Dreieck der Liebe

Laut Forschung besteht Liebe aus drei Grundelementen – Intimität, Leidenschaft und Bindung (Commitment) (Sternberg (1988))

Intimität bezieht sich auf das Gefühl dem Partner emotionell nahe zu sein. Leidenschaft bezieht sich auf die Anziehung und sexuale Attraktivität. Und Bindung bezieht sich auf zwei Entscheidungen: Eine kurzfristige Entscheidung, mit diesem Partner zusammen sein zu wollen. Und eine langfristige, diese Partnerschaft zu pflegen und zu schützen.

In einer romantischen Beziehung suchen die meisten Menschen für gewöhnlich alle drei Komponente.

Eine Studie an der Universität in Memphis hat sich zum Ziel gesetzt das Verhalten von Frauen zu untersuchen, die sich in einer langfristigen glücklichen Beziehung befinden.

Dabei ist es aufgefallen, dass die Entwicklung einer glücklichen Beziehung einem gewissen Muster folgt.

  • Erste Phase: Frauen beurteilen den Kandidaten als möglichen Partner nach Kriterien, die ihnen wichtig sind: zum Beispiel, Zuverlässigkeit, Aufmerksamkeit, Intelligenz, Treue. Die Anziehung und Leidenschaft für einander entwickeln sich in dieser Phase.
  • Zweite Phase: Frauen fokussieren sich auf die Gemeinsamkeiten wie gemeinsame Werte, Überzeugungen (zum Beispiel, Religiosität, Bildung). In dieser Phase wird der Partner oft Eltern und Freunden vorgestellt, deren Urteil oft eine Rolle spielt.  Die Gemeinsamkeiten erzeugen das Gefühl der Intimität und der Einzigartigkeit dieser Beziehung. In dieser Phase wird der Partner exklusiv ausgewählt.
  • Dritte Phase: Trotz der abschätzenden Einstellung in der ersten Phase der Beziehung treffen alle Frauen zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Entscheidung ihren Partner bedingungslos zu lieben so wie er ist – mit all seinen Fehlern und Schwächen. Im Gegenzug scheint es ihnen wichtig zu sein so akzeptiert zu werden, wie sie nun mal sind. Das Gefühl der Zusammengehörigkeit wächst; die Beziehung füllt sich als „richtig“ an; und die Frauen entwickeln das Bedürfnis die Beziehung zu diesem Mann langfristig – am besten ein Leben lang – zu pflegen.

Fazit: So bestätigt die Studie die Theorie des Dreiecks der Liebe. Die Entscheidung für bedingungslose Liebe scheint eine entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche Beziehung zu sein.

Was kannst Du daraus mitnehmen, wenn Du auf der Suche bist?

  • Pre-phase: Mache Dir bewusst, welche Eigenschaften Du in Deinem Partner unbedingt sehen willst und welche ein absolutes „No-go“ für Dich sind
  • Erste Phase: Beurteile Deinen Kandidaten nach diesen für Dich wichtigen Kriterien in der ersten Phase Eurer Beziehung
  • Zweite Phase: Lass Dir Zeit, genieße jedes Gespräch mit Deinem Kandidaten, zeige ihn Menschen, denen Du vertraust. Du musst Dich von der fremden Meinung nicht beeinflussen lassen, aber Du kannst unterschiedliche Sichtweisen lernen
  • Dritte Phase: Wenn Deine Anforderungen im Großen und Ganzen erfüllt sind, entspanne Dich und sei einfach glücklich. Herzlichen Glückwunsch! Du hast Deinen Traumpartner gefunden. Konzentriere Dich auf Deine und seine positiven Eigenschaften, sei stolz auf Euch als Paar

Noch viel mehr zum Thema Beziehungen kannst Du in meinem Coaching und meinen Seminaren lernen.

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Weiterführende Literatur:

“WIE ICH IN EINER GLÜCKLICHEN BEZIEHUNG ENTSTEHT: FRAUENPROZESS FÜR ERFOLGREICHE PARTNERING”, HEIDI M. LEVITT, PhD, ist Dozent an der University of Memphis, In: Journal of Humanistic Psychology 4, Oktober 2006 449-473 DOI: 10.1177 / 0022167806286744 © 2006 Sage Publications

Finde Deinen Seelenpartner mit Ampel-Strategie

Das Bedürfnis nach Liebe und Verbindung ist eines der stärksten Bedürfnisse der Menschen. Außerdem ist es universell: Es gibt kaum einen Menschen, der sich nicht nach Liebe und Verbindung sehnt.

Wenn wir alle eigentlich dasselbe wollen, warum gibt es dann so viele Menschen, die Schwierigkeiten haben, einen Partner zu finden?

Abgesehen von belastenden Glaubensätzen, Ängsten und zu wenig Selbstliebe, kann auch falsche oder gar fehlende Strategie der Grund dafür sein, dass viele Datings zu keiner tieferen Beziehung führen.

Finde heraus, wie Du mithilfe einer einfachen Strategie einen Partner findest, der perfekt zu Dir passt.

Die Ampel-Strategie


Phase 1: Mache Dir Deine Werte bewusst

In der ersten Phase der Ampel-Strategie geht es darum, Dich mit Deinem Ziel auseinanderzusetzen und genau zu überlegen, welche Eigenschaften Du in Deinem Partner unbedingt haben willst (Grünes Licht), welche auf gar keinen Fall sein dürfen (Rotes Licht) und bei welchen Du erst mal vorsichtig und wachsam bleibst (Gelbes Licht).

Diese Kriterien sind nichts anderes als Deine Werte. Du trägst sie in Dir seit Deiner Kindheit, Du handelst danach und beurteilst Menschen danach. Sollte ein Wert von Dir verletzt sein, fühlst Du Dich gekränkt. Dabei geschieht das selten absichtlich. Meistens sind es einfach unterschiedliche Werte, die aneinandergeraten. 

Je besser Du Dich also vorbereitest, je genauer Du Kriterien festlegst, desto höher ist die Chance, dass Du einen Partner findest, der Deine Werte teilt, versteht und respektiert.

Rotes Licht

Es dürfte Dir – wie meisten Menschen – leicht fallen zu sagen, was Du nicht willst. Das entspricht rotem Licht einer Ampel. Fange damit an und schreibe auf… (ich meine, dass Du wirklich den Stift und das Blatt Papier nehmen und aufschreiben sollst – jetzt gleich 😊), welche Eigenschaften Du auf gar keinen Fall zulassen willst – kompromisslos.

Als Beispiel, findest Du eine Liste der möglichen Eigenschaften hier:

Ich werde mich gar erst nicht mit einer Person treffen, die

·        unangenehm aussieht oder riecht  

·        aktiv süchtig ist

·        in einer Beziehung oder kurz nach einer langfristigen Beziehung ist

·        zu alt / zu jung für mich ist

·        mich belügt

·        schlechte Gewohnheiten hat: Bewegungsmangel, schlechte Essgewohnheiten, Rauchen etc.

·        langfristig arbeitslos ist

·        keine eigenen Hobbys oder Interessen hat

·        meine Anrufe und Texte oft ignoriert oder Verabredungen nicht einhält (für mich oder andere)

·        mehr an Sex als an Verbindung interessiert ist

Gelbes Licht

Nun, wo Du jetzt weißt, was Du nicht willst, schreibe auf, welche Eigenschaften bei Deinem Kandidaten Dir vielleicht nicht unbedingt gefallen würden, aber Du damit leben könntest.

Denk daran: Es gibt nur eine Person auf dieser Welt, die Du ändern kannst – das bist Du selbst. Rechne gar nicht damit, dass dein Kandidat aus Liebe zu Dir sich ändern wird. Höchst wahrscheinlich wird er das nicht bzw. wird es das nicht können. Also sei realistisch und erwarte es gar nicht.

Stufe als „gelb“ nur die Eigenschaften ein, mit welchen Du wirklich, wirklich, wirklich leben kannst.

Als Beispiel, findest Du eine Liste der möglichen Eigenschaften hier: Ich werde vorsichtig sein mit einer Person, die

·        egoistisch zu sein scheint – mehr an sich interessiert als an allem anderen (einschließlich unserer Beziehung)

·        für gewöhnlich zu spät kommt

·        die schlecht über Menschen redet (insbesondere über den / die Ex-partner/in)

·        meint, dass ich immer für alles bezahlen soll

·        über alle unsere Unternehmungen allein bestimmen will

·        an meinen Freunden und meiner Familie kein Interesse zu haben scheint

·        nicht möchte, dass ich ihre Freunde oder Familie innerhalb von ein paar Monaten nach der Verabredung treffe

·        mir am ersten Tag alles über ihre innere Welt verrät, einschließlich früherer Dating-Erfahrungen und Therapien

·        meine Meinung oder meine Individualität nicht zu schätzen scheint

Grünes Licht

Hier schreibst Du Eigenschaften, die Du in Deinem Partner suchst; die Dir auf jeden Fall wichtig sind.

Als Beispiel, findest Du eine Liste der möglichen Eigenschaften hier:

Ich suche eine Person, die unbedingt

·        eine langfristige monogame Beziehung sucht

·        sich für mich interessiert, so wie ich wirklich bin, und die mich so interessiert, wie sie wirklich ist

·        sich um meine Gedanken und Gefühle kümmert

·        unsere Beziehung genauso sehr schätzt wie ich

·        einige gemeinsame Interessen mit mir teilt (Filme, Kunst, Sport, Essen, Hobbies etc.)

·        ähnliche Werte und religiöse Überzeugungen wie meine hat

·        ein eigenes erfülltes Leben führt und mich nicht für ihr Glück zuständig macht

·        eigene Freunde hat

·        freundlich, lebensbejahend, aktiv und bodenständig ist

·        großzügig und hilfsbereit ist und dennoch, wenn nötig, Grenzen setzen kann

·        Kinder mag

Wenn die Liste fertig ist, zeige sie mindestens einer Person Deines Vertrauens und bitte um Feedback. Die Liste soll sinnvoll, realistisch und messbar sein: Welche Kriterien müssen vorliegen, damit Du weißt, dass die Person diese oder jede Anforderung erfüllt bzw. nicht erfüllt?

Wenn notwendig, arbeite die Liste noch einmal durch, bis Du zufrieden bist. 

Phase 2: Dating

Nun hast Du Deine Hausaufgaben erledigt und kannst loslegen. Man schätzt, dass Paare durchschnittlich 20 bis 25 Kandidaten treffen müssen, bevor sie sich gegenseitig als die Richtigen „erkennen“. Ich denke, dass die wahre Zahl viel höher liegt. Wenn Du einen Partner fürs Leben suchst, kannst Du auch gerne 100 Kandidaten mit Deiner Ampel-Check-Liste abgleichen.

Ganz wichtig! Wenn Du nach 25 Dates oder mehr immer noch keinen Richtigen gefunden hast, liegt es nicht an Dir.

Du willst einen Partner finden, der Dich so lieben wird, wie Du bist – egal, wie viel Du wiegst und wie alt Du bist. Glaube mir: Es gibt ihn bestimmt!

Manchmal braucht man einfach etwas länger um ihn tatsächlich zu treffen. Wenn Du ihn nicht getroffen hast, bedeutet, dass er Dich ja auch noch nicht getroffen hat. Du darfst jetzt nicht aufgeben. Überlege Dir, was würdest Du damit Euch beiden antun!

Passe nicht Deine Anforderungen an, ändere den Ort, wo Du suchst. 

Phase 3: Entscheidung

Nun… Stell Dir vor: Du hast 100 Personen getroffen, 100 Tassen Kaffee in Deinem Lieblings-Café getrunken, mehr als 100 verschiedene Gespräche mit verschiedenen Menschen geführt.

Du fühlst Dich zu einem Kandidaten hingezogen und er antwortet mit Gegenseitigkeit.

Es ist sicherlich eine schöne Zeit, möglicherweise bist Du bereits verliebt, und dennoch: Du darfst ihm (noch) nicht das Gefühl geben, dass er Dich bereits für alle Zeiten gewonnen hat. Es ist an der Zeit ihn Menschen vorzustellen, denen Du vertraust: vielleicht sind das Deine Eltern, vielleicht Deine Freunde… Auf jeden Fall nimm ihr Feedback ernst. Achte auch darauf, ob er Dich seinerseits seinen Eltern bzw. Freunden vorstellen will: Das ist ein gutes Zeichen.

Zu diesem Zeitpunkt kennst Du die Person bereits sehr gut: Was sind ihre Stärken, was sind die Schwächen? Kannst Du mit diesen Schwächen leben? Wenn die Antwort ja ist, ist Deine Suche abgeschlossen…

…Und das ist das Schwierigste an dem Ganzen:

Bei der großen Anzahl der Kandidaten, bei vielen Möglichkeiten, kann es passieren, dass, wenn Du Dich auf eine Person festlegst, das Gefühl aufkommen kann, dass Du Dich der Wahlmöglichkeit beraubst.  Psychologen nennen das: „Choosing feels like Losing“– Effekt (Wählen fühlt sich wie Verlieren an).

Der Schlüssel ist Deine bewusste Entscheidung für diesen einen Partner. Und diese triffst Du nicht bloß einmal. Jeden Tag, wenn Du aufstehst, entscheidest Du Dich für ihn, wieder und wieder einmal. Viele erfolgreiche Paare berichten von diesem Entscheidungsprozess – immer und immer wieder sich klar machen, dass Du genau diesen Partner ausgesucht hast, um mit ihm Dein Leben zu verbringen. Kommuniziere diesen Gedanken, kommuniziere Deine Gefühle und die Dankbarkeit für Euer gemeinsames Leben. Die Worte sind wichtig: Sie sind ein Klebstoff für Deine Beziehung.

Man sagt: „Es ist nicht wichtig, wer Du bist oder was Du machst. Wichtig ist, wie Du kommunizierst.“

Was die Kommunikation (verbale und non-verbale) genau auf sich hat, erfährst Du in meinem Buch „Verliebe Dich in Deinen Partner neu!“, in meinem Coaching oder auf meinen Seminaren – entweder online oder live auf der Insel Malta.

Melde Dich jetzt an: www.lifeculturepublishing.com 

Ich freue mich auf Dich!

Alles Liebe,
Deine Swetlana

Wie verhältst Du Dich in einem Streit?

Streit Kommunikation

In jeder Beziehung wird hin und wieder gestritten. In einem Streit kannst Du Deine Grenzen aufzeigen und Deine Interessen durchsetzen. Außerdem, lernst Du so einiges über Deinen Partner und über Dich selbst: Zum Beispiel, ob ihr immer noch respektvoll miteinander umgeht, wenn Emotionen hochsteigen und böse Worte wie von selbst herausplatzen… 
Wie meisterst Du die Kommunikation im Streit, so dass Du dennoch liebevoll bleibst?


Die Forscher von dem Relationship Research Institute in Seattle haben die Kommunikation der Paare untersucht. Sie ließen Paare über ein Thema diskutieren, bei dem sie sich nicht einig waren.

Dabei stelle sich heraus, dass Paare, die miteinander freundlich umgegangen sind, drei Jahre später immer noch zusammen waren.

Das Verhältnis von positiven und negativen Aussagen betrug im Streit bei ihnen 5:1.

Die Paare, deren positive und negative Aussagen im Verhältnis 1:1 standen, waren nach drei Jahren getrennt.


Hand aufs Herz: Wie ist das Verhältnis von positiven und negativen Aussagen in der Kommunkation in Deiner Beziehung? Und wie sieht dieses Verhältnis in einem Streit aus? Ist Dir schon einmal passiert, dass Du etwas sagen wolltest, und während Du den Satz noch nicht zu Ende gesprochen hast, dachtest Du schon: Das hätte ich nicht sagen sollen?

Hätte ich doch das nicht gesagt…

Und umgekehrt, ist Dir passiert, dass Du ein Gespräch Revue passieren ließ und dachtest: Dies und jenes hätte ich sagen müssen? Hast aber Dich nicht getraut?..

Im Grunde genommen, ist es einfach solche Situationen zu vermeiden, wenn Du einige Regeln der achtsamen Kommunikation beachtest.  

Achtsame Kommunikation

Regel Nummer 1: Antworte niemals, wenn Du Dich ärgerst

Wenn Du Dich gerade ärgerst, kannst Du nicht klar denken. Du bist emotional geladen und nicht objektiv. In diesem Zustand kannst Du Worte sagen, die Du 1000-Mal bereuen würdest. Und einmal gesagt, kannst Du deren Wirkung nie wieder rückgängig machen. Also:

Antworte niemals, wenn Du Dich ärgerst!

Regel Nummer 2: Kommuniziere nach Plan

Solltest Du merken, dass die Situation eskaliert, befolge einen Plan. Ich habe gute Erfahrungen mit folgendem Plan gemacht und kann ihn Dir herzlich empfehlen:

Verschiebe das Gespräch auf später

Atme tief ein und vollständig aus (3 bis 5 Atemzüge sollten reichen, um Dich zu beruhigen und klar denken zu können)

Fokussiere Dich auf Deine Umgebung:

  • Nimm die Farben im Raum wahr
  • Welche Geräusche kannst Du hören?
  • Kannst Du besondere Gerüche wahrnehmen?

Der psychologische Trick hinter diesem Plan ist einfach: Emotional geladene Menschen nutzen nur einen ihrer Sinne (sie nehmen ihre Umgebung entweder nur visuell wahr oder nur auditiv oder nur olfaktorisch, etc.) Wenn Du aber Fokus auf alle (oder zumindest drei Deiner Sinne) verteilst, beruhigst Du Dich automatisch und kannst Deine Emotionen kontrollieren.

Regel Nummer 3: Die THINK-Kommunikation

Denke über die Situation nach und beantworte Punkt für Punkt folgende Fragen (Ich gebe Dir ein Akronym, der Dir helfen wird, diese Fragen zu merken. Er heißt THINK):

T – wie Tatsachen: Entspricht das, was Du gerade sagen möchtest, den Tatsachen? Ist das objektiv wahr oder nur Deine subjektive Meinung?

H – wie Hilfreich: Kann die Information, die Du sagen möchtest, Dir oder Deinem Partner in irgendeiner Hinsicht helfen? Kann das, was Du sagen willst, die Situation tatsächlich verbessern?

I – wie Inspirierend: Ist das, was Du zu sagen hast, inspirierend, um weitere Ideen zu entwickeln? Trägt es kreativen Lösungen des Problems bei?

N – wie Notwendig: Ist diese Information, die Du sagen möchtest, überhaupt notwendig? Bedeutet sie einen Mehrwert? Bedeutet sie eine Bereicherung für Deine Beziehung?

K – wie Kenntnis: Kennst Du wirklich alles über diese konkrete Situation? Gibt es Fragen, die Du jetzt stellen würdest? Bist Du Dir sicher, dass Du die wahre Intention Deines Partners kennst?

Wenn Du dieser 3-Regeln Strategie folgst, wirst Du bald merken, dass es gar nicht so einfach ist Dich überhaupt aus der Ruhe zu bringen. Du wirst nicht nur besser kommunizieren:

Durch Gewohnheit achtsam zu denken und zu handeln, erhöhst Du Deine gesamte Lebensqualität:

Solche Sachen, zum Beispiel, wie Schlaflosigkeit, Unruhe, Konzentrationsmangel bei der Arbeit werden immer weniger eintreten.

Du wirst generell selbstbewusster und selbstsicherer auftreten. 

Menschen werden Dich anders wahrnehmen:

Da Du Kontrolle über Deine Worte hast, wird dem Gesagten von Dir automatisch mehr Gewicht und Wichtigkeit verliehen. Dein Partner (und auch andere Menschen in Deiner Umgebung) werden spüren, dass Deine Worte verbindlich und gut durchdacht sind.

Du wirst merken, wie viel mehr Liebe, Respekt und Dankbarkeit Dir entgegengebracht wird. 

Noch mehr über achtsame Kommunikation erfährst Du in meinem Beziehungsratgeber.

Bleib dran und viel Erfolg!

Alles Liebe,
Deine Swetlana 

„Mr. & Mrs. Smith“ – 5 Wege, um Deine Ehe wieder prickelnd zu machen

Ok, wer hat den Film mit Angelina Jolie und Brad Pitt nicht gesehen? Schade! Denn abgesehen von viel (sehr viel) Schießerei ist er gar nicht so oberflächlich.

Am Anfang sehen wir dieses bildschöne Paar bei der Paartherapie sitzen und über Ehe-Probleme sprechen. Probleme, die sie haben, stellen wirklich keine Seltenheit dar: Die Ehe ist langweilig und öde geworden, es gibt zwischen ihnen nichts mehr zu sagen und die Lust auf Nähe ist einfach nicht mehr da…

Als Jane die Leere zwischen ihr und ihrem Partner beschreibt, fragt sie den Therapeuten: „Wie nennen Sie das?“ Und er antwortet: „EHE!“  (Aus meiner Sicht, keine so gute Einstellung für einen Paar-Therapeuten. Aber darum geht es in diesem Beitrag nicht.)

Mir geht es darum Parallelen vom Film zur Realität zu ziehen: Der Weg des Paares zueinander, den der Regisseur Doug Liman so überspitzt im Film gezeigt hatte, kann auch im realen Leben funktionieren. Und dafür musst Du keineswegs die Karriere eines Profi-Killers einschlagen. 


5 Wege zur aufregenden Beziehung

1. Sprechen über eigene Fehler und Schwächen

John und Jane beginnen ihre Versöhnung mit dem einfachen Aufzählen Ihrer Schwächen und Fehler:

Gebrochene Rippen, schlechtes Gehör, taube Finger und noch viele anderen Mängel listen sie blitzschnell auf, denn sie haben weniger als 48 Stunden Zeit, um endlich die wahre Person an ihrer Seite kennenzulernen.

Warum ist das wichtig?

Das Sprechen über eigene Fehler und Schwächen macht Dich menschlich, verletzlich und erzeugt Nähe.

Du willst ja auch keine so perfekte Person neben Dir haben, die Dich andauernd in den Schatten stellt und ein Unwohl-Gefühl verursacht. Also erzähle ruhig von lustigen Fettnäpfchen, die Dir passiert sind; von Deinen kleinen Schwächen und Fehlern, die Du in Deinem Leben gemacht hast. Erzähle das mit Humor und zeige, dass Du durchaus fähig bist, Deine Fehler einzusehen und daraus zu lernen. Du wirst merken, dass genau das Dich attraktiv und liebenswürdig macht. 

2. Vertrauen

Im Film stellen sowohl Jane als auch John sich gegenseitig auf die Probe, indem sie dem anderen „die Gelegenheit“ geben sich zu erschießen.

Auf diese Weise ahnen die Beiden ziemlich schnell, dass sie das nicht können und dass die Liebe zwischen ihnen wahr ist. Es bleibt nur herauszufinden, was tatsächlich passiert ist.

Warum ist das Vertrauen so wichtig?

Ist Dir schon mal passiert, dass Dein Vertrauen missbraucht wurde? Das tut richtig weh, ich kenne das auch. Nichtsdestotrotz zeugt das Vertrauen von der inneren Stärke und dem Selbstbewusstsein.

Das Misstrauen und Eifersucht dagegen führen zu negativen selbst-erfüllenden Prophezeiungen. Es gibt keine Situation im Leben, in der Eifersucht und Misstrauen nützlich wären: Sie können sogar intakte Beziehungen zerstören; wenn aber eine Beziehung bereits angespannt ist, dann sorgen sie erst recht dafür, dass sie scheitert.

Die Psychologen nennen dieses Phänomen die Reziprozität. Dein Vorschuss an Vertrauen erzeugt das gegenseitige Vertrauen.

Was kann Dir höchstens passieren, wenn Du dabei auf einen Lügner stößt? Nun, das wirst Du ziemlich schnell herausfinden und dann weißt Du, woran Du bist. In diesem Fall heißt es die Würde zu bewahren und den Abschied zu nehmen.

Bei den meisten Menschen gehört Ehrlichkeit zu den wichtigsten Werten. Du wirst bestimmt einen treffen, der ernst und ehrlich mit Dir meint.  

3. An einem Strang ziehen

Im Film sind John und Jane erst dann unschlagbar geworden, als es ihnen klar wurde, dass sie eine gemeinsame Mission hatten: Sie waren nicht mehr Gegner, sondern Verbündete.

Funktioniert das auch im realen Leben?

Aber ja! Für mein Buch „Verliebe Dich in Deinen Partner Neu!“  habe ich Interviews mit älteren Paaren geführt, die eine erfolgreiche glückliche und langfristige Ehe hatten. Die meisten von ihnen berichteten von gemeinsamen Zielen oder einer gemeinsamen großen Aufgabe: Einige von Ihnen gründeten ein gemeinsames Unternehmen, andere hatten ein großes gemeinsames langjähriges Hobby (wie Reisen oder Tauchen).

Was auch immer Dich und Deinen Partner verbindet, ist wertvoll und stärkt Eure Beziehung.  

4. Sprechen über die Zukunft

Im Film sprechen unsere Helden über ihre Zukunft – ihre gemeinsame Zukunft. Sie verstehen, dass sie nicht gemeinsam sein müssen, sondern wollen. Ihre Entscheidung für einander treffen sie ganz bewusst.

Eine gemeinsame Zukunft zu planen ist von entscheidender Bedeutung.

Indem Du und Dein Partner Eure gemeinsame Zukunft plant, träumt ihr gemeinsam. Und nichts nährt die Leidenschaft in der Beziehung so sehr wie gemeinsame Träume.

Phantasie regiert die Welt! Je mehr Träume in Deiner Beziehung ausgesprochen werden, desto erfüllter sie wird. Dabei müssen Eure Träume keineswegs übereinstimmen. Es wäre unrealistisch zu erwarten, dass Ihr beide das Gleiche träumt. Das Wichtigste ist, dass Ihr Euch einander emotional öffnet und keine Angst habt Eure Ideen – völlig egal, wie verrückt oder unrealistisch – auszusprechen, darüber zu lachen und das Herz zu berühren. 

5. Sich selbst treu bleiben

Erinnerst Du im Film, wie Jane am Anfang ihrer Beziehung vorgegeben hatte, nicht schießen zu können? Das war lustig!

Erinnerst Du aber auch, wie Jane und John 6 Jahre später über ihre „beruflichen Erfolge“ (die Anzahl der getöteten Menschen) gesprochen hatten? Jane war es sichtbar schwer zu sagen, dass sie sehr viel erfolgreicher war als John, diesmal war sie jedoch ehrlich.

Und was hat das bewirkt? Sein Respekt ihr gegenüber war dadurch extrem gewachsen.

Ist es Dir auch mal passiert, dass Du Dich kleiner und unbedeutender dargestellt hattest, als es wirklich war?

Das muss nicht sein. Es ist in Ordnung, Dein Intellekt und Deinen Erfolg zu zeigen. Es ist in Ordnung mehr zu verdienen, als Dein Mann verdient.  Wenn er Dich wirklich liebt, wird er damit fertig werden. Sein männlicher Stolz kann wohl einen Moment lang schmerzen – das ist richtig. Andererseits, entscheidet sich jeder Mann die Frau, auf die er stolz ist – und das bist Du… 


Magst Du den Film demnächst aus dieser Perspektive (wieder) anschauen? Das lohnt sich!

Viel Spaß und alles Liebe,
Deine Swetlana 

Körperliche Attraktivität in langfristigen Beziehungen

Wie Du Deine Beziehung wieder leidenschaftlich machst


Es ist kein Geheimnis, dass die Dauer einer Beziehung und die sexuelle Aktivität des Paares sehr oft miteinander negativ korrelieren: Je länger die Beziehung, desto weniger Sex. (Vergleiche: “What You Can Change and What You Can’t” von Prof. Martin Seligman) 

Die fehlende körperliche Anziehung ist oft der wahre Grund für Trennungen, denn sie ist das einzige, was eine Liebesbeziehung von einer Freundschaft unterscheidet.

Die körperliche Anziehung ist noch nicht alles.

Aber ohne sie ist alles nichts.

Dabei kennen sich die langfristigen Paare wirklich gut. Sie wissen, was den oder die andere/n antörnt, welche Berührungen er oder sie mag, welche Worte er oder sie hören will. Somit haben langfristige Paare einen unschlagbaren Vorteil und könnten die Nähe auskosten und richtig genießen. Eigentlich…

Ist es denn möglich die Leidenschaft in einer langfristigen Beziehung wieder zu entflammen?

Die Wissenschaft sagt: Ja!

Versuche folgende drei Tipps und überzeuge Dich in deren Wirkung. Du darfst auf die Ergebnisse gespannt sein!

1. Zelebriere gute Nachrichten!


Die meisten Menschen nehmen Anteil, wenn es einem anderen nicht so gut geht. Die Faszination des Unglücks demonstrieren Verkehrsunfälle hervorragend:

Aus jedem vorbeifahrenden Auto starren Menschen auf die Verunglückten. Das alles sind keine bösen Menschen: Sie nehmen wirklich Anteil.

Das Bild des Unglücks ist deswegen so faszinierend, weil es Menschen bewusst wird, wie gut es ihnen selbst gerade geht.

Das Bemitleiden in den Beziehungen und Freundschaften ist weit verbreitet. Wenn es aber um gute Nachrichten geht, bricht kaum jemand in Begeisterung aus.

Ändere das in Deiner Beziehung.

Die Studien haben überraschenderweise gezeigt, dass die Qualität einer Beziehung nicht so sehr davon abhängt, wie viel Trost und / oder Mitleid bei Niederlagen gezeigt wird, sondern wie Partner auf die positiven Ereignisse im Leben des Anderen reagieren.

  • Jubele, wenn Dein Partner / Deine Partnerin Dir von seinem / Ihrem beruflichen Erfolg erzählt, wenn er / sie eine Prüfung bestanden, etwas Besonderes geschaffen oder geleistet hatte
  • Zeige Interesse und stelle weitere Fragen wie:
    • Fantastisch! Erzähle mir mehr!
    • Wie schön! Wie ist das genau passiert?
    • Hey! Gute Arbeit! Wie hast Du das geschafft?

2. Überrasche!


„Wenn wir uns in Sicherheit wiegen, fühlen wir uns sicher, aber lebendig fühlen wir uns dann, wenn wir verunsichert sind.“

Lee Ann Renninger „Surprise“

Die Psychologin Lee Ann Renninger führte eine Studie über die menschlichen Gesichtsausdrücke durch und stellte dabei fest, dass die Menschen am glücklichsten wirken, wenn sie über überraschende Momente in ihrem Leben erzählen.

Du kannst diese Tatsache für Deine Beziehung nutzen und für Deinen Partner / Deine Partnerin Überraschungen vorbereiten.

Sei nett, aber immer wieder auf eine andere Art und Weise.

Wenn Du immer wieder, jeden Tags aufs Neue ihm / ihr eine Tasse Kaffee ins Bett bringst, verliert diese Tasse Kaffee ihren Wert, sie wird alltäglich und gewöhnlich. Mach Dir Gedanken, wie Du das ändern kannst. Hier sind einige Vorschläge:

  • Lade ihn / sie in Euer Lieblingsrestaurant ein, ohne einen bestimmten Grund
  • Präsentiere Dich in einem Sexy-Outfit, während Du die Wohnung aufräumst
  • Koche etwas Besonderes
  • Eine spontane Umarmung ohne Grund
  • Ein spontanes Geschenk ohne Grund
  • Du liest ihm / ihr aus einem Buch vor
  • Kaffee im Bett
  • Frühstück im Bett
  • Hole sein / Ihr Lieblingsbrot aus der Bäckerei
  • Suche gezielt nach neuen Ideen und vervollständige diese Liste

3. Berührungen


Menschen lieben Berührungen – Frauen wie Männer. Berührungen erzeugen eine magische Atmosphäre der Nähe und Vertrautheit.

Integriere Berührungen in Euren gemeinsamen Leben ein:

  • Wenn Du etwas erzählst, verleihe Deinen Worten mehr Gewicht dadurch, dass Du Deinen Partner / Deine Partnerin berührst
  • Sei spontan: Eine plötzliche Umarmung berührt auch die Seele
  • Achte darauf, dass die Umarmung positive Emotionen verstärkt. Mache das nie während oder direkt nach einem Streit: Das kann die negativen Gefühle ankern und bewirken, dass die Umarmung immer mit dem Streit assoziiert wird. Ankere deshalb besser die positiven Emotionen.

Romantische Gefühle und Leidenschaft in der Beziehung sind nicht selbstverständlich oder automatisch gegeben. Sie kommen dann, wenn Wertschätzung, Spontaneität und physische Nähe erzeugt werden. Am Anfang einer Beziehung tun wir intuitiv das Richtige, um diese Gefühle aufrecht zu erhalten. In einer langfristigen Beziehung müssen wir manchmal daran erinnert werden.

Ich hoffe, Du machst das Beste daraus und freue mich auf Dein Feedback!

Alles Liebe,
Deine Swetlana


Macht der Dankbarkeit

“A person’s greatest emotional need is to feel appreciated.”
H. Jackson Brown Jr.

Wissenschaftler haben bereits mehre Studien zur Dankbarkeit durchgeführt und haben erstaunliche positiven Effekte festgestellt, die die Dankbarkeit auf Gesundheit, soziales Leben, Partnerschaft und sogar auf Gehirntätigkeit eines Menschen haben kann. 

  1. Dankbarkeit löst die negativen Emotionen auf

In einer Studie zur Dankbarkeit haben die Wissenschaftler die Probanden drei Gruppen zugeteilt:

–   In der ersten Gruppe mussten Probanden 3 Wochen lang einmal in der Woche einen Dankbarkeitsbrief schreiben. Manche Probanden haben den Brief abgeschickt, manche nicht.

  • In der zweiten Gruppe mussten Probanden ihre negativen Erfahrungen aufschreiben
  • Die dritte hatte keinerlei Schreibaufgaben

Alle Probanden bekamen psychologische Betreuung.

Ergebnisse der Studie:

Die Probanden in der ersten Gruppe wiesen eine viel höhere Lebenszufriedenheit nach dem Ende der Studie im Vergleich zu den beiden anderen Gruppen auf.

Der wichtigste Effekt dieser Dankbarkeitsübung lag in ihrer nachhaltigen Wirkung:

Die erzielte Besserung des emotionalen Zustands nach der Studie hat sich nach 4 und sogar nach 12 Wochen nicht nachgelassen. Es schien sogar, dass die Wirkung sich im Laufe der Zeit verstärkt hatte.

Die Gehirnaktivität der Probanden in der ersten Gruppe hat sich nach 12 Wochen verändert: Es wurden insbesondere Areale aktiviert, die fürs Lernen und Entscheidungsfindung zuständig sind. 

2. Dankbarkeit ist gesund!

Wissenschaftliche Studie aus dem Jahr 2009 (National Institutes of Health (NIH)) hat festgestellt, dass Dankbarkeit eine Fülle an gesundheitlichen Vorteilen mit sich bringt.

Wenn wir Dankbarkeit fühlen, aktivieren wir unser limbisches System, insbesondere Hypothalamus. Hypothalamus reguliert eine Menge unserer Körperfunktionen, solcher wie Schlaf, Appetit, Körpertemperatur, und andere. Menschen, die anfangen beispielsweise einen Dankbarkeitsbuch zu führen, berichten von folgenden gesundheitlichen Veränderungen: 

  • Besserer Schlaf
  • Reduzierte Schmerzempfindungen
  • Weniger Stress
  • Weniger Ängste und Depressionen
  • Mehr Energie und allgemeine Vitalität
  • Glücksgefühle (durch Ausschüttung von Dopamin)

3. Dankbarkeit sorgt für Liebe und Leidenschaft in den Beziehungen

Wenn Du möchtest, dass Dein Partner in Dich und Eure Beziehung investiert, zeige Deine Dankbarkeit.

Deine Dankbarkeit erzeugt in ihm die Motivation noch mehr in die Beziehung mit Dir zu investieren.

Das Geben und Nehmen in der Beziehung wird durch Dankbarkeit im Gleichgewicht gehalten.

Wie das genau funktioniert, kannst Du anschaulich am Kreis der Dankbarkeit in den Beziehungen sehen, den die Wissenschaftler Kubacka, Finkenauer, Rusbult, und Keijsers in ihrer Studie vom 2011 ausgearbeitet haben. 

Kreis der Dankbarkeit in den Beziehungen


In Bezug auf die Beziehungen beschreiben die Wissenschaftler einen reziproken Kreis der Dankbarkeit. 

Kreis der Dankbarkeit

1. Ihm geht es um Dich:

Du siehst, dass es ihm um Dich und Deine Bedürfnisse geht: Du fühlst Dankbarkeit, wenn Du merkst, dass Dein Partner versucht Deine Bedürfnisse zu treffen

2.   Dir geht es um ihn:

Die Dankbarkeit, die Du empfindest, motiviert Dich seine Bedürfnisse wahrzunehmen und diese zu treffen

3.   Seine Dankbarkeit motiviert ihn:

Wenn er Dein Verhalten wahrnimmt und Du liegst richtig (es handelt sich tatsächlich um eines seiner Bedürfnisse), fühlt er Dankbarkeit Dir gegenüber

4. Der Kreislauf beginnt von vorn und verstärkt sich: 

Im Laufe der Zeit entwickelt sich ein positiver Zyklus mit zunehmender Dankbarkeit und Fürsorge für beide Personen

Wie kannst Du Dankbarkeit in Deinem Leben kultivieren?


  •  Schreibe Dankbarkeitsnotizen
    • Geschriebene Dankbarkeitsnotizen sind das beste Mittel, um Deine Wertschätzung zu zeigen. Gewöhne es Dir einmal im Monat eine Dankbarkeitsnotiz zu schreiben. Hin und wieder schreibe eine Dankbarkeitsnotiz an Dich selbst
  •  Sende Wertschätzung in Deinen Gedanken
    • Unser Gehirn hält Gedanken für Realität. Wenn Du Dankbarkeit auch nur in Gedanken ausübst, wirst Du mit der Zeit ebenfalls einen positiven Effekt dieser Gedanken auf Dein Leben wahrnehmen
  • Pflege Dankbarkeitsbuch
    • Zähle darin auf, wofür Du dankbar bist und womit Du gesegnet bist. Diese Übung – wenn regelmäßig gemacht – kann wahre Wunder bewirken: Dein Fokus auf das Positive zieht noch mehr davon in Dein Leben an
  •  Meditiere oder (wenn religiös) bete
    • Eine Meditation oder ein Gebet sind bewährte Techniken, um Dankbarkeit zu üben. Es hat einen Grund, dass Menschen, die entweder beten oder meditieren, viel seltener unter Depressionen leiden, ausgeglichener und allgemein zufriedener mit ihrem Leben sind

Nächste Woche werde ich Dir erzählen, wie Du eine toxische Person erkennst und wie Du Dich davor schützt ausgenutzt zu werden.

Ich wünsche Dir alles Liebe!

Pass gut auf Dich auf!
Deine Swetlana

Wie erkennst Du einen Manipulator und wie kannst Du Dich gegen ihn schützen?

Niemand möchte manipuliert und ausgenutzt werden. Aber wie erkennst Du eine toxische Person – eine Person, die Dich nicht entfalten lässt, die nur nimmt und nichts gibt?

Wissenschaftler warnen: Gerade sehr romantische Menschen, die von einer idealen Liebesbeziehung träumen und sich nach Bestätigung sehnen; solche, die bereit sind sich stark für die Beziehung zu engagieren, können leicht einem Manipulator oder einem Narzissten zum Opfer fallen.  

Du bist gefährdet, wenn:

  • Du in Deiner Kindheit um Liebe Deiner Eltern kämpfen musstest
  • Wenn Du erfolgreich bist und alles außer der großen Liebe hast
  • Wenn Du eine romantische Beziehung idealisierst
  • Wenn Du Dich nicht akzeptierst und oft Minderwertigkeitsgefühle hast
  • Wenn Du oft schlechte Erfahrungen mit Männern hattest
  • Wenn Du Deinen Partner durch den Tod verloren hast

Wie erkennst Du eine toxische Persönlichkeit?

1.    Er scheint mehr als er ist

Es ist nicht einfach einen Manipulator zu entlarven, denn sehr oft trägt er die Aura eines unverstandenen Genies, eines Intellektuellen, und genießt es Menschen durch sein Wissen zu beeindrucken. Er ist gewohnt zu scheinen.

Wenn Du aber genau zuhörst, wirst Du feststellen, dass das Wissen eher oberflächlich und IMMER nur allgemein gehalten ist. Er liebt es zum Beispiel, Fachausdrucke zu verwenden, die Du mit großer Wahrscheinlichkeit nicht kennst. Er lässt Dich ungebildet und unbedeutend fühlen.

Wenn das der Fall ist, schlag Alarm, denn das bist Du mit Sicherheit nicht. Kein Mensch auf der Welt kann alles wissen. Jeder Mensch hat seine persönliche Expertise in bestimmten Bereichen.

Achte deswegen auf die Balance in Eurer Kommunikation. Das, was Du zu erzählen hast, ist genauso bedeutend, wie das, was Dein Gegenüber zu erzählen hat. Du verdienst es gehört zu werden und mit Respekt behandelt zu werden.

Damit kommen wir zum zweiten Anzeichen einer toxischen Persönlichkeit:

2.    Er spricht in Monologen

Wenn Du in Gesprächen mit ihm nie oder selten zum Wort kommst, wird alles, was Dich bewegt, unausgesprochen bleiben. Du bist in die Rolle einer netten Zuhörerin gedrängt worden. Du versuchst Interesse an seinem Leben, an seinen Erfolgen, an seinem Tag zu zeigen und hörst zu. Wenn Du glaubst, dass Du irgendwann mal an der Reihe bist, wirst Du enttäuscht. Es geht ihm ganz allein darum, die Unterstützung von Dir zu erhalten. Diese Unterstützung braucht er wirklich und er weiß, dass Du bereit bist, ihm sie zu geben. Aber er denkt nicht daran, im Gegenzug Dich zu unterstützen.

Wenn Du das Gefühl hast, dass Dein Mitteilungsbedürfnis nicht erfühlt ist, schlage Alarm.

Glaube nicht, dass er sich ändern wird. Die narzisstische Verhaltensstörung ist nicht heilbar, um so mehr nicht, dass die Betroffenen eher selten ein Problem in sich sehen. Bei allen Problemen wird er die Verantwortung Dir allein geben.

Somit sind wir bei Merkmal Nummer 3:

3.    Er sieht sich von Feinden bedroht und glaubt diese bekämpfen zu müssen

Die narzisstischen Persönlichkeiten sind stark damit beschäftigt ihre vielen Feinde zu „besiegen“. Zuerst wird das seine Ex sein, dann seine Vorgesetzten und seine Kollegen. Ein Narzisst wechselt seinen Job alle 2 Jahre oder öfter. Die Euphorie der Neuanstellung wechselt sich rasch zur verbitterten Feindschaft. Niemand kann einen Schein, der unverdient ist, ewig aufrechterhalten, egal wie intellektuell er ist. Die Probleme sind somit vorprogrammiert.  

Narzissten haben ein ausgesprochen starkes Konkurrenzgefühl und gönnen niemandem Erfolg außer sich selbst.

Irgendwann bist Du an der Reihe: Sobald Du aufhörst ihn non-stopp zu bewundern, wirst Du zum Feind erklärt.

Wenn Du Kinder aus Deiner früheren Beziehung hast, wird ein Narzisst sie ebenfalls als Konkurrenten sehen und aus dem Hinterhalt „bekämpfen“.

Wenn Du das Gefühl hast, „zwischen zwei Stühlen zu sitzen“ und Dich entweder für die Liebe zu Deinem Kind oder für die Liebe zu diesem Mann entscheiden zu müssen, schlage Alarm.

Niemand, wirklich niemand hat ein Anrecht darauf Dich in solche Situation zu bringen.

4.    Er kritisiert alles, was Dir gehört

Er kritisiert Deine Freunde, Deine Eltern, Deine Kinder, die Möbel, die Du in die Beziehung mitgebracht hast und Deine Berufswahl. Es gibt nichts, was er gut findet und Du fragst Dich langsam, warum er glaubt, dass Du anders als Deine Umgebung bist.

Ich kann Dich beruhigen: Das glaubt er nicht. Er kritisiert Dich als Persönlichkeit nur so lange nicht, bis Du ihm ungeteilte Aufmerksamkeit und Bewunderung spendest. Denn das braucht er wie die Luft. Sobald Du Deinen Fokus von ihm wieder auf Dich richtest, wird er Dir ein schlechtes Gewissen einreden. Sollte das auch nicht funktionieren, wird er Dich fallen lassen und ein neues Opfer suchen.

5.    Auch nach der Trennung versucht er seinen Einfluss aufrecht zu erhalten

Selbst nach der Trennung wird er versuchen weiterhin Dich zu manipulieren: Mal wird er nett, mal bedürftig, mal abweisend. Er spielt mit Deinen Emotionen und Du wirst nie wissen, woran Du bist.

Wenn Du es geschafft hast, Dich von einem Manipulator zu trennen, merkst aber, dass Du auch nach mehreren Monaten an ihm emotional hängst, die Vergangenheit verharmlost und Entschuldigungen für ihn erfindest, wirst Du es schwer haben, Dich von dieser schmerzhaften für Dich Beziehung zu erholen und Dich auf eine neue Beziehung und neuen Partner einzulassen.

Solltest Du merken, dass das der Fall ist, suche am besten eine professionelle Hilfe.

Du brauchst jemandem, der Dir zuhört und Deine Situation einschätzen kann. Du brauchst jemanden, der Dich in Deiner Entscheidung unterstützt. Sei vorsichtig, wenn Du Deine Freundinnen zum Rat ziehst. Die meisten Menschen gehen von einer „normalen“ Beziehungskrise aus und werden Dir raten, den Kerl wieder zu akzeptieren. Sie werden den Fakt, dass Du an ihm emotional hängst, als Liebe interpretieren, dabei ist das eine pure Abhängigkeit, verursacht durch sein manipulatives Verhalten.

Sei stark und mache einen Schlussstrich.

Überleg Dir, wie Dein Leben aussehen könnte, wenn Du genauso geliebt wirst, wie Du bist. Du brauchst Dich nicht zu verstellen, Du brauchst keinen langweiligen stundenlangen Ausführungen zuzuhören. Du zweifelst nicht an Dir, Du weiß, dass Du mehr als gut genug bist. Du bist eine Bereicherung für Deinen Partner und er ist eine Bereicherung für Dich. Ihr habt gemeinsame Ziele und gemeinsame Werte.

Überleg Dir, was für eine wunderbare Beziehung auf Dich wartet, wenn Du Dich von einem Manipulator bewusst befreien würdest.     

Zusammenfassend sind die Merkmale einer toxischen Persönlichkeit folgende:

  • Ein zur Schau gestelltes Selbstbewusstsein (in Wahrheit leidet die Person an tief verwurzelten Minderwertigkeitskomplexen)
  • Ständige Suche nach Aufmerksamkeit und Anerkennung
  • Fehlende Empathie für Gefühle oder Meinungen anderer Menschen
  • Überlegenheitsgefühle („Die Anderen haben ihn einfach nicht verstanden“)
  • Er fordert Perfektion von anderen
  • Die Meinung, dass andere ihren Erwartungen entsprechen sollten
  • Extreme Empfindlichkeit gegenüber Kritik
  • Ein starkes Gefühl der Berechtigung
  • Andere herunterfahren, um sich selbst zu heben
  • Übertreiben über ihre Leistungen und Talente
  • Neid auf andere und der Glaube, dass andere auf sie neidisch sind
  • Ausnutzen anderer für ihren persönlichen Vorteil
  • Obsessive Gedanken über Macht, Erfolg, Intelligenz, körperliche Attraktivität und romantische Beziehungen
  • Übermäßiges Konkurrenzgefühl
  • Übermäßiger Egoismus

Wie kannst Du Dich schützen?


Toxische Persönlichkeiten nähren sich von der Unsicherheit und niedrigem Selbstwertgefühl der Menschen. Sie kommen in Dein Leben, wenn Du gerade verletzlich bist.

Wenn Du auf der Suche nach einem neuen Partner bist, achte gerade in dieser Zeit besonders darauf, dass Du Dir selbst so viel Liebe und Respekt schenkst, wie nur möglich.

Folgende Tipps werden Dir helfen, Dein Selbstbewusstsein zu stärken und die Wahrscheinlichkeit zu minimieren, Opfer eines Narzissten zu werden.

  • Es ist erwiesen, dass unser Körper und unser Geist miteinander in enger Beziehung stehen. Gewöhne Dir eine selbstbewusste Körperhaltung an – die Körperhaltung einer Königin. Mehr dazu kannst Du in meinem Buch „Verliebe Dich in Deinen Partner Neu!“ nachlesen
  • Finde Zeit für Dich und die Menschen, die Du liebst. Du bist eine liebenswerte, begehrenswerte und faszinierende Person, egal ob Du single bist oder in einer Beziehung
  • Achte darauf, dass Du ein interessantes Leben führst und Neues erlebst: Besuche neue Kurse, erlerne einen neuen Sport, treffe neue Menschen.  All das wird Dir helfen, Dein Selbstwertgefühl zu stärken, Dich attraktiv, interessant und begehrenswert zu fühlen

Noch mehr kannst Du in meinem Coaching und in meinen Seminaren lernen. Profitiere von der Unterstützung, die Du im Kreis der Gleichgesinnten erhältst. Du bist nicht allein! Ich werde Dir helfen.

Ich wünsche Dir viel Kraft und viel Weisheit.

Alles Liebe,
Deine Swetlana

Aus der Trickkiste einer magischen Frau: Blickkontakt und Lächeln

„Die schönste Kurve einer Frau ist ihr Lächeln.“ Beziehungscoach Petra Fürst

Das Lächeln ist unwahrscheinlich wichtig.

Babys machen das intuitiv: Augenkontakt in Verbindung mit einem breiten Grinsen – und schon schmelzen die Herzen um sie herum. Das ist ihre – Babys‘ – Strategie. In Deinem Fall wird diese Strategie dann wirken, wenn Du Dich in eine bestimmte Rolle schlüpfst – die Rolle eines verspielten Mädchens.

Wenn es Dir aber darum geht, als geheimnisvolle Verführerin aufzutreten, lächelst Du nur in Ansatz.

Indem du nur in Ansatz lächelst, sendest Du ein Signal aus, das Männer irritiert und anzieht zur gleichen Zeit.

Dieses geheimnisvolle Lächeln ist noch kein Versprechen, es ist nur eine Einladung zum Spiel.

„Ich finde Dich interessant,“ sagst Du mit solchem Lächeln.


Dein Zustand

Das Wichtigste für den gelungenen Augenkontakt ist Dein Zustand.

Warum sagt man, dass die Augen der Spiegel der Seele sind? Weil man aus Augen eine Menge Information über die Person ablesen kann.

Es wurden in Bezug auf Augenkontakt einige erstaunliche Fakten festgestellt, nämlich:

  • Es ist möglich, aus den Augen abzulesen, in welchem Zustand sich die Person gerade befindet. Dabei wird vor allem Fitness gecheckt: Ist diese Person eine Bereicherung für meinen emotionalen Zustand oder eine Belastung?
  • Durch die Augen kann man die Verbindung zur Person herstellen.
  • Durch die Augen kann man sich sogar in die Person hineinversetzten und persönlich nachfühlen, wie es der Person gerade geht.

Der innere Zustand ist ansteckend: Das berühmteste und offensichtlichste Beispiel ist das Gähnen. Aber auch gute Laune und das Lachen sind genauso ansteckend. Und leider eine Depression.

Achte IMMER auf die emotionale Gesundheit der Umgebung, in der Du lebst.

Verbreite so viel gute Laune wie Du nur kannst. Lade positive Menschen in Dein Leben ein und schließe negative einfach aus.

Wenn man also in die Augen einer Person sieht, fühlt man (bewusst oder unbewusst), ob man die Person anziehend findet, ob man länger die Zeit mit ihr verbringen möchte. Man prüft also, ob die gemeinsame „Chemie stimmt“.

Was bedeutet Das für Dich und wie kannst Du dieses Wissen nutzen? 

Wenn Du in Dir ruhst und Freundlichkeit und Wärme ausstrahlst, danach die Augen hebst und ganz plötzlich Deinem Mann liebevoll und tief in die Augen blickst und ihm daraufhin ein geheimnisvolles Lächeln schenkst… Was meinst Du: Welche Reaktion wäre dabei zu erwarten?

Dein Mann wird schwitzen und zittern und nicht wissen, warum ihm plötzlich das Herz im Hals stecken geblieben ist und Schmetterlinge im Bauch flattern…

So wichtig und mächtig ist Dein Zustand.

Wie erzeugst Du in Dir also diesen wunderbaren Zustand?

Du erzeugst ihn mithilfe Deiner Gedanken…

Fokussiere Dich auf Euch als Paar. Nimm wahr, wie gut ihr zusammenpasst.

Denke über die besten und positivsten Seiten Deines Mannes: Denke wie stark er ist, wie klug, wie zärtlich und hilfsbereit; nehme in ihm einen Ritter, einen Helden, ja einen König wahr. Du wirst erstaunt sein, welch eine Reaktion Du in ihm dadurch auslösen wirst. Denke auch, wie sehr ihr zusammenpasst und wie sehr Ihr Euch gegenseitig bereichert.

Sage Robbins, die Frau von Tony Robbins, erzählt in ihren Interviews: „Ich bin geboren, um diesen Mann (Tony Robbins) zu lieben.“

Ich höre schon Einwände, dass dies ja alles ein Showgeschäft ist und nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen muss. Das stimmt! Das ist ein Showgeschäft und das muss nicht der Wahrheit entsprechen. 

Ich frage Dich: Was ist überhaupt die Wahrheit? Wenn Du mehrere Personen über ein Ereignis aus der Vergangenheit erzählen lässt, wirst Du keine zwei gleiche Geschichten hören. Jede Geschichte wird sich zum Teil erheblich unterscheiden, für jeden wird die Wahrheit eine etwas andere sein.

Die Geschichte, die Du über Deine Gegenwart erzählst, wird Deine Zukunft kreieren. Erzähle darum eine Geschichte, die Du erleben willst.  

Überleg Dir: Welche Beziehung hätte höhere Chancen eine glückliche Beziehung zu werden – mit oder ohne eine gute Geschichte?

Wenn Du Deinem Mann in die Augen blickst, stelle Dir Euch als Paar vor – zu einer Einheit gebunden, glücklich und vollständig.

…Wenn ich meinen Partner ansehe oder an ihn in seiner Abwesenheit denke, dann stelle ich mir oft eine Zeitlinie vor: Eine richtig lange, unendlich lange Zeitlinie in die Zukunft, eine ganze Straße breit, auf der wir gehen und uns richtig gut fühlen: Sicher, aufgehoben und glücklich. Wir schreiten Hand in Hand zusammen und genießen jeden Schritt und jede Berührung. Wie schielen zu einander rüber und lächeln vor sich hin… Manchmal rennen wir und hüpfen und lachen und albern herum. Manchmal bleiben wir stehen und sehen uns gegenseitig zärtlich an… schauen in die Augen…und lächeln… Und irgendwann, nach vielen, vielen Schritten sehen wir beide ganz alt aus: Voller Falten und mit grauen Haaren. Aber immer noch schauen wir uns liebevoll in die Augen und gehen mit kleinen Schritten Hand in Hand…

Glaubst Du an diesen Traum? Ich bin überzeugt, dass es genau so werden wird!

Soll ich Dir ein Geheimnis verraten?

Ich habe ein seltsames Hobby: Ich sammle ältere Ehepaare.

Das heißt, natürlich, nicht die Ehepaare selbst, sondern die Eindrücke, die sie bei mir hinterlassen. Ich bin ständig auf der Suche nach Ehepaaren, die seit mehreren Jahren zusammen glücklich sind. Ich spreche sie an und frage nach ihrem Geheimnis für glückliche Ehe. Und pflichtbewusst wie diese Generation der Senioren nun mal ist, fangen sie an mir etwas über die Pflichten und die Ehre zu erzählen, bis ich auf ihre Hände deute und frage: „Aber jetzt hat Sie doch gerade niemand verpflichtet Händchen zu halten, nicht wahr?“

…Und dann lächeln sie verschmilzt mich an und verstummen wie auf der frischen Tat ertappt… Und ich verabschiede mich und gehe weiter… Und ich denke: „Wie süß!“ und „Das will ich auch!“

…Ich will auch in 50 Jahren so Hand in Hand mit meinem Mann durch die Straßen schlendern, die Schaufenster anschauen, Pläne schmieden, Händchen halten und… in die Augen schauen…

Das Senden und Empfangen in der Beziehung

Woran lässt sich eigentlich erkennen, ob der Partner zu wenig Dankbarkeit und Freude von dem Partner/der Partnerin erfährt?

Du erkennst das an dem Gefühl der Leere. Du fühlst einfach, dass etwas nicht stimmt und dass Du gern mehr wertgeschätzt werden möchtest…

Doch Vorsicht!  Wenn Du ein solches Gefühl hast, heißt nicht automatisch, dass Du Dankbarkeit und Freude von Deinem Partner einfordern kannst, bzw. darfst.

Das folgende Beispiel ist vielleicht an dieser Stelle etwas überzogen, dennoch illustriert es am deutlichsten, was ich meine: Ich spreche über die Personen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung.

Die eigentliche Tragödie dieser Menschen liegt darin, dass die Dankbarkeit, die ihnen gegenüber gezeigt wird, nie ausreicht. Sie haben IMMER das Gefühl, dass es zu wenig ist! Du kannst Dich in Dankbarkeit-Zeigen überschlagen – ein narzisstischer Partner wird sich trotzdem nie glücklich genug fühlen.

Was bedeutet das für uns?

Das bedeutet, dass das Gefühl – jedes Gefühl, auch das Gefühl der Leere – offensichtlich sehr subjektiv ist. Es hängt nicht so viel von dem Anderen, sondern vielmehr von Dir selbst ab.

Und das ist die eigentliche gute Nachricht: Du kannst es kontrollieren und ich zeige Dir wie!

Sender und Empfänger – es gehören immer zwei dazu!

In der Kommunikation gibt es immer einen Sender und einen Empfänger. Ständig senden und empfangen wir Botschaften und Gefühle – solche wie Freude, Dankbarkeit, Liebe und Zuwendung, Sicherheit, Humor und Fürsorge… Und auch wenn Einer mehr von etwas haben möchte (wie in unserem Fall, Dankbarkeit), bedeutet es nicht, dass der Andere das auch geben kann, will oder gar muss.

Aber auch unter „normalen“ – nicht vom Narzissmus betroffenen – Paaren kann es im Alltag passieren, dass Vieles für gegeben genommen wird und Dankbarkeit zu kurz kommt.

Wenn das passiert, wird oft als erstes eine Schuldfrage geklärt: Die Vorwürfe werden laut, beide fühlen sich un- und missverstanden und es kommt zum Streit. (Kommt Dir das bekannt vor? 😊 )

Als erstes, kannst Du Dir sicher sein, dass niemand von Euch die Schuld an der Situation hat: Beide haben aus bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Ihr wusstet einfach nicht besser. Eine Beziehung zu führen setzt einen lebenslangen Lernprozess voraus. Und das ist ja gerade der Grund, warum Du jetzt diesen Artikel liest, nicht wahr?

Das Suchen eines Schuldigen hat im Übrigen in der Psychologie einen Namen: Das ist ein sogenannter Attributionsfehler.

Zum Beispiel, wenn Du verabredet bist und die Person sich verspätet, dann hast Du mindestens zwei Möglichkeiten das zu bewerten: Bei einer gibst Du den Umständen die Schuld (Wer weiß, was ihn oder sie unterwegs aufgehalten hat?) und bleibst gelassen; und bei der anderen gibst Du der anderen Person die Schuld (Die Person hat einen schlechten Charakter, ist unverantwortlich und man kann ihr überhaupt nicht vertrauen). Wie wird Dein Zustand in diesem Fall sein, wenn die Person endlich eintrifft?

Die meisten Menschen würden die zweite Variante vorziehen. Und das ist ja gerade der Attributionsfehler. Der Fehler ist so verbreitet, dass die Psychologen ihn sogar ein fundamentaler Attributionsfehler genannt haben.

Und den begehen wir in unserer Partnerschaft jedes Mal, wenn wir die sogenannte „Schuldfrage“ klären. So viel dazu.

Was kannst Du also tun, wenn Du mehr Dankbarkeit zeigen UND erhalten möchtest?

1.      Sprich keine Vorwürfe aus. Nimm Dir Zeit für Dich selbst und setzte Dich in Deinem Inneren mit der Situation auseinander. Wenn Du eine dritte Person hast, der Du vertraust, und weißt, dass sie objektiv sein kann, dann hilft es oft, bei dieser Person auszusprechen.

2.     Du kannst nur eine Person auf diesem Planeten verändern – Dich selbst. Fange also damit an, dass Du aufschreibst, wofür Du in diesem Augenblick dankbar sein kannst. Aufschreiben als Prozess an sich kann wahre Wunder bewirken. Ich empfehle meinen Klient/inn/en ein Dankbarkeitstagebuch zu führen und darin täglich ein paar Zeilen darüber festzuhalten, was in Deinem Leben schön ist und wofür Du dankbar bist.

3.     Würdige Dich selbst. Die erste Person, der Du dankbar sein musst, bist Du selbst. Schreibe auf, wofür Du stolz bist, was Du alles erreicht hast und warum Du eine Bereicherung für diese Welt bist. Das mag sich am Anfang seltsam anfühlen, doch mit mehr Übung wirst Du feststellen, dass Du glücklicher und ausgeglichener geworden bist und dass Du mehr Wertschätzung anderen Menschen gegenüber mitbringst.

4.    Sei ein Vorbild: Du kannst niemanden verändern, aber Du wirst dennoch mehr Wertschätzung erhalten, wenn Du Dir angewöhnst, immer eine positive Intention im Handeln anderer Menschen zu sehen und diese auch zu würdigen. Das wird eine Kettenreaktion auslösen: Jede Aktion führt zu einer Reaktion. Du musst mir nicht glauben, probiere es einfach aus. Folgendes kannst Du tun:

a.     Höre genau zu, stelle Fragen, zeige aufrichtiges Interesse an der Person und suche eine positive Intention.

b.    Werte nicht: Versuche die Perspektive Deines Gegenübers zu verstehen und daraus zu lernen.

c.     Bewundere Dein Gegenüber dafür, dass Du von ihm/ihr lernen konntest und sprich das aus.

Am Anfang fühlt es sich seltsam an: Möglicherweise wie „Sich-verstellen“ oder „Einknicken“. Aber das ist nicht so, denn Du darfst Deine Meinung behalten. Was Du lernst, ist die Toleranz und die Offenheit der anderen Meinung gegenüber zu zeigen.

Wenn wir etwas Neues lernen, fühlt es sich oft unbequem an: Erinnerst Du Dich an Deine ersten Fahrversuche? Oder an Deinen ersten Job? Oder an den ersten Kundentelefonat? An Deine erste Präsentation? Je öfter Du etwas machst, desto besser wirst Du Dich dabei fühlen.

Dass dieser Trick mit Bewunderung der andersartigen Perspektive funktioniert, zeigen die zahlreichen psychologischen Studien. Ich spreche vom Gesetz der Reziprozität: Je positiver und wertschätzender Du Deinen Partner bewertest, desto positiver und wertschätzender wird er/sie Dir gegenüber sein. Wir „spiegeln“ nämlich das Verhalten unserer Partner.

Ich hoffe, diese Tipps werden Dir dabei helfen, Deine Beziehung zu verbessern und Dich besser darin zu fühlen.

Ich wünsche Dir viel Freude in Deinem Leben und würde mich über Deine Fragen und Rückmeldungen sehr freuen.

Pass gut auf Dich auf!

Liebe Grüße,

Deine Swetlana