Seitensprung und Vertrauensbruch in Beziehungen

Seitensprung stellt für die meisten Paare einen enormen Vertrauensbruch dar, den man nicht ohne Weiteres reparieren kann.

Die Grundlagen des Vertrauens in Beziehungen
Vertrauen ist notwendig in einer Beziehung. Seitensprung und Vertrauensbruch können eine Beziehung irreparabel beschädigen. Mann und Frau umarmen sich, Berge sind im Hintergrund zu sehen.

Wissenschaftler Rempel, Holmes und Zanna (1985) beschäftigten sich mit dem Thema Vertrauen in engen Beziehungen. Sie gehen in ihrem Modell davon aus, dass das Vertrauen in drei Komponente zerlegt werden kann.  

Laut der wissenschaftlichen Studie sind diese Komponente die Vorhersehbarkeit („predictability“), Verlässlichkeit („dependability“) und der Glaube an den Anderen („faith“). Aus der Studie folgt, dass diese Kompenente in ihrer Kombination Menschen dazu bringen, dem Partner einen enormen Vertrauensvorschuss zu gewähren.

Als Vertrauensvorschuss (“leap of faith”) definieren die Wissenschaftler daher den Glauben daran, dass der Partner oder die Partnerin sich auch in der Zukunft liebevoll verhalten wird. Genau der Glaube gibt uns in einer Beziehung die emotionale Sicherheit.[4]

Folge zur Studie von Rempel, Holmes und Zanna (1985) unter:

Wechselwirkung zwischen dem Vertrauen und der Bindung in einer romantischen Beziehung

Die Wissenschaftler Lorne Campbell und Sarah CE Stanton[5] haben die Forschung über das Vertrauen zusammengefasst. Dieses gesammeltes Wissen haben sie in ihrem Artikel „Adult attachment and trust in romantic relationships“ (2019) veröffentlicht.

In ihrer Studie betonen die Wissenschaftler die gegenseitige Wechselwirkung von der Bindung in einer romantischen Beziehung und dem Vertrauen.

Diese gegenseitige Wechselwirkung hat daher das Potenzial beiden Partnern entweder das Gefühl der Sicherheit zu geben oder der Unsicherheit innerhalb der Beziehung beizutragen.

Zum Beispiel, kann eine Verbesserung des Vertrauens zwischen Partnern zur Verbesserung der Bindung und der Intimität zwischen ihnen beitragen. Und die Verbesserung der Bindung (durch Fürsorge, Aufmerksamkeit, Intimität) im Gegenzug kann zum Vertrauen führen.

Schlussfolgernd fließen die Änderungen in der Bindung und dem Vertrauen in einander über.

Sie beeinflussen somit die Qualität, die Konfliktresistenz und letztendlich den Erfolg von Beziehungen.

Vertrauensbruch durch Seitensprung als Indikator einer Fehlinvestition in eine Beziehung

Wenn das Vertrauen und die Bindung eine Beziehung erst möglich machen, macht der Vertrauensvorschuss einen Sinn. Er stellt also eine soziale Investition dar. Der Vertrauensvorschuss bringt die Hoffnung beider Partner zum Ausdruck, dass ihre Beziehung in der Zukunft bestehen wird.

Die Konsequenzen von Vertrauensvorschuss sind jedoch weitreichend:

Denn beide Partner erklären sich bereit einen sehr großen Teil ihres Lebens miteinander zu teilen. Dazu gehören Ihr physisches und psychisches Wohlbefinden, ihre Kinder, ihre Träume und Pläne für die Zukunft, ihr Hab und Gut,  Immobilien, Finanzen, Rente, sowie die Intention bei Krankheiten und finanziellen Sorgen einander zu unterstützen.

Daher bedeutet der Vertrauensvorschuss auch ein extremes Risiko, falls das Vertrauen gebrochen wird.

Es geht also bei einem Seitensprung um viel mehr als nur sexueller Beziehung zu einer anderen Person. Der Vertrauensbruch durch Seitensprung in einer Liebesbeziehung stellt für den oder die betrogene Person einen Indikator dar, dass er oder sie möglicherweise eine jahrelange soziale Fehlinvestition getätigt hatte.

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