den Partner zu betrügen… und vielleicht wäre es einfacher dann sich in den eigenen vier Wänden einzusperren und keinem oder keiner mehr zu vertrauen… Einfacher schon, nur glücklicher würde es Dich nicht machen.

Du bist nicht „ausgelegt“ – Du hast immer eine Wahl:

Darüber, was Du genau glauben willst, welche Entscheidungen genau Du treffen wirst und welche Ziele und Visionen genau Du in Deinem Leben verfolgen möchtest…

Ich wünsche Dir vom ganzen Herzen viel Erfolg und viel Liebe!

Ein Liebespaar, dass nur Augen für einander hat. Die Untreue ist in diesem Augenblick nicht möglich.

Erfahre mehr über den Seitensprung in Beziehungen, sowie wie Du das Vertrauen aufbaust und testest.

Eifersucht

Warum ist die Eifersucht ein Gift für Deine Beziehung und wie kannst Du sie überwinden?

Ob Du bereits eine 25-jährige Beziehung hinter Dir hast oder ein Teenager-Mädchen bist – wir alle kennen das Gefühl der Eifersucht:

Den Knoten im Magen, innere Unruhe, Ohnmacht und Fassungslosigkeit, die entstehen, wenn wir Angst haben, jemanden zu verlieren, den wir lieben.

Manche von uns erfahren diese giftige Emotion öfter und intensiver, die anderen – seltener und abgeflachter. Angenehm ist sie auf jeden Fall nicht.

Ein bisschen Eifersucht muss nicht schlecht sein – insbesondere dann, wenn sie Deinem Partner schmeichelt und ihm das Gefühl gibt, jemand Besonderer für Dich zu sein. In diesem Fall wird die Eifersucht meist auch mit einer Prize Humor zum Ausdruck gebracht. Wenn das der Fall ist – Deine Beziehung ist sicher, Du kannst erleichtert aufatmen und Dich selbst beglückwünschen.

Schwierig wird es, wenn Du die „Gründe“ für die Eifersucht viel zu ernst nimmst und das Vertrauen in der Beziehung generell in Frage stellst.

Hier ist ein kleiner Test für Dich.

Test: Ist Deine Eifersucht ein Problem?

Bitte, antworte auf folgende Fragen mit Ja oder Nein:

  • Ich mache mir Sorgen, weil mein Partner des Öfteren länger im Office bleibt, und ich bin mir nicht sicher, dass es dabei wirklich um die Arbeit geht.
  • Ich mache mir Sorgen, weil er immer wieder eine bestimmte Frau lobt (seine Kollegin, seine Nachbarin, seine Ex, etc.)
  • Ich mache mir Sorgen, weil er anderen Frauen hinterher schaut, übermäßig freundlich ist und Komplimente macht.

Wie oft hast Du mit Ja geantwortet?

Einmal Ja – lasse ich noch als „normal“ gelten, aber wenn Du zwei oder gar alle drei Fragen mit Ja beantwortet hast, kann es sein, dass Du unter Eifersucht leidest. Diese Eifersucht ist in Deiner Persönlichkeit verankert und hat absolut nichts mit dem Verhalten Deines Partners zu tun. Diese Eifersucht kann Deine Beziehung ernsthaft gefährden.  

Es gibt eine begründete Eifersucht und eine unbegründete.

In den meisten Fällen ist die Eifersucht nicht durch irgendwelche äußeren Ereignisse begründet, sondern resultiert sich aus der Person heraus, die eifersüchtig ist.

Über diese unbegründete Eifersucht reden wir heute.

Ich will nicht leugnen, dass es auch eine begründete Eifersucht gibt, bei der Du die Anzeichen wahrnimmst, dass der Partner Dich tatsächlich betrügt. Über diese Anzeichen und darüber, wie Du die Untreue erkennst, spreche ich in einem anderen Beitrag.

Ich möchte aber klarstellen: Auch in diesem Fall oder gerade in diesem Fall würde die Eifersucht die Beziehung nicht retten, sondern ihr Ende beschleunigen.

Wenn Du die Anzeichen dafür siehst, dass Dein Partner Dir fremdgeht, und dennoch Deine Beziehung retten willst, bedarf es einer anderen Strategie und die Eifersucht ist auch hier schädlich.

Die Eifersucht ist wirklich zu nichts gut. Es lohnt also zu lernen, wie Du mit dieser destruktiven Emotion zurechtkommst.

Wie Du die Eifersucht überwindest und was Du stattdessen unternehmen kannst, um wieder glücklich, gelassen und voller Zuversicht zu werden, erfährst Du in diesem Beitrag.

Lass uns jetzt über die Gründe von Eifersucht sprechen.

Wie entsteht die Eifersucht?

Die Eifersucht entsteht, wenn Du Dich mit einer anderen Person vergleichst und glaubst, dass sie besser ist als Du: Sie ist schöner, kluger, erfolgreicher. Das muss so nicht sein, aber eine eifersüchtige Person sieht sich selbst im Vergleich immer als Verlierer – nicht schön genug, nicht klug genug, nicht erfolgreich genug. Und da kommen die Panik und die Verlustangst hoch: Du hast Angst, dass Dein Partner Dich nicht mehr lieben würde, weil eine Andere besser ist als Du. Du könntest den Mann verlieren, den Du liebst. Du beginnst zu klammern, seine Post und seine Textnachrichten zu lesen und hinterher zu spionieren. Das Vertrauen ist nicht mehr da. Womöglich sprichst Du schlecht über die andere Frau. Auch das wird Dir eher Minus- als Pluspunkte einbringen: Dein Partner fragt sich, woher diese kritische Einstellung überhaupt kommt. Je mehr Du Dich sorgst, desto mehr Unruhe bringst Du in Deine Beziehung und bewirkst genau das Gegenteil. Ohne es zu wollen, wirst Du Deinen Partner durch Dein Misstrauen verletzten und mit Deinen eigenen Händen das Ende Deiner Liebe einleiten.

Die Tatsache ist: Es wird immer jemanden geben, der schöner, kluger, erfolgreicher ist als Du. Auf diesem Planeten leben ca. 7 Milliarden Menschen. Und jeder Mensch besitzt die Eigenschaften, in denen er besser ist als die anderen. Auch Du besitzt die Qualitäten, die Dich besonders und einzigartig machen.

Wie kommt es dann, dass so viele Menschen dieser giftigen Emotion ausgesetzt sind?

Oft liegt die Ursache in der ursprünglichen Familie:

Wenn Du bereits als Kind für Deine Leistungen geliebt wurdest und nicht einfach dafür, dass es Dich gibt.

Wenn Dein Partner sich für Dich entschieden hatte, hat er sich nicht für bestimmte Qualitäten entschieden – was Du kannst oder bist, sondern für das Gesamtpaket. Er liebt Dich dafür, dass es Dich an seiner Seite gibt – für Eure Gespräche, für die Wärme, die Du ihm gibst, für Humor, Unterstützung und Leidenschaft. Und auch für das Vertrauen zwischen Euch.

Mir ist kein einziger Fall bekannt, dass die Eifersucht eine Beziehung gerettet und glücklich gemacht hatte.

Aber sie hat viele Beziehungen zerstört.

In den allermeisten Fällen können die Betroffenen nicht zugeben, dass sie eifersüchtig sind. Sie suchen die Ursache immer in ihrem Partner:

„Ich will, dass er sich ändert…“

„Ich will, dass er aufhört…“

„Ich will, dass er sich anders verhält…“

Wenn Du diese Sätze liest, was fällt Dir auf?

Sowohl das Problem als auch die Lösung für das Problem werden in der anderen Person gesucht und nicht in sich selbst. Das ist doch absurd, nicht wahr?  

Der folgende Vergleich ist vielleicht etwas übertrieben, demonstriert jedoch sehr deutlich die Unsinnigkeit eines solchen Verhaltens:

Stell Dir vor: Du bist erkältet, kommst zu Deinem Partner und sagst: „Ich will, dass Du diese Tablette schluckst, damit ich keine Halsschmerzen mehr habe…“ Das ist doch Unsinn, nicht wahr?

Und auch die Verantwortung für Deine Eifersucht musst Du selbst übernehmen. Das ist Dein Problem und nicht das Deines Partners.

Wie kommst Du mit Deiner Eifersucht zurecht?

Wahrscheinlich ahnst Du schon, was jetzt als erster Schritt kommt. Wenn Du mit Deiner Eifersucht zurechtkommen möchtest:

  1. Mache es Dir als erstes bewusst, dass Du diese Eifersucht hast. Mache es Dir bewusst, dass sie Dein Problem ist und nicht das Deines Partners.

Das ist ein sehr wichtiger Schritt.

Manche Klientinnen fragen mich: „Das verstehe ich mit Eifersucht. Aber fändest Du selbst in Ordnung, dass er mich anlügt, dass er mit einer anderen flirtet und sie lobt?“ Ich sage ganz ehrlich: „Ich fände das nicht von Relevanz. Ich weiß nicht, ob Deine Eifersucht begründet oder unbegründet ist. Ich kenne Deinen Mann nicht. Ich weiß jedoch, dass Du ihn nicht halten kannst, indem Du immer eine säuerlich-eifersüchtige Frau an seiner Seite bist. Genau dieses Verhalten wird ihn dazu bewegen, Dich anzulügen, mit anderen Frauen zu flirten und ihnen hinterherzuschauen. Irgendwann einmal wird er gehen. Und der Grund wird Deine Eifersucht sein. Wenn Du das nicht willst, musst Du lernen, diese Emotion zu eliminieren und die Macht über Deine eigenen Gefühle wiederzuerlangen.“

  • Kontrolliere Dein Kopfkino.

Menschen sind visuelle Wesen. Wir visualisieren den ganzen Tag – die positiven Ereignisse in unserem Leben und die negativen. Unsere inneren Bilder können uns helfen unsere Ziele zu erreichen, aber sie können auch uns in die Irre führen, unglücklich machen und die Taten rechtfertigen, die uns schaden, und die wir sonst nie machen würden. Vertreibe die negativen Bilder aus Deinem Kopf. Visualisiere stattdessen eine vernünftige Erklärung für Deine Zweifel.
Erinnerst Du Dich an den Test und die drei Fragen, die ich Dir am Anfang dieses Beitrags gestellt habe?
Nun, visualisiere vernünftige Lösungen:

  • Wenn Dein Partner zu lange arbeitet, stell ihn Dir vor Deinem geistigen Auge als fleißig und zielstrebig vor.
  • Wenn er eine andere Frau lobt, erkläre das damit, dass Dein Partner freundlich und wertschätzend ist. Du hast Dich schließlich genau deswegen für ihn entschieden.
  • Wenn er Frauen hinterherschaut, sei stolz darauf, dass es zwar viele schöne Frauen gibt, aber er sich für Dich entschieden hat.
  • Stärkere Dein Selbstbewusstsein.

Nimmt Dir einen Stift und ein Stück Papier und schreibe auf, welche liebenswerten Eigenschaften Du besitzt. Warum hat sich Dein Partner in Dich verliebt? Schreibe mindestens 10 Eigenschaften und lese sie Dir täglich vor. Verwöhne Dich selbst mit Komplimenten und netten Gesten. Am Anfang fühlt es sich seltsam an, aber mit der Zeit gewöhnst Du Dich daran, Dir selbst Respekt und Wertschätzung entgegenzubringen. Menschen behandeln Dich nämlich genauso gut oder schlecht, wie gut oder schlecht Du Dich selbst behandelst.

  • Stärkere das Vertrauen Deinem Partner gegenüber.

Genau wie in dem Punkt zuvor schreibe auf, wofür Du Dich einst in Deinen Partner verliebt hast. Was macht ihn für Dich so einzigartig? Mich würde nicht überraschen, wenn Du plötzlich entdeckst, dass genau diese Eigenschaften, die Du am Anfang der Beziehung so sehr geschätzt hattest, jetzt für Eifersucht gesorgt haben. Lasse es nicht zu. Sehe in Deinem Partner wieder einmal den Traummann, in den Du Dich damals verliebt hattest.

  • Sprich mit Deinem Partner über Dein Eifersuchtsproblem.

Erkläre ihm, dass einige seiner Verhaltensweisen dazu führen, dass Du eifersüchtig bist. Mach ihm dabei klar, dass Du keine Vorwürfe machst, sondern ihn um Unterstützung bittest. Sag ihm, welche Situationen genau in Dir diese Emotion auslösen. Frage ihn um den Rat und sage ihm, dass Du an Dir arbeitest. Findet gemeinsam Lösungen zu jeder Situation.

Achte darauf, dass Du wirklich keine Forderungen stellst und keine unrealistischen Ansprüche äußerst. Sag ihm, dass Du ihm vertraust und dass Du die Beziehung mit ihm sehr schätzt, aber dass es Dir die Leichtigkeit fehlt, die Du am Anfang der Beziehung genossen hast.

Erkläre ihm auch, was er machen kann, damit Du Dich wieder geliebt und sicher fühlen kannst.

Ein einfühlsamer Partner wird das merken und Dich bei Deinem persönlichen Wachstum unterstützen.

Wenn Du auf Deine konkrete Situation zugeschnittene Hilfe brauchst, wenn Du Deine Beziehung unbedingt retten willst und wenn Du den Mann Deiner Träume für Dich gewinnen willst, melde Dich zu meinem Coaching. Die erste Session ist kostenlos für Dich.

Ich helfe Dir:

  • Deine konkrete Situation zu analysieren und die bestmögliche Lösung zu finden
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  • Den Mann Deiner Träume für Dich zu gewinnen
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  • Deine Ziele zu setzten und zu erreichen

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Ich werde Dich über WhatsApp erreichen.

Du findest mich auf:

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Ich freue mich auf Dich!

Ganz liebe Grüße,

Swetlana

Wie verliebst Du Dich nicht in den Falschen?

Viele Kundinnen erzählen mir, dass sie das Problem haben, sich oft in den Falschen zu verlieben. „Warum ziehe ich bloß die falschen Männer an?“ – fragen sie fassungslos und glauben oft, dies sei ihr Schicksal.

Dabei kann jede von ihnen früher oder später Problemfelder bei einem Mann ganz gut identifizieren. Jede weiß ganz genau, was ihr nicht passt und was sie sich stattdessen wünscht.

Das Problem dabei ist, dass zu diesem Zeitpunkt sie bereits für diesen Mann Gefühle entwickelt hatte – Gefühle, die sie an ihn binden. So geraten diese Frauen schnell in den Teufelskreis:

„Ich liebe ihn, aber ich kann gewisse Eigenschaften von ihm nicht ertragen. Also, hoffe ich, dass er sich ändern wird oder versuche ihn zu verändern.“

Drei Mal darfst Du raten, wie oft eine solche Veränderung stattgefunden hat? Nie!

Die Grundprämisse im Coaching ist: Man kann nur eine Person auf der Welt verändern – sich selbst. Sonst niemanden!

Also: Was kannst Du tun, um den für Dich falschen Mann so früh wie möglich zu erkennen, ohne in ihn Deine Gefühle zu investieren?

Gefühle zu investieren ist ein ziemliches Risiko. Du kannst es mit Aktieninvestment vergleichen: Würdest Du Dein gesamtes Geld in eine Firma investieren, von der Du nichts weiß, außer der Information, die in der Werbebroschüre zu lesen ist?

Die seriösen Investmentberater werden Dir immer raten, Dein Investment zu streuen und auf mehrere Firmen zu verteilen. Genau so verhältst Du Dich im Dating.

Mit folgenden 5 Tipps wirst Du es schaffen, Dich nicht in den Falschen zu verlieben:

  1. Wenn Du einem Mann viel zu früh Exklusivität einräumst, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass Du mit ihm Probleme erleben wirst:
    1. Erstens, Du fokussierst Dich auf ihn und neigst dazu, die Mängel zu übersehen, weil Du ihn mit anderen Männern nicht vergleichen kannst;
    1. Zweitens, selbst, wenn Du ein Problemverhalten in ihm wahrgenommen hast, neigst Du dazu es zu verharmlosen, weil er gerade am Anfang der Beziehung Dein Bedürfnis nach Liebe erfüllt.

Fallbeispiel:

Eine Klientin von mir wusste am Anfang ihrer Beziehung sehr genau, dass der Mann an ihrer Seite gern feiern geht und sein Alkoholkonsum oft nicht in Griff hat. Sie wurde mehrmals von ihren gemeinsamen wohlwollenden Freunden darauf aufmerksam gemacht. Aber sie war verliebt und hat sich eingebildet, diesen Mann nach der Hochzeit verändern zu können. Nun sind sie verheiratet, haben einen wunderbaren kleinen Jungen, und der übermäßige Alkoholkonsum des Vaters ist immer noch wie er vorher war. Das Paar hat eine Eheberatung aufgesucht. Aber auch nach mehreren Gesprächen sieht der Mann nicht ein, dass sein Verhalten überhaupt ein Problem darstellt. Schließlich war es vor der Hochzeit ja auch kein Problem. Er war immer ehrlich zu seiner Frau und hat sich nie verändert.

Dieses Problem hätte die junge Frau leicht umgehen können, wenn sie zu Beginn der Beziehung ihren eigenen Werten bewusst wäre und ihre Gefühle nicht vorzeitig investiert hätte.

Als Faustregel gilt: Du musst den Mann Deiner Wahl mindestens drei Monate regelmäßig daten, bevor Du Dich auf ihn exklusiv einlassen kannst.

Wenn Du Deine Entscheidung getroffen hast, teile ihm sie ruhig mit und frage, ob er seinerseits bereit ist, eine exklusive Beziehung mit Dir zu führen. Meistens sind Männer durchaus ehrlich, und so weißt Du, woran Du bist, und ob es eine gute Idee ist, Deine Gefühle und Deine Zeit in diesen Mann weiterhin zu investieren.

  • Hüpfe nicht zu schnell mit ihm ins Bett: Beim Sex bindet sich ein Mann nicht, eine Frau dagegen schon. Es werden bei Dir Bindungshormone ausgeschüttet, die Dir es unnötig schwer machen werden, den kühlen Kopf zu bewahren. Lerne ihn doch stattdessen besser kennen.

Als Faustregel gilt: Mindestens 7 Dates braucht ihr beide, um eine Bindung gleicher Intensität aufzubauen. Passiert der Sex schon davor, wird der Mann sich wahrscheinlich zurückziehen und Du gerätst in Abhängigkeit. Glaube mir – das willst Du nicht.

7 Dates sind auch gut geeignet, um einen Player auszusortieren. Kein Mann wird so lange in eine Frau investieren, die er nur erobern und verlassen möchte. Wenn seine Absichten also nicht ernst sind, wird er schon vorher abziehen und Du Dir so einige Herzschmerzen ersparen.

Investiere Deine Zeit und Deine Gefühle in wertvolle Männer, die es mit Dir ernst meinen. Fokussiere Dich darauf, den Mann wirklich kennenzulernen, stelle ihm Fragen und zeige ernsthaftes Interesse an seiner Person. So ersparst Du Enttäuschung – und zwar für beide Seiten.

  • Beeile Dich nicht damit, den Mann Deinen Freunden und Deiner Familie vorzustellen. Warte, bis mindestens ein Monat ohne Probleme, Streit und auffälliges Verhalten vergeht. Versuche in dieser Zeit eine möglichst objektive Meinung von ihm zu bilden. Das viel zu frühe Aufnehmen in den engsten Familien- und Freundeskreis kann in ihm die Hoffnung erwecken, dass Du ihn bereits ausgewählt hast. Das wäre nicht ehrlich Dir selbst und ihm gegenüber.

Ein gutes Zeichen ist, wenn er seinerseits Dich seinen Freunden und seiner Familie vorstellen möchte. Das offenbart seine ernsthaften Absichten Dir gegenüber. Erst wenn Du dieses Zeichen von ihm erhalten hast und Eure Beziehung auch sonst harmonisch und entspannt ist, kannst Du den nächsten Schritt planen.

  • Mach ein Experiment und sag „nein“ zu etwas, was von mittlerer Bedeutung ist, und beobachte seine Reaktion. Obwohl es eigentlich selbstverständlich sein sollte, dass Du einen Partner aussuchst, der nur und ausschließlich Deinen Kriterien entspricht, lassen sich viele Frauen unter Druck setzen: „Du verhältst Dich unfair“, – hören sie dann oft und reagieren mit… einem schlechten Gewissen darauf.

Der Richtige würde Dich niemals schlecht fühlen lassen, auch dann nicht, wenn Du einen Fehler machst. Mach es Dir klar: Du musst nicht zu jedem fair sein. Du musst niemanden akzeptieren, der mit Deinem „nein“ nicht umgehen kann, der Dich mit Vorwürfen überschüttet, unter Druck setzt und Dir das Gefühl vermittelt, dass etwas mit Dir nicht in Ordnung ist. Wenn er das jetzt schon tut, wie wird die Beziehung nach einigen Jahren aussehen, wenn die Verliebtheit nicht mehr da sein wird? Und wenn eines sicher ist, dann das: Die Verliebtheit lässt nach 6 Wochen bis spätestens 18 Monaten nach. Was bleibt, werden Eure gemeinsamen Werte sein wie Liebe, Anstand, Toleranz und Lebensfreude.

  • Nimm Dir Zeit für Selbstreflexion. Welche Werte sind Dir in einer Beziehung wichtig? Welche davon erfüllt er und welche nicht? Sprich darüber mit der Person Deines Vertrauens. Das wird Dir helfen, Dich selbst und Deine Bedürfnisse besser kennenzulernen.

Halte Dich an Deinen Werten fest und Du wirst Dich niemals zu einem Falschen hingezogen fühlen.

Was Du genau machst, damit Du den Richtigen erkennst und eine liebevolle Partnerschaft mit ihm aufbaust, erfährst Du in meinen Seminaren und in meinem Coaching.

Ich helfe Dir:

  • Deine konkrete Situation zu analysieren und die bestmögliche Lösung zu finden
  • Eine starke selbstbestimmte Persönlichkeit (wieder) zu werden
  • Deine Attraktivität zu steigern und ein Männermagnet zu werden
  • Den Mann Deiner Träume für Dich zu gewinnen
  • Seine Jagdtrieb nach Dir zu erwecken
  • Deine Kommunikationsfähigkeit zu verbessern
  • Deine Ziele zu setzten und zu erreichen

Erfahre mehr im kostenlosen Strategiegespräch mit mir. Trage Deinen Wunschtermin einfach in meinem Kalender ein: www.lifeculturepublishing.com/#coaching Ich werde Dich über WhatsApp erreichen.

Ich freue mich auf Dich!
Ganz liebe Grüße,
Swetlana

Kommunikation der erfolgreichen Paare: der Michelangelo Effekt

Michelangelo Effekt ist bei vielen besonders glücklichen und zufriedenen Paaren beobachtet worden. Lese, wie er funktioniert.

Michelangelo Effekt ist bei vielen besonders glücklichen und zufriedenen Paaren beobachtet worden.

Michelangelo Effekt ist nach dem italienischen Bildhauer Michelangelo Buonarroti  benannt worden, der fähig war in dem lieferten Stück Marmor bereits eine Figur wahrzunehmen, selbst dann (oder gerade dann), wenn dieses Stück Marmor ungünstig geschnitten war. Michelangelo kaufte billige Stücke ein und kreierte daraus Statuen, deren Schönheit alle anderen übertraf. Nach seinen Aussagen hat er „einfach“ den überflüssigen Marmor entfernt und die Kunststücke „befreit“. Er sei in Einklang mit seiner Schaffung gewesen und sie gesehen, bevor sie überhaupt da war.

Michelangelo Effekt bei Paaren funktioniert ähnlich: Paare „formen“ sich gegenseitig, indem sie nur die besten Qualitäten von einander sehen und betonen. Mit der Zeit streben Paare an, der in sie gelegten Erwartung zu entsprechen.  Indem nur deren positive Eigenschaften „gespiegelt“ werden, „trainieren“ sie diese besonders gern und oft und erreichen somit das ideale Selbstbild.

Wie kannst Du Michelangelo Effekt konkret nutzen?

  • Fokussiere Dich auf die positiven Eigenschaften Deines Partners: Betrachte sie als ein fester Bestandteil von ihm und betone oft, wie stolz Du auf ihn bist
  •  Betrachte die negativen Eigenschaften als vorübergehend. Fehler sind NICHT die Eigenschaften einer Person, sondern ergeben sich aus der konkreten Situation und sind da, um daraus zu lernen. Am besten: blende sie einfach aus
  • Fokussiere Dich auf das positive in Deiner Beziehung im Allgemeinen: Zeige überschwänglich Deine Freude und Dankbarkeit jedes Mal, wenn Dein Partner etwas für Dich tut; betone, wie gut ihr zusammenpasst und wie glücklich Du mit ihm bist

Ich wünsche Dir viel Weisheit und Glück!

Alles Liebe,
Deine Swetlana