Macht der Dankbarkeit

Macht der Dankbarkeit

“A person’s greatest emotional need is to feel appreciated.”
H. Jackson Brown Jr.

Wissenschaftler haben bereits mehre Studien zur Dankbarkeit durchgeführt und haben erstaunliche positiven Effekte festgestellt, die die Dankbarkeit auf Gesundheit, soziales Leben, Partnerschaft und sogar auf Gehirntätigkeit eines Menschen haben kann. 

  1. Dankbarkeit löst die negativen Emotionen auf

In einer Studie zur Dankbarkeit haben die Wissenschaftler die Probanden drei Gruppen zugeteilt:

–   In der ersten Gruppe mussten Probanden 3 Wochen lang einmal in der Woche einen Dankbarkeitsbrief schreiben. Manche Probanden haben den Brief abgeschickt, manche nicht.

  • In der zweiten Gruppe mussten Probanden ihre negativen Erfahrungen aufschreiben
  • Die dritte hatte keinerlei Schreibaufgaben

Alle Probanden bekamen psychologische Betreuung.

Ergebnisse der Studie:

Die Probanden in der ersten Gruppe wiesen eine viel höhere Lebenszufriedenheit nach dem Ende der Studie im Vergleich zu den beiden anderen Gruppen auf.

Der wichtigste Effekt dieser Dankbarkeitsübung lag in ihrer nachhaltigen Wirkung:

Die erzielte Besserung des emotionalen Zustands nach der Studie hat sich nach 4 und sogar nach 12 Wochen nicht nachgelassen. Es schien sogar, dass die Wirkung sich im Laufe der Zeit verstärkt hatte.

Die Gehirnaktivität der Probanden in der ersten Gruppe hat sich nach 12 Wochen verändert: Es wurden insbesondere Areale aktiviert, die fürs Lernen und Entscheidungsfindung zuständig sind. 

2. Dankbarkeit ist gesund!

Wissenschaftliche Studie aus dem Jahr 2009 (National Institutes of Health (NIH)) hat festgestellt, dass Dankbarkeit eine Fülle an gesundheitlichen Vorteilen mit sich bringt.

Wenn wir Dankbarkeit fühlen, aktivieren wir unser limbisches System, insbesondere Hypothalamus. Hypothalamus reguliert eine Menge unserer Körperfunktionen, solcher wie Schlaf, Appetit, Körpertemperatur, und andere. Menschen, die anfangen beispielsweise einen Dankbarkeitsbuch zu führen, berichten von folgenden gesundheitlichen Veränderungen: 

  • Besserer Schlaf
  • Reduzierte Schmerzempfindungen
  • Weniger Stress
  • Weniger Ängste und Depressionen
  • Mehr Energie und allgemeine Vitalität
  • Glücksgefühle (durch Ausschüttung von Dopamin)

3. Dankbarkeit sorgt für Liebe und Leidenschaft in den Beziehungen

Wenn Du möchtest, dass Dein Partner in Dich und Eure Beziehung investiert, zeige Deine Dankbarkeit.

Deine Dankbarkeit erzeugt in ihm die Motivation noch mehr in die Beziehung mit Dir zu investieren.

Das Geben und Nehmen in der Beziehung wird durch Dankbarkeit im Gleichgewicht gehalten.

Wie das genau funktioniert, kannst Du anschaulich am Kreis der Dankbarkeit in den Beziehungen sehen, den die Wissenschaftler Kubacka, Finkenauer, Rusbult, und Keijsers in ihrer Studie vom 2011 ausgearbeitet haben. 

Kreis der Dankbarkeit in den Beziehungen


In Bezug auf die Beziehungen beschreiben die Wissenschaftler einen reziproken Kreis der Dankbarkeit. 

Kreis der Dankbarkeit

1. Ihm geht es um Dich:

Du siehst, dass es ihm um Dich und Deine Bedürfnisse geht: Du fühlst Dankbarkeit, wenn Du merkst, dass Dein Partner versucht Deine Bedürfnisse zu treffen

2.   Dir geht es um ihn:

Die Dankbarkeit, die Du empfindest, motiviert Dich seine Bedürfnisse wahrzunehmen und diese zu treffen

3.   Seine Dankbarkeit motiviert ihn:

Wenn er Dein Verhalten wahrnimmt und Du liegst richtig (es handelt sich tatsächlich um eines seiner Bedürfnisse), fühlt er Dankbarkeit Dir gegenüber

4. Der Kreislauf beginnt von vorn und verstärkt sich: 

Im Laufe der Zeit entwickelt sich ein positiver Zyklus mit zunehmender Dankbarkeit und Fürsorge für beide Personen

Wie kannst Du Dankbarkeit in Deinem Leben kultivieren?


  •  Schreibe Dankbarkeitsnotizen
    • Geschriebene Dankbarkeitsnotizen sind das beste Mittel, um Deine Wertschätzung zu zeigen. Gewöhne es Dir einmal im Monat eine Dankbarkeitsnotiz zu schreiben. Hin und wieder schreibe eine Dankbarkeitsnotiz an Dich selbst
  •  Sende Wertschätzung in Deinen Gedanken
    • Unser Gehirn hält Gedanken für Realität. Wenn Du Dankbarkeit auch nur in Gedanken ausübst, wirst Du mit der Zeit ebenfalls einen positiven Effekt dieser Gedanken auf Dein Leben wahrnehmen
  • Pflege Dankbarkeitsbuch
    • Zähle darin auf, wofür Du dankbar bist und womit Du gesegnet bist. Diese Übung – wenn regelmäßig gemacht – kann wahre Wunder bewirken: Dein Fokus auf das Positive zieht noch mehr davon in Dein Leben an
  •  Meditiere oder (wenn religiös) bete
    • Eine Meditation oder ein Gebet sind bewährte Techniken, um Dankbarkeit zu üben. Es hat einen Grund, dass Menschen, die entweder beten oder meditieren, viel seltener unter Depressionen leiden, ausgeglichener und allgemein zufriedener mit ihrem Leben sind

Nächste Woche werde ich Dir erzählen, wie Du eine toxische Person erkennst und wie Du Dich davor schützt ausgenutzt zu werden.

Ich wünsche Dir alles Liebe!

Pass gut auf Dich auf!
Deine Swetlana

admin