Wie verhältst Du Dich in einem Streit?

Streit Kommunikation

In jeder Beziehung wird hin und wieder gestritten. In einem Streit kannst Du Deine Grenzen aufzeigen und Deine Interessen durchsetzen. Außerdem, lernst Du so einiges über Deinen Partner und über Dich selbst: Zum Beispiel, ob ihr immer noch respektvoll miteinander umgeht, wenn Emotionen hochsteigen und böse Worte wie von selbst herausplatzen… 
Wie meisterst Du die Kommunikation im Streit, so dass Du dennoch liebevoll bleibst?


Die Forscher von dem Relationship Research Institute in Seattle haben die Kommunikation der Paare untersucht. Sie ließen Paare über ein Thema diskutieren, bei dem sie sich nicht einig waren.

Dabei stelle sich heraus, dass Paare, die miteinander freundlich umgegangen sind, drei Jahre später immer noch zusammen waren.

Das Verhältnis von positiven und negativen Aussagen betrug im Streit bei ihnen 5:1.

Die Paare, deren positive und negative Aussagen im Verhältnis 1:1 standen, waren nach drei Jahren getrennt.


Hand aufs Herz: Wie ist das Verhältnis von positiven und negativen Aussagen in der Kommunkation in Deiner Beziehung? Und wie sieht dieses Verhältnis in einem Streit aus? Ist Dir schon einmal passiert, dass Du etwas sagen wolltest, und während Du den Satz noch nicht zu Ende gesprochen hast, dachtest Du schon: Das hätte ich nicht sagen sollen?

Hätte ich doch das nicht gesagt…

Und umgekehrt, ist Dir passiert, dass Du ein Gespräch Revue passieren ließ und dachtest: Dies und jenes hätte ich sagen müssen? Hast aber Dich nicht getraut?..

Im Grunde genommen, ist es einfach solche Situationen zu vermeiden, wenn Du einige Regeln der achtsamen Kommunikation beachtest.  

Achtsame Kommunikation

Regel Nummer 1: Antworte niemals, wenn Du Dich ärgerst

Wenn Du Dich gerade ärgerst, kannst Du nicht klar denken. Du bist emotional geladen und nicht objektiv. In diesem Zustand kannst Du Worte sagen, die Du 1000-Mal bereuen würdest. Und einmal gesagt, kannst Du deren Wirkung nie wieder rückgängig machen. Also:

Antworte niemals, wenn Du Dich ärgerst!

Regel Nummer 2: Kommuniziere nach Plan

Solltest Du merken, dass die Situation eskaliert, befolge einen Plan. Ich habe gute Erfahrungen mit folgendem Plan gemacht und kann ihn Dir herzlich empfehlen:

Verschiebe das Gespräch auf später

Atme tief ein und vollständig aus (3 bis 5 Atemzüge sollten reichen, um Dich zu beruhigen und klar denken zu können)

Fokussiere Dich auf Deine Umgebung:

  • Nimm die Farben im Raum wahr
  • Welche Geräusche kannst Du hören?
  • Kannst Du besondere Gerüche wahrnehmen?

Der psychologische Trick hinter diesem Plan ist einfach: Emotional geladene Menschen nutzen nur einen ihrer Sinne (sie nehmen ihre Umgebung entweder nur visuell wahr oder nur auditiv oder nur olfaktorisch, etc.) Wenn Du aber Fokus auf alle (oder zumindest drei Deiner Sinne) verteilst, beruhigst Du Dich automatisch und kannst Deine Emotionen kontrollieren.

Regel Nummer 3: Die THINK-Kommunikation

Denke über die Situation nach und beantworte Punkt für Punkt folgende Fragen (Ich gebe Dir ein Akronym, der Dir helfen wird, diese Fragen zu merken. Er heißt THINK):

T – wie Tatsachen: Entspricht das, was Du gerade sagen möchtest, den Tatsachen? Ist das objektiv wahr oder nur Deine subjektive Meinung?

H – wie Hilfreich: Kann die Information, die Du sagen möchtest, Dir oder Deinem Partner in irgendeiner Hinsicht helfen? Kann das, was Du sagen willst, die Situation tatsächlich verbessern?

I – wie Inspirierend: Ist das, was Du zu sagen hast, inspirierend, um weitere Ideen zu entwickeln? Trägt es kreativen Lösungen des Problems bei?

N – wie Notwendig: Ist diese Information, die Du sagen möchtest, überhaupt notwendig? Bedeutet sie einen Mehrwert? Bedeutet sie eine Bereicherung für Deine Beziehung?

K – wie Kenntnis: Kennst Du wirklich alles über diese konkrete Situation? Gibt es Fragen, die Du jetzt stellen würdest? Bist Du Dir sicher, dass Du die wahre Intention Deines Partners kennst?

Wenn Du dieser 3-Regeln Strategie folgst, wirst Du bald merken, dass es gar nicht so einfach ist Dich überhaupt aus der Ruhe zu bringen. Du wirst nicht nur besser kommunizieren:

Durch Gewohnheit achtsam zu denken und zu handeln, erhöhst Du Deine gesamte Lebensqualität:

Solche Sachen, zum Beispiel, wie Schlaflosigkeit, Unruhe, Konzentrationsmangel bei der Arbeit werden immer weniger eintreten.

Du wirst generell selbstbewusster und selbstsicherer auftreten. 

Menschen werden Dich anders wahrnehmen:

Da Du Kontrolle über Deine Worte hast, wird dem Gesagten von Dir automatisch mehr Gewicht und Wichtigkeit verliehen. Dein Partner (und auch andere Menschen in Deiner Umgebung) werden spüren, dass Deine Worte verbindlich und gut durchdacht sind.

Du wirst merken, wie viel mehr Liebe, Respekt und Dankbarkeit Dir entgegengebracht wird. 

Noch mehr über achtsame Kommunikation erfährst Du in meinem Beziehungsratgeber.

Bleib dran und viel Erfolg!

Alles Liebe,
Deine Swetlana 

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